Gossauer Schüler versuchen sich als Unternehmer und verkaufen Kräuterkisten

Friedberg-Schüler haben es unter die 50 Besten des «Company Programme» von YES geschafft. Nun verfassen sie einen Geschäftsbericht auf Fuerteventura.

Jessy Nzuki
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Das Schülerteam hinter dem Miniunternehmen Hierba’s. (Bild: PD)

Das Schülerteam hinter dem Miniunternehmen Hierba’s. (Bild: PD)

Ein kleiner Kräutergarten in der Küche – mit dieser Projektidee hat es ein Team von Schülern des Gymnasium Friedbergs unter die besten 50 des «Company Programme» der Young Enterprise Switzerland (YES) geschafft. Mit dem Angebot der Non-Profit-Organisation sollen Schüler während eines Jahres erste Erfahrungen als Unternehmer sammeln. Am Ende wird ein Gewinner gekürt und es winken verschiedene Auszeichnungen wie beste Marke und beste Präsentation. Auch können Teilnehmer mit einer zusätzlichen Prüfung ein Zertifikat für Jungunternehmer erwerben.

Der Wettbewerb begann im vergangenen Juli mit der Ideenfindung und Projektentwicklung im St.Galler Startfeld-Innovationszentrum. Nach diesem Prozess mussten die jungen Unternehmer im Januar einen Businessplan abgeben. «Da gab es viel zu beachten. Die Seitenanzahl muss eingehalten werden, das Ganze sollte unserem Corporate Design entsprechen, für mögliche Investoren mussten wir unser Unternehmen vorstellen», sagt Anna Lichtensteiger, Schülerin im Team «Hierba’s».

Vor drei Wochen fand die regionale Messe statt. Dort ging es darum, sich einen Platz in den Top 50 und somit auch bei der nächsten Messe auf nationaler Ebene zu sichern. Dabei ist eine Schwierigkeit aufgetreten: «Es kommt sehr darauf an, wo der Stand steht. Wir mussten fast darum kämpfen, mit den Besuchern ins Gespräch kommen zu können», sagt Lichtensteiger.

Messe im Zürcher Hauptbahnhof

Kürzlich haben die jungen Manager erfahren, dass sie mit ihrem Miniunternehmen die Top 50 erreicht haben. Das bedeutet, sie dürfen am Mittwoch, 10.April, im Zürcher Hauptbahnhof ausstellen. Vom 8. bis 10. April präsentieren sich 50 Miniunternehmen auf dem Areal. «Das Ganze ist eine riesige Herausforderung und wird schnell unterschätzt. An den Messen meinen viele: Das könnte ich locker auch. Doch es steckt viel Arbeit und Zeit dahinter», sagt Tugce Karagöz, Teammitglied von «Hierba’s». Wenn sie an dieser Messe erfolgreich sind und die Top 25 erreichen, qualifizieren sie sich für das Finale.

Der letzte grosse Schritt ist die Abgabe des Geschäftsberichtes im Mai. An diesem umfangreichen Bericht arbeiten die Schüler schon jetzt. Im Rahmen einer Sonderwoche verreist die Wirtschaftsklasse mit Lehrer und Betreuer David Hofmann auf die Insel Fuerteventura. «Diese Woche nutzen wir intensiv, um an den Geschäftsberichten zu arbeiten», erklärt der Lehrer.

Mit dem Geschäftsbericht aufholen

«Watch it», das andere Miniunternehmen der Schüler vom Friedberg-Gymnasium, verkauft Mediaboxen für den Fernseher. Für die Top 50 konnten sie sich nicht qualifizieren. Doch nun nehmen sie Rückmeldungen entgegen, um sich zu verbessern. Das Ziel ist, als sogenannte «Rising Stars» die besten 25 zu erreichen und sich doch noch für das Finale zu qualifizieren. Denn alle 220 Miniunternehmen müssen einen Geschäftsbericht verfassen.«Drei der 170, die es nicht in die Top 50 schafften, haben die Chance durch einen überragenden Bericht als Rising Star ausgezeichnet zu werden und so die Top 25 zu erreichen», erklärt Lichtensteiger.