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Kantonales Nachwuchsschwingfest: Knapp 400 Jungschwinger steigen am Samstag in St. Georgen ins Sägemehl

Nachwuchs-Böse in St. Georgen: Sie sind zwischen 8 und 16 Jahre alt und kommen aus der gesamten Ostschweiz. Im Anschluss an das kantonale Nachwuchsschwingfest messen sich die Aktiven im Abendschwinget.
David Grob
Zwei Schwinger am Nordostschweizer Nachwuchsschwingen vom vergangenen Juli in Weinfelden. (Bild: Donato Caspari, 7. Juli 2018)

Zwei Schwinger am Nordostschweizer Nachwuchsschwingen vom vergangenen Juli in Weinfelden. (Bild: Donato Caspari, 7. Juli 2018)

Hünen prallen aufeinander, reissen, stossen, versuchen sich zu Fall zu bringen und knallen schliesslich zu Boden. Sie wälzen sich im Sägemehl, winden ihre Körper, versuchen den Gegner auf den Rücken zu drücken. Nach beendetem Kampf klopft der Sieger dem Unterlegenen das Sägemehl vom Rücken.

Am Samstag messen sich die Bösen in St. Georgen. Tagsüber treten Jungschwinger im kantonalen Nachwuchsschwingen gegeneinander an. Im Anschluss folgen die Aktiven.

«Positiv fürs Zusammenleben im Dorf»

Thomas Giger, seit Februar Präsident des Quartiervereins St. Georgen, begrüsst den Anlass:

«Feste in diese Grösse sind immer positiv fürs Zusammenleben im Dorf.»

Thomas Giger, Präsident Quartierverein St. Georgen (Bild: PD)

Thomas Giger, Präsident Quartierverein St. Georgen (Bild: PD)

Stefan Inauen, Präsident des elfköpfigen Organisationskomitees, pflichtet bei. Er nennt einen Bäcker, der für den Anlass ein spezielles Schwingerbrot backt. Für Giger bieten die Festivitäten ausserdem eine Plattform für den Quartierverein. «Der Anlass ist auch positiv für unseren neubesetzten Vorstand.» So könne man sich zeigen.

Hinter dem Schwingfest stehen aber der Turnverein St. Georgen sowie der Schwingerverband St. Gallen und Umgebung. OK-Präsident Stefan Inauen rechnet mit rund 1500 Besuchern. Die schlechte Wetterprognose beunruhigt ihn nicht. «Gerade die Jungschwinger bringen viele Besucher, die ohnehin kommen – ganz egal wie das Wetter ist.» Echte Schwing-Fans seien auf alle Wetterverhältnisse eingestellt, meint Inauen, selbst schwingbegeistert und regelmässiger Besucher anderer Schwingfeste. «Allenfalls bleiben einige spontane Gäste aus.»

Der Zuzwiler Daniel Boesch am Thurgauer Kantonalschwingfest im Mai 2019 in Frauenfeld. (Bild: Gian Ehrenzeller, 5. Mai 2018)

Der Zuzwiler Daniel Boesch am Thurgauer Kantonalschwingfest im Mai 2019 in Frauenfeld. (Bild: Gian Ehrenzeller, 5. Mai 2018)

Für genügend Zugkraft soll das Aushängeschild des Abendschwinget sorgen: Daniel Bösch, Unspunnen-Sieger von 2011 und siebenfacher Sieger des kantonalen Schwingfests St. Gallen. 75 aktive Schwinger nehmen am Abendschwinget teil, das um 17 Uhr startet.

Der Schwerpunkt des Fests liegt aber auf dem Nachwuchsschwingen. 390 Junioren zwischen acht und 16 Jahren messen sich von 8 bis 16 Uhr im Sägemehl. 70'000 Franken betragen gemäss Inauen die Kosten des Fests. Der Eintritt ist frei. Die Einnahmen generieren die Verantwortlichen durch die Festwirtschaft, Sponsoring und private Gönner. «Wir hätten sogar einen Gönner gehabt, der uns eine Kuh für den Sieger gespendet hätte», erzählt Inauen. Doch darauf habe man verzichtet. Man wolle es im Jahr des Eidgenössischen Schwingfestes nicht übertreiben.

Das Programm: Schwingen und Brauchtum

Das kantonale Nachwuchsschwingen startet um 8 Uhr auf dem Sportplatz der Turnhalle Hebel. Die Schlussgänge starten um 16 Uhr. Ab 17 Uhr steigen die Aktiven ins Sägemehl. Die Schlussgänge beginnen gemäss Programm um 21.45 Uhr.
Kein Schwingfest ohne traditionelles Brauchtum: So unterhalten Fahnenschwinger, Alphornbläser und der Schellen-Club Nössler-Jäger das Publikum am Samstag. Ab 20 Uhr spielt die Schyzerörgeli-Formation Rusch Büeblä im beheizten Festzelt neben den Schwingplätzen. (dar)

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