Jetzt wird es spannend: Die CVP steigt mit Trudy Cozzio in die St.Galler Stadtratswahlen

Die CVP will zurück in den St.Galler Stadtrat. Trudy Cozzio soll es bei den Gesamterneuerungswahlen am 27. September richten, wie die CVP am Dienstag bekanntgab.

Daniel Wirth
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Die CVP will mit Trudy Cozzio zurück in den St.Galler Stadtrat.

Die CVP will mit Trudy Cozzio zurück in den St.Galler Stadtrat.

pd

Die 62-jährige Lehrerin und Heilpädagogin ist kein unbeschriebenes Blatt. Im Gegenteil: Trudy Cozzio politisierte von 1996 bis 2007 elf Jahre lang für die CVP im St.Galler Stadtparlament. Sie trat zurück, als ihr Mann Nino Cozzio in den Stadtrat gewählt wurde. Nino Cozzio verstarb 2017 im Amt. Er stand zehn Jahre der Direktion Soziales und Sicherheit vor.

Seit dem Tod Nino Cozzios ist die CVP, die einst stärkste politische Kraft in Stadt und Kanton St.Gallen, nicht mehr in der Exekutive der St.Galler Kantonshauptstadt vertreten. 2017 wollten die Christlichdemokraten Boris Tschirky, Gemeindepräsident von Gaiserwald, als Nachfolger Nino Cozzios in den Stadtrat bringen. Er unterlag Sonja Lüthi von der GLP.

Jetzt will die CVP zurück in den Stadtrat. Die Ausgangslage vor den Gesamterneuerungswahlen am 27. September ist spannend. Denn bis jetzt hat erst Stadtpräsident Thomas Scheitlin (FDP) seinen Rücktritt erklärt.

Mehr Kandidierende als Sitze

Die anderen vier Mitglieder des Stadtrats treten wieder an. Das sind Markus Buschor (parteilos, Bildung und Freizeit), Peter Jans (SP, Technische Betriebe), Maria Pappa (SP, Planung und Bau) und Sonja Lüthi (GLP, Soziales und Sicherheit).

Es gibt bereits mehr Kandidierende als Sitze. Die FDP hat Mathias Gabathuler als Kandidaten fürs Stadtpräsidium und für den Stadtrat nominiert. Die SP steigt mit Maria Pappa ins Rennen ums Stadtpräsidium.

Die Familie Cozzio ist politisch sehr aktiv. Kantonsrat Bruno Cozzio wird heute zum «höchsten St.Galler» gewählt. Der 59-jährige CVP-Mann aus dem Wahlkreis Wil ist der Schwager Trudy Cozzios.