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Überblick schaffen im Angebotsdschungel: In der Region St.Gallen sollen mehrere Familienzentren entstehen

Gleich mehrere Gemeinden planen derzeit ein Familienzentrum. Unterstützung erhalten sie vom Kanton.
Perrine Woodtli
Ein Familienzentrum soll beim Austausch helfen. (Bild: Getty)

Ein Familienzentrum soll beim Austausch helfen. (Bild: Getty)

Mukiturnen, Mittagstisch, Elternberatung, Ludothek – Es gibt viele Angebote für Kinder und Eltern. Junge Mütter und Väter können so schon einmal den Überblick verlieren. Abhilfe schaffen sollen Familienzentren. Die Idee: Alles unter einem Dach vereinen.

Im Familienzentrum können sich Eltern austauschen und über die Angebote für den Familienalltag informieren. In der Region sind drei Zentren in Planung oder im Aufbau: in Gossau, Wittenbach und Mörschwil. In Gaiserwald denkt man darüber nach.

Im Kanton St.Gallen sind insgesamt sieben Zentren in Planung oder im Aufbau. 14 gibt es bereits, darunter in St.Gallen und in Rorschach. Mit sechs weiteren Gemeinden arbeitet der Kanton punktuell zusammen. Dass gleich mehrere Familienzentren geplant sind, hat einen Grund: Im Rahmen der Strategie «Frühe Förderung» stehen für deren Planung, Aufbau und Entwicklung von 2016 bis 2020 Gelder zur Verfügung.

Dabei handelt es sich um eine Anschubfinanzierung. «Es geht darum, die Initiatoren in der Anfangsphase zu unterstützen», sagt Milena Gehrig vom Fachbereich Familienfragen. Vorgesehen war, die Kredite bis 2018 zu genehmigen. Aufgrund der Nachfrage verlängerte der Kanton das Förderprogramm aber.

Kanton trägt Drittel der Kosten in Aufbauphase

Ein Familienzentrum soll ein Ort der Begegnung sein und einen niederschwelligen Zugang zu den Angeboten gewährleisten, damit sich die Eltern «in diesem Dschungel zurechtfinden», sagt Gehrig. In einem Café können sie verschiedene Leute treffen. «Dies fördert den Austausch und gegenseitiges Verständnis.» Dank eines Zentrums könnten Familien auch schnell integriert werden.

Der Kanton unterstützt die Familienzentren nicht nur finanziell, sondern auch beratend. Oft klopften die Initiatorinnen – hauptsächlich seien es Frauen – aus den Gemeinden direkt bei ihnen an, sagt Gehrig. «In einer Erstberatung schauen wir, wie weit das Projekt schon ist und was man sich vorstellt.»

Für weitere Beratungen während des ganzen Aufbauprozesses wird die Pädagogische Hochschule St.Gallen beigezogen, mit welcher der Kanton eine Leistungsvereinbarung hat. Sobald der Aufbau des Familienzentrums konkret wird, kann der Kredit beantragt werden.

Voraussetzung für diesen ist laut Gehrig, dass die Gemeinde – sofern diese nicht selbst das Thema aufs Tapet gebracht hat – mit im Boot sitzt und eine Teilfinanzierung übernimmt. Der Kanton übernimmt jährlich ein Drittel der Kosten, höchstens aber 15000 Franken. «In der Regel wird der Kredit während zwei bis drei Jahren gezahlt.» Den Rest zahle die Gemeinde, einige würden auch mit den Kirchen zusammenspannen.

Standortsuche in Gossau, Eröffnung in Wittenbach

In Gossau plant man seit 2017 ein Familienzentrum, sucht aber nach wie vor eine Liegenschaft. In der Stadt existiert bereits ein Angebot mit Familienzentrum-Charakter. In der Spielgruppe Bärehüsli befinden sich auch der Elterntreff. Einmal pro Woche ist zudem eine Elternberaterin dort anwesend.

Wegen der steigenden Besucherzahlen wurde das Angebot des Elterntreffs Anfang Jahr in Absprache mit dem Amt für Soziales ausgebaut. Der Treff feiert am Montag sein dreijähriges Bestehen.

In Wittenbach ist man weiter. Dort eröffnet am 25. April für eine zweijährige Pilotphase das Familienwerk im evangelischen Kirchgemeindehaus Vogelherd. Einmal pro Woche findet ein Spiel-Café-Treff statt. Das Angebot soll laut Gemeinderat Benjamin Gautschi nach und nach ausgebaut werden.

Findet das Familienzentrum Anklang, könne man sich vorstellen, dass daraus dereinst ein Gemeinschaftszentrum werde. Laut Milena Gehrig gibt es bereits Zentren, die zu einem Generationenhaus mit generationsübergreifenden Angeboten weiterentwickelt wurden.

In Mörschwil verfolgt seit 2015 die Stiftung Generationenkreis die Idee eines Generationenhauses. In diesem Haus sollen sich Jung und Alt begegnen und auch Angebote der Frühförderung Platz finden.

Auch in Gaiserwald ist ein Familienzentrum ein Thema. Im evangelischen Kirchgemeindehaus in Abtwil findet neu parallel zur Elternberatung ein Elternkaffee statt. Dieses sei ein erster Schritt zum Aufbau eines Familienzentrums, heisst es im Mitteilungsblatt. Trägerin ist die Kirchgemeinde.

Bis jetzt hat sie noch nicht Kontakt mit dem Kanton aufgenommen. Man stehe noch ganz am Anfang, sagt Pfarrer Martin Heimbucher, und werde zu gegebener Zeit etwas zum Konzept sagen.

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