6. Jungkult-Festival zeigt Jugendkultur in der St.Galler Innenstadt

Am 10. August findet das diesjährige Jungkult-Festival statt. Mit Livemusik auf zwei Bühnen, einem Tanzwettbewerb und einer 20 Meter langen Graffitiwand.

Roger Berhalter
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Graffiti in der Marktgasse: Die Besucher des Jungkult-Festivals können jungen Künstlern über die Schulter schauen. (Bild: PD)

Graffiti in der Marktgasse: Die Besucher des Jungkult-Festivals können jungen Künstlern über die Schulter schauen. (Bild: PD)

Jugendkultur hat viele Facetten, und einige davon macht jeden Sommer das Jungkult Festival in der Marktgasse sichtbar. Am 10. August von 10 bis 21 Uhr findet das Festival zum sechsten Mal statt.

Ursprünglich ein Projekt des städtischen Jugendsekretariats, steckt heute ein selbstständiger Verein dahinter; zehn junge Erwachsene zwischen 20 und 27 Jahren organisieren den Anlass, und haben ein klares Ziel: «Jugendkultur in St.Gallen zu fördern und talentierten Jugendlichen unter 25 Jahren jährlich eine Plattform zu bieten», heisst es in einer Mitteilung.

Zwischen Vadiandenkmal und Bärenplatz bieten die Jugendlichen wiederum ein vielfältiges Programm mit Livemusik und Poetry Slam auf zwei Bühnen sowie Graffiti, Tanz, Theater und Kunst. Der Anlass ist für die Besucher kostenlos. Es wird eine Kollekte gesammelt, die den auftretenden Künstlern und der Festivalorganisation zugutekommt.

Rock’n’Roll, Songwriter und Deutschrap

Auf der Vadianbühne in der Marktgasse spielen verschiedene Bands, über Mittag steht dort Poetry Slam auf dem Programm. Auf der kleineren Bühne auf dem Bärenplatz sind vor allem Singer-Songwriter zu hören, zudem ist dort eine Improtheater-Darbietung zu sehen.

Beim Jungkult erhalten in erster Linie unbekannte Künstler eine Auftrittsmöglichkeit, dennoch dürfte der eine oder andere Bandname manchen vertraut sein. Die Rock’n’Roller The Rule zum Beispiel oder das Churer Duo Anatina oder der Pop-Rock-Songwriter Jeremy Apart.

Als Headliner künden die Organisatoren Megan an, den Schaffhauser Deutschrapper, der unlängst auch am «Musig uf de Gass» und am Nachwuchswettbewerb «bandXost» zu hören war.

Breakdance und weitere Tanzstile gehören ebenfalls zum Jungkult dazu. (Bild: Ralph Ribi, 12. August 2017)

Breakdance und weitere Tanzstile gehören ebenfalls zum Jungkult dazu. (Bild: Ralph Ribi, 12. August 2017)

Am Jungkult wird aber auch getanzt. Verschiedene Tanzshows beim Marktplatz stehen auf dem Programm, und in einem Battle treten Tänzer vor einer Jury gegeneinander an.

Die Besucherinnen und Besucher können zudem malenden und sprayenden Künstlern über die Schultern schauen. Jugendliche wollen während des Festivals eine 20 Meter lange Wand besprayen. Sie machen damit auch auf die temporäre Graffitiwand aufmerksam, die derzeit auf der Kreuzbleiche zur Verfügung steht.

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Roger Berhalter

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