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Kellen-Knatsch: Jetzt werden Pächter für das "Sporttreff" gesucht

Weil das Wirtepaar das Restaurant auf der Kellen in Tübach verlassen will, soll die Pacht ausgeschrieben werden. Ob sich der FC Rorschach-Goldach 17 bewirbt, ist noch unklar. Und der Gemeindepräsident von Tübach äussert Bedenken.
Martin Rechsteiner
Das Restaurant Sporttreff auf der Kellen in Tübach steht bald ohne Wirte da. (Bild: Rudolf Hirtl)

Das Restaurant Sporttreff auf der Kellen in Tübach steht bald ohne Wirte da. (Bild: Rudolf Hirtl)

Das Wirtepaar des Restaurants Sporttreff auf der Kellen hat vergangene Woche bekannt gegeben, dass es den Betrieb ab 15. Juli aufgeben will. Als Grund nennen sie gesundheitliche Auswirkungen des Streits um die Pacht.

Jetzt sucht der Verwaltungsrat des Kellen-Zweckverbands einen Ersatz. Laut der gestrigen Mitteilung von Präsident Dominik Gemperli soll die Pacht für das Restaurant nach den Sommerferien per Inserat ausgeschrieben werden. Auch der FC Rorschach-Goldach 17 kann sich bewerben. Ein entsprechender Vergabeentscheid soll laut Gemperli noch vor den Herbstferien möglich sein. In der Ausschreibung will der Verwaltungsrat die Rahmenbedingungen für den künftigen Betrieb des Restaurants nennen.

FC reagiert zurückhaltend

«Natürlich haben wir die Ausschreibung im Auge», sagt FC-Präsident Markus Hundsbichler. Mit einer Bewerbung vorpreschen will er indes nicht. «Für uns ist jetzt entscheidend, wie die Rahmenbedingungen für die Pacht aussehen, ob sie erfüllbar sind. Es kann sein, dass der Verwaltungsrat diese jetzt abändert.» Dass die Pacht jetzt ausgeschrieben wird und nicht direkt an den FC geht, dafür hat Hundsbichler ein gewisses Verständnis, wie er sagt. «Wir akzeptieren den Entscheid, der so formell vermutlich auch notwendig ist.» Der FC-Präsident hätte sich aber auch vorstellen können, dass die Pacht in einem abgekürzten Verfahren an seinen Verein hätte übergehen können.

«Nun könnten die Probleme von vorne beginnen»

Michael Götte, der Gemeindepräsident von Tübach, ist insofern von den Diskussionen betroffen, als die Sportanlage auf dem Boden seiner Gemeinde steht. «Für uns ist vor allem wichtig, dass bald ein Nachfolger gefunden wird, der den Betrieb in der gleichen Qualität weiterführt.» Dass die Pacht nun ausgeschrieben werde, akzeptiere er. «Ich fände es aber besser, hätte man dem FC gleich den Restaurant-Schlüssel und die heutigen Auflagen in die Hand gedrückt.» So würde schnell klar, ob der Verein der Aufgabe gewachsen sei, wenn er schon für den Abgang des Wirtepaares mitverantwortlich sei. «Nun gibt es das Risiko, dass die ganzen Probleme von vorne beginnen, falls sich der Verwaltungsrat für einen anderen Bewerber entscheidet.»

VR-Präsident Dominik Gemperli räumt ein, dass dieses Risiko durch die Ausschreibung besteht. «Es ist aber das richtige Verfahren», sagt er. Es biete die nötige Transparenz. «Falls der FC auf diese Art den Zuschlag erhält, gibt ihm das auch die inhaltliche Legitimation für die Pacht.» Gemperli hat keine Vermutungen, wer alles ins Rennen steigen könnte, wie er sagt. «Der FC wird aber sicher Interesse haben.»

FC will während der Pause übernehmen

Von wann bis wann exakt die Ausschreibung stattfindet, sei derzeit noch nicht festgelegt, sagt Gemperli. Und auch die Bedingungen für den neuen Pächter seien noch unklar. «Diese werden sich aber vermutlich in einem ähnlichen Rahmen bewegen wie bis anhin.»

Dazu sagt FC-Präsident Hundsbichler: «Wir könnten uns vorstellen, dass das Lokal in so einem Fall in der Verantwortung des FC betrieben wird.» Dass dabei Dritte involviert sind, sei nicht ausgeschlossen.

Der Verein sei zudem mit Gemperli im Gespräch. «Da im August und September die Ausschreibung läuft, steht der Sporttreff vermutlich leer», sagt Hundsbichler. Sobald die Spielpläne da seien, soll geprüft werden, ob der FC solange, zumindest während seiner Spiele, wirten dürfe.

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