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Junge Pöstler beim Fahrtraining auf St.Gallens Strassen

Wer bei der Post die Lehre zum Logistiker absolviert, muss auch mit elektrischen Dreiradrollern fahren können. Drei St.Galler wurden am Donnerstag fit gemacht für ihre erste eigene Pöstler-Tour.
Seraina Hess
Unter Aufsicht von Fahrtrainer Silvan Stieger bewältigt Post-Lehrling Mehrbod Soltani den Parcours am Ruhsitzweg. (Bild: Seraina Hess)

Unter Aufsicht von Fahrtrainer Silvan Stieger bewältigt Post-Lehrling Mehrbod Soltani den Parcours am Ruhsitzweg. (Bild: Seraina Hess)

Einen Nachmittag, etwas Theorie und zehn Slalom-Fahrten entfernt liegt die Freiheit der neuen Post-Lehrlinge. Freiheit, das bedeutet für Denis Elmazi, Mehrbod Soltani und Kastriol Berisha die erste eigene Tour, auf der sie Briefe und Pakete austragen. Ohne die Begleitung eines ausgelernten Logistikers der Fachrichtung Distribution – auch bekannt als Pöstler. Die Prüfung der Kategorie A1 für Motorräder von nicht mehr als 125 ccm und einer Leistung von höchstens 11 Kilowatt ist bestanden. Einzig die Einführung in die Handhabung der Elektrodreiradroller steht noch an.

In der Garage unter dem Verteilzentrum der Zustellregion St.Gallen-Appenzell an der Oberstrasse stehen sie in einer Reihe bereit, angeschlossen an die Steckdose: die gelben Elektroroller des Typs Kyburz DXP. Kastriol Berisha schlüpft als erster in die Leuchtweste, setzt sich auf ein Gefährt und bringt es mit einer leichten Drehung des rechten Lenkgriffs in Bewegung. Ohne jeglichen Motorenlärm. «Wie Dreiradfahren, nur mit Strom», sagt der 16-Jährige und kurvt durch die Garage, bis Fahrtrainer Silvan Stieger die Lehrlinge auf die Strasse lotst. Die drei folgen ihm auf den Rollern, fast wie Küken ihrer Mutter.

120 Elektroroller in St.Gallen

Die Schweizerische Post hat vor sieben Jahren begonnen, ihre Flotte umzurüsten und Motorradroller durch elektrische zu ersetzen. Davon betroffen waren teilweise auch Auto-Routen. In der Region St. Gallen-Appenzell sind 120 Elektroroller und 60 Autos im Einsatz.

Die Fahrzeuge, mit denen ein Pöstler mit maximal 45 km/h etwa zehn Kilometer pro Tag unterwegs ist, zeichnen sich durch Sicherheit, Wendigkeit und Effizienz aus. Konkret heisst das: Bei Schnee gerät das Dreirad weniger ins Rutschen als das Pendant auf zwei Rädern, der Einschlag ist enorm gross und das Gefährt steht sofort still, wenn sich sein Lenker erhebt, um die Post zu verteilen.

Geschmeidig die steile Strasse hinunter

Und trotzdem: Am 500 Meter entfernten Ruhsitzweg bemerken die Neo-Pöstler, dass Dreiradfahren eben doch gelernt sein will. Nicht wegen des bequemen gelben Flitzers – eher wegen des Anhängers, der mit bis zu 270 Kilogramm Post beladen wird. Gerade beim Abwärtsfahren könnte er in der Kurve kippen, wenn das Tempo nicht gedrosselt würde.

Mehrbod Soltani lenkt das Dreirad schon beim zweiten Durchgang so geschmeidig zwischen den aufgestellten Verkehrshütchen durch, dass Silvan Stieger nichts als Lob für den 18-Jährigen übrig hat. Der ersten eigenen Tour am Montag dürfte nichts im Weg stehen.

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