Kampfwahl in Rorschacherberg: So will der 30-jährige SVP-Mann den Bisherigen die Sitze streitig machen

Peter Locher aus Rorschacherberg will in den Gemeinderat. Der SVP stehe einen Vertreter im Rat zu. Er will sich für ein aktives Vereinsleben und erneuerbare Energie einsetzen.

Jolanda Riedener
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Peter Locher fordert die Gemeinderäte heraus.

Peter Locher fordert die Gemeinderäte heraus.

Bild: Jolanda Riedener

Die Kantonsratswahlen vom 8. März sind noch nicht so lange zurück, nun steigt der 30-jährige Peter Locher erneut in den Wahlkampf. Der Wähleranteil der SVP habe gezeigt, dass seine Partei im Rorschacherberger Gemeinderat vertreten sein sollte. Welchen Sitz hat er im Visier? Locher sagt:

«Ich fokussiere mich nicht auf eine Person, das sollen die Wähler entscheiden.»

Er räumt aber ein, dass im Gemeinderat möglichst alle Parteien oder Gesinnungen vertreten sein sollen – und die SP mit zwei Sitzen eher genug Einfluss habe.

Zu seiner Kandidatur habe er schon viele positive Rückmeldungen erhalten, eine junge, frische Person tue dem langjährigen Gremium gut. Er sagt:

«Ich will den Bürgern eine Auswahl bieten.»

Dass er sich über die Parteigrenze hinweg für Themen einsetzen kann, hat Locher bereits bewiesen: So war er an der Initiative zur Schulwegsicherheit beteiligt. «Wenn es um die Sache geht, habe ich keine Berührungsängste.» In diesem Fall sei die Zusammenarbeit sinnvoll und gut gewesen.

Peter Locher engagierte sich unter anderem für den Erhalt des Rorschacherberger Gemeindewappens, für die Schulwegsicherheit und den Ortsbus.

Peter Locher engagierte sich unter anderem für den Erhalt des Rorschacherberger Gemeindewappens, für die Schulwegsicherheit und den Ortsbus.

Bild: Jolanda Riedener

Als 18-Jähriger ist er der SVP beigetreten. Mit Ausnahme von den zwei Jahren, die er als Schweizer Gardist in Rom verbrachte, engagierte er sich unter anderem auch im Vorstand der Ortspartei. So hat er sich auch für den Erhalt des Rorschacher berger Wappens mit einer Petition eingesetzt. Was ist inzwischen geschehen? «Es hat sicher ein Umdenken stattgefunden», sagt Locher. Zum Beispiel am Frontoffice im Gemeindehaus haben die Rosen im Wappen wieder Einzug genommen. Auch in einer Arbeitsgruppe für eine Busverbindung am oberen Berg habe er mitgewirkt.

Das Vereinsleben im Dorf aktiv fördern

Peter Locher arbeitet als Aufseher und Betreuer im Kantonalgefängnis Frauenfeld: «Hier ist jeder Tag anders.» Das gefällt ihm. Sollte er in den Gemeinderat gewählt werden, wolle er erst die Geschäfte kennen lernen. «Eine offene Kommunikation ist mir wichtig», sagt er. Beteiligte müssten bei anstehenden Projekten möglichst früh informiert und einbezogen werden. Dass Rorschacherberg vermehrt mit den Nachbargemeinden zusammenarbeitet, wie es etwa die Präsidenten der Regionalparteien vorschlagen, geschehe sicher bereits gut: «Hier müssen wir dran bleiben.» Eine aktive Vereinsförderung liegt Locher ebenfalls am Herzen. Er selbst ist Mitglied im Trachtenverein und im Kaninchenzüchterverein. Locher sagt:

«Weiter müssen wir ein wachsames Auge auf die Finanzen haben, auch wenn wir momentan gut aufgestellt sind.»

Dabei gehe es auch um die künftige Generation: «Rorschacherberg soll eine attraktive Wohn- und Arbeitsgemeinde bleiben.» Der SVP-Mann setzt sich auch für erneuerbare Energien ein: «Nicht mit Gesetzen und Gebühren, sondern mit Anreizen und in Eigenverantwortung.»

Mit Stefan Beerli, der für die Geschäftsprüfungskommission kandidiert, lädt Peter Locher ab dem 12. September in die Bäckerei Motzer (ab 8 Uhr), das «Wartensee», den «Rebstock» oder «Ochsen» das Gespräch mit der Bevölkerung zu suchen.

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