Jugendmusikfest kommt 2023 nach St. Gallen

Das nächste Schweizer Jugendmusikfest findet in vier Jahren auf dem Olma-Gelände statt. Die Organisatoren der Knabenmusik St. Gallen erwarten über 4000 Nachwuchsmusikerinnen und -musiker.

Sandro Büchler
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Von Bläser bis Trommler: 2023 kommen die besten Nachwuchsmusiker nach St. Gallen. (Bild: PD)

Von Bläser bis Trommler: 2023 kommen die besten Nachwuchsmusiker nach St. Gallen. (Bild: PD)

In vier Jahren feiert die Knabenmusik der Stadt St. Gallen ihr 75-jähriges Bestehen. Zum Geburtstag hat sich Präsident Markus Straub etwas Besonderes einfallen lassen: «Es lag nahe, dass wir das Schweizer Jugendmusikfest im gleichen Jahr nach St. Gallen holen wollten.» Das ist dem Organisationskomitee geglückt. Am Wochenende entschied der Schweizer Jugendmusikverband zu Gunsten von St. Gallen. Das 18. Schweizer Jugendmusikfest wird am 16. und 17. September auf dem Olma-Areal stattfinden.

Das nationale Nachwuchsmusikfest findet alle fünf Jahre statt. Die Organisatoren erwarten über 100 Formationen und mehr als 4000 Musikerinnen und Musiker, die in verschiedenen Kategorien und Stärkeklassen antreten. 2008 fand das Fest in Solothurn statt, 2013 in Zug und im September 2019 treffen sich die Jugendmusiken mit einem Jahr Verspätung in Burgdorf.

Kurze Wege zwischen den Wettbewerben

Früher habe sich das Fest auf Blasmusik fokussiert, mittlerweile sei der Musikanlass offen für sämtliche musizierenden Jugendlichen, sagt Straub. «Egal ob Akkordeonorchester oder Tambouren, es gibt Wettbewerbe für alle Formationen und Stufen.»

2023 wird nicht nur musiziert auf dem Olma-Gelände, auch die Unterkünfte für die Jugendlichen finden auf dem Areal Platz. In den Untergeschossen der Olma Messen werden Übernachtungsmöglichkeiten aufgebaut, sagt Straub. «Mit Trennwänden erstellen wir separate Bereiche.» So würden Depots für Instrumente entstehen, mit Matratzen werden einfache Schlaflager hergerichtet. Dusch-Container ergänzen das Angebot. «So ist alles kompakt und nah beisammen und die Wege sind kurz», sagt Straub. Er rechnet mit rund 400 bis 500 Helfern für den Anlass. Diese will Straub über die Musikvereine in der Region gewinnen.

Der Präsident der Knabenmusik freut sich über die Zusage, eines der grössten Feste der Schweiz in St. Gallen zu präsentieren. «Es ist das Pendant zum eidgenössischen Musikfest – einfach für Jugendmusiker.» Das Jugendmusikfest sei wichtig für die Vereine. «So bleibt die Szene in Bewegung», sagt Straub. Mit Nationalrat und Olma-Direktor Nicolo Paganini sei zudem das OK-Präsidium bereits prominent besetzt worden. Nun stehen für die OK-Mitglieder vertiefte Gespräche mit der Stadt, dem Kanton und den Sponsoren an. «St. Gallen ist in aller Munde», sagt Straub. Denn das Jugendmusikfest ist ein weiterer Grossanlass für die Stadt.

Vor kurzem wurde bekannt, dass die Special Olympics, der bedeutendste Sportanlass für Menschen mit geistiger Beeinträchtigung in der Schweiz, im 2022 ebenfalls in St. Gallen stattfinden wird.