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Jubiläums-Grümpeli in Berg SG: "Es ist wie an der Olma"

Seit einem halben Jahrhundert trifft sich die Gemeinde Berg jedes Jahr an ihrem Grümpeli. Das Turnier hat am Wochenende wieder Jung und Alt angelockt. Nebst sportlichen Leistungen gab es auch kreative Outfits zu bestaunen.
Maria Keller
Am 50. Grümpeli in Berg traten einige Teams in unterhaltsamen Verkleidungen an. (Bild: Hanspeter Schiess)

Am 50. Grümpeli in Berg traten einige Teams in unterhaltsamen Verkleidungen an. (Bild: Hanspeter Schiess)

Tschutten kann ja wohl jeder, sagt man. Und Grümpeliturniere heissen bekanntlich auch jene willkommen, die sich bisher auf das Fussballschauen beschränkt haben. So treffen sich am Samstagnachmittag zur Halbzeit des Grümpelis in Berg Laien und Fortgeschrittene, Pläuschler und Ehrgeizige auf dem Fussballfeld. Grund zum Feiern gibt vor allem das 50-jährige Jubiläum. Bereits 1968 wurden auf dem Schulareal der Primarschule Berg fleissig Tore geschossen.

Zum 50. Geburtstag des Grümpelis gibt es 85 motivierte Teams, inklusive verkleideten Jubiläumsgruppen. Letztere erscheinen in Schottenröcken und Perücken, selbst bedruckten T-Shirts oder knallgelben Schwimmreifen in Entenform. «Die Idee kam uns in Italien am Strand», sagt ein Mitglied des Teams «Entastisch». «Anfangs hatten wir noch Wasserpistolen dabei. Die sind aber nicht bei allen gut angekommen.» Die Familie mit den Schwimmreifen um die Taillen zieht neugierige Blicke auf sich. Die Chancen, den Preis für die beste Verkleidung zu erhalten, stehen nicht schlecht.

Dorffest ohne grosses Drumherum

Es scheint, die Spieler machen nicht einmal ein Drittel der Anwesenden auf dem Sportplatz aus. Hier unterhalten sich drei Mütter mit Kinderwagen, dort sitzt eine Gruppe älterer Herren im Gras. Die Stimmung ist friedlich und lädt zum Verweilen ein. Laut Stefan Helfenberger, dem Verantwortlichen für Werbung und Sponsoring, ist dies das Ziel und Erfolgsrezept.

«Es ist wie an der Olma. Einmal im Jahr trifft man sich hier und jeder kennt sich. Das Ganze ist ein Dorffest ohne grosses Drumherum, und das soll genau so sein.»

Das Ziel sei es nicht, grossen Profit daraus zu schlagen, sondern einen lockeren Anlass zu organisieren, der die Gemeinde zusammenbringe. Das Feedback ist laut Helfenberger ausschliesslich positiv. «Der Fussball steht im Fokus, die Stimmung macht den Rest aus. Es spielen Jung und Alt in Form von Familien, Freundesgruppen und Firmenanlässen.»

Laut dem Kassier und Vizepräsidenten Stefan Brandes wird jährlich ein Gewinn von etwa 7000 Franken generiert, der für die Skilagerfinanzierung der Primarschule Berg eingesetzt werde. In all den Jahren seien rund 250000 Franken eingenommen worden. Die elf OK-Mitglieder setzen sich gemäss Helfenberger aus Leidenschaft und mit Herzblut für die Organisation ein. «Dadurch, dass sich hier jeder kennt, wirkt auch jeder irgendwie mit. Die Suche nach Helfern war noch nie ein Problem», sagt Helfenberger. «Manche sind schon seit 40 Jahren im OK dabei.» Er selbst war bis vor einem Jahrzehnt fünfzehn Jahre lang Spielleiter. Die Organisation nehme ungefähr zwanzig Wochen in Anspruch. Da die Mehrheit der OK-Mitglieder mittlerweile ein fortgeschrittenes Alter erreiche, werde man sich für die nächsten Jahre nach neuen Interessierten umsehen müssen. «Das wird eine Herausforderung, der ich aber optimistisch entgegensehe», so Helfenberger.

Nach dem Schlusspfiff am Samstag sitzen die meisten Spieler schon im Festzelt und erholen sich bei einem kühlen Bier. Die Kinder jedoch scheinen auch nach den Spielen noch ausreichend Energie zu haben, um auf dem Feld weiter zu tschutten oder sich auf dem Spielplatz auszutoben. Nach der Rangverkündigung und vor der Abendunterhaltung sitzen die meisten draussen im Gras oder im Festzelt. Verschnaufen ist angesagt, bevor am Abend mit der Volksmusikgruppe Oesch’s die Dritten erst richtig gefestet wird.

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