Enthüllung
Thal würdigt seine Olympiasiegerin: Jolanda Neff Weg mit Sekt und ein paar Tränen eingeweiht

Das nach der Mountainbike-Olympiasiegerin benannte Wegstück in der Gemeinde Thal wurde am Dienstagabend bei einem kleinen Festakt eingeweiht. Nach der Enthüllung flossen bei der von den Gefühlen überwältigten Spitzensportlerin Tränen der Rührung.

Rudolf Hirtl
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Jolanda Neff enthüllt das nach ihr benannte Wegschild in der Gemeinde Thal; links Gemeindepräsident Felix Wüst.

Jolanda Neff enthüllt das nach ihr benannte Wegschild in der Gemeinde Thal; links Gemeindepräsident Felix Wüst.

Bild: Rudolf Hirtl

Die Schweizer Mountainbikerinnen feierten an den Olympischen Spielen in Tokio einen Dreifach-Sieg: Die heute in Goldach lebende und in Thal aufgewachsene Jolanda Neff holte sich die Goldmedaille vor ihren Teamkolleginnen Sina Frei und Linda Indergand.

Weg liegt vor der Haustüre der Eltern

Auch der Gemeinderat Thal freut sich über seine Supersportlerin. Er hat daher entschieden, der Ausnahmekönnerin eine für Thal noch nie da gewesene Ehrung zuteilwerden zu lassen. Ein Teilstück des Löwenweges, direkt vor der Haustüre ihrer Eltern gelegen, wird in «Jolanda Neff Weg» umbenannt (Ausgabe vom 12. August).

Am Dienstagnachmittag ist es dann soweit, bei einem Festakt wird die Wegtafel enthüllt. «Es ist mir einmal mehr eine Ehre, liebe Jolanda, dich hier begrüssen zu dürfen», sagt zuvor Thals Gemeindepräsident Felix Wüst. «Du hast in deiner Karriere als Mountainbikerin doch schon einige Titel gewonnen und es darf festgestellt werden, dass du die derzeit beste Mountainbikerin der Welt bist», so der Gemeindepräsident, der in der Folge nur einige der Meilensteine aufzählt: Achtfache Schweizermeisterin, vierfache Europameisterin, vierfache Weltmeisterin, dreifache Gewinnerin des Gesamt-Weltcups, dreifache Sportlerin des Jahres und monatelange Nummer 1 im Frauenmountainbike.

Mountainbike-Olympiasiegerin Jolanda Neff und ihre Eltern Sonja und Markus Neff nach der Enthüllung der neuen Thaler Wegtafel.

Mountainbike-Olympiasiegerin Jolanda Neff und ihre Eltern Sonja und Markus Neff nach der Enthüllung der neuen Thaler Wegtafel.

Bild: Andri Vöhringer

Die ganze Gemeinde ist stolz auf Jolanda Neff

Der letzte Grosserfolg sei noch in bester Erinnerung, nämlich die Krönung zur Olympiasiegerin in Tokio. Felix Wüst sagt: «Aussergewöhnliche Leistungen verdient auch aussergewöhnliche Ehre. Diese Leistungen können aber fast nicht mehr übertroffen werden. Der Gemeinderat Thal hat sich darum mehrfach damit befasst, wie diesen Leistungen die gebührende Ehre erwiesen werden kann. In diesem Zusammenhang haben wir beschlossen, dass ein Teilstück des Löwenweges, direkt vor der Haustüre von deinen Eltern, umzubenennen in «Jolanda Neff Weg», so Wüst. Mit dieser Anerkennung wolle der Gemeinderat im Namen der Bevölkerung aufzeigen, wie stolz alle in der Gemeinde Thal auf Jolanda Neff seien.

Auch eine Anerkennung für die Eltern von Jolanda Neff

Unter dem Applaus der Gäste, unter anderem sind Schulratspräsidentin Miriam Salvisberg und Gemeinderätin Sandra Bischof zugegen, zieht Jolanda Neff mit einer Schnur an der Stoffabdeckung und enthüllt die blaue Tafel für das Wegstück, das die Rheineckerstrasse mit dem Löwenweg verbindet.

«Es ist nicht selbstverständlich und wirklich eine grosse Ehre für mich», sagt sie zuerst noch gefasst. Als sie erwähnt, dass die Beschilderung «Jolanda Neff Weg» auch eine Anerkennung für ihre Eltern sei, kann sie die Tränen aber für einen Moment nicht mehr zurückhalten. «Meine Eltern haben nicht nur mich, sondern über viele Jahre im Ehrenamt auch andere Thaler Mädchen und Buben trainiert und betreut. Solche Engagements machen die Gemeinschaft aus und dafür kann man allen Beteiligten gar nicht genug danken», so Neff.

Der Jolanda Neff Weg in Thal wurde am Dienstag eingeweiht.

Der Jolanda Neff Weg in Thal wurde am Dienstag eingeweiht.

Bild: Andri Vöhringer

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