Juso nominieren für die Wahlen ins St.Galler Stadtparlament: Radikal linken Wahlkampf für die Zukunft der Stadt angekündigt

Die Jungsozialistinnen und Jungsozialisten (Juso) der Stadt St.Gallen haben am Dienstag an einer Online-Versammlung ihre Kandidatinnen und Kandidaten fürs Stadtparlament nominiert. Ziel ist die Eroberung eines zweiten Sitzes. Gewählt wird am 27. September.

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Andrea Scheck sitzt für die Juso im St.Galler Stadtparlament. Sie kandidiert bei den Erneuerungswahlen vom 27. September wieder.

Andrea Scheck sitzt für die Juso im St.Galler Stadtparlament. Sie kandidiert bei den Erneuerungswahlen vom 27. September wieder.

Bild: PD

Die Juso haben sich viel vorgenommen für die Erneuerungswahlen ins St.Galler Stadtparlament. Sie wollen einen «radikal linken »Wahlkampf führen und einen zweiten Sitz gewinnen. Dies, weil die Stadt nur mit den Juso und ihrer Politik eine Zukunft hat, wie es in einer Mitteilung der Jungpartei heisst.

Zuspruch von der Vizepräsidentin des Stadtparlaments

Unterstützung erhielten die Juso bei ihrem Vorhaben an der Nominationsversammlung von Alexandra Akeret, der Vizepräsidentin des St.Galler Stadtparlaments. Das Parlament sei der Ort, an dem die Stimme der Juso gehört werden müsse, auch wenn sie unangenehm sei: «Deshalb, kämpft, liebe Juso, für einen zweiten Sitz im Stadtparlament!»

Immer gut für eine Provokation: Im Oktober 2019 warben die Juso in der Stadt St.Gallen für die Gratisabgabe von Menstruationsartikeln. Das Thema hat Stadtparlamentarierin Andrea Scheck in einem Vorstoss aufgenommen.

Immer gut für eine Provokation: Im Oktober 2019 warben die Juso in der Stadt St.Gallen für die Gratisabgabe von Menstruationsartikeln. Das Thema hat Stadtparlamentarierin Andrea Scheck in einem Vorstoss aufgenommen.

Bild: Juso/PD

Kämpferisch gab sich auch die bisherige und wieder kandidierende Juso-Stadtparlamentarierin Andrea Scheck: «Seit 2016 haben die Juso nur noch einen Sitz im Stadtparlament. Das ändern wir am 27. September.» Die Jungpartei brauche es nämlich im Parlament «als kompromisslose und konsequente linke Stimme».

Eine Bisherige und zwei Klimaaktivisten auf den nächsten Plätzen

Nach dem Kantonsrat kandidiert Miriam Rizvi für die Juso fürs St.Galler Stadtparlament.

Nach dem Kantonsrat kandidiert Miriam Rizvi für die Juso fürs St.Galler Stadtparlament.

Bild: Urs Bucher (21.12.2019)

Danach nominierten die Juso 13 Frauen und acht Männer für ihre Stadtparlamentsliste. Hinter der Bisherigen Andrea Scheck figurieren zuoberst auf der Liste Klimaaktivist Moritz Rohner und Klimaaktivistin Miriam Rizvi. Beide haben für die Juso bereits an den Kantonsratswahlen vom 8. März teilgenommen und dabei gute Resultate erzielt.

Im Wahlkampf wollen die Juso gemäss Mitteilung fünf Kernthemen aufs Tapet bringen: Klima, Feminismus, Kultur, Chancengleichheit und Freiräume. Dazu hat die Jungpartei eine Reihe von Forderungen aufgestellt. An der Nominationsversammlung wurden dazu passende Wahlkampfaktionen diskutiert.

Politik für künftige Generationen

«In den fünf Bereichen setzen wir uns seit Jahren ein – beim Frauenstreik, der Klimabewegung, mit Aktionen und Vorstössen», wird Spitzenkandidat Moritz Rohner in der Mitteilung zitiert. Die Kandidierenden der Juso stammten aus einem riesigen Feld verschiedener soziale Bewegungen. Sie engagierten sich für eine faire Zukunft und wollten «modern, gleichgestellt und für die künftigen Generationen» politisieren

Die Jungen seien im St.Galler Stadtparlament «sehr spärlich» vertreten, kritisierte Rohner weiter:

«Wir haben es in der Hand, das im Herbst zu ändern!»

Die Kandidatinnen und Kandidaten der Juso fürs Stadtparlament:

  • Andrea Eva Scheck, 1992, Technische Redakteurin (bisher)
  • Moritz Rohner, 1998 Politischer Sekretär/Billeteur
  • Miriam Rizvi, 2001, Schülerin/Klimaaktivistin
  • Marie-Anne Flückinger, 1999, Studentin/angehende Kindergärtnerin
  • Simon Hotz, 2000, Student/Liedermacher/Klimaaktivist
  • Noëmi Schubiger, 2001, Kundenberaterin
  • Lena Werz, 1996, Sozialarbeiterin in Ausbildung
  • Noa Obliet, 2002, Kantischüler
  • Aglaja Bohm, 1999, Deteilhandelsfachfrau
  • Zena Fels, 1997, Praktikantin FABE
  • Marius Hehli, 1998, Student
  • Celina Truxius, 2000, Psychologiestudentin
  • Ricarda Hupfer, 2000, Studentin
  • Benjamin Sieger, 1999, Student Geschichte/Geografie
  • Vivienne Mathis, 2001, Schülerin
  • Livia Grob, 2000, Studentin
  • Julian Köppel, 1994, Sozialarbeiter, Rheineck
  • Lynn Trounce, 2002, Schülerin Kantonsschule am Burggraben, Gossau
  • Jan Weiss, 2001, Lernender Kaufmann
  • Marc Truniger, 2001, Kantischüler
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