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Kanton erlaubt Schutzkonzept in der Steinacher Bucht

Die Gemeinde darf ein Konzept für das Bodensee-Delta der Steinach umsetzen. Bald gibt es Naturschutztafeln, und ein Mäher rückt dem Schilf zu Leibe.
Martin Rechsteiner
Das Schilf im Steinacher Delta soll alle zwei Jahre geschnitten werden. (TZ)

Das Schilf im Steinacher Delta soll alle zwei Jahre geschnitten werden. (TZ)

Das Steinacher Seedelta soll einen besseren Schutz erhalten. Bis anhin war das Gebiet frei begehbar, Regeln gab es keine. Deshalb hat die Gemeinde ein Konzept erarbeitet, welches das kantonale Amt für Natur, Jagd und Fischerei (ANJF) jetzt bewilligt hat.

So soll am rechten Deltaufer eine Zone mit Gebüsch und kleinem, leichtem Gehölz bestehen bleiben. Dieser Weichholz-Auenwald wird für Spaziergänger frei begehbar sein. Zwei Unterhaltskorridore vom Hafenareal aus werden als Durchgänge abwechslungsweise für ein Jahr ausgemäht.

Schilfschnitt alle zwei Jahre

Auch auf der linken Seite des Deltas fährt der Mäher auf: Dort schneidet die Gemeinde die eine Hälfte des Schilfs. In den drauffolgenden zwei Jahren kann dieses wieder nachwachsen, dafür wird die andere Hälfte des Areals gemäht. In der Mitte soll es stets einen Korridor geben, damit Surfer oder Kajaker des Mobilheims Weidenhof einen Seezugang haben. Die ganze Zone um das Delta wird zum Naturschutzgebiet. Tiere und Pflanzen müssen in Ruhe gelassen werden, ein Feuer entfachen ist verboten und für Hunde herrscht Leinen-Pflicht. «Die entsprechenden Tafeln werden in den kommenden Wochen geliefert und bis Mitte Sommer aufgestellt», sagt der Gemeindepräsident Roland Brändli. Die Hälfte des Schilfs am linken Ufer lässt die Gemeinde im Herbst zum ersten Mal schneiden.

Es war der Kanton, der das Deltakonzept vor etwas mehr als acht Jahren angestossen hat. Auslöser war der Bau der Hängebrücke über die Steinach, gleich beim Delta. Auf Wunsch des Kantons nahm die Gemeinde das Delta ins Hochwasserschutz-Projekt auf, das derzeit entlang der Steinach umgesetzt wird. «Es galt zu entscheiden, wie wir das Gebiet um den Zufluss in den See in Zukunft gestalten wollen. Dabei war es schwer, die Bedürfnisse der Bürger unter einen Hut zu bringen», sagt Brändli. So wollten die einen eine strikte Naturschutz-Zone, die nicht betreten werden darf, andere wollten den Ort aber als Naherholungsgebiet nutzen. Und wieder andere störten sich am hohen Schilf, der die Aussicht auf den See blockiert. «Mit dem neuen Konzept haben wir aber einen guten Kompromiss gefunden», sagt Brändli zufrieden.

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