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Von Picasso bis Christo: Der Mensch rückt in den Fokus der neuen Ausstellung im Würth-Haus Rorschach

Am Sonntag eröffnet das Forum Würth in Rorschach die neue Hauptausstellung. Zu sehen sind 78 Werke, entstanden in einem Zeitraum von 130 Jahren. Zu den Stars gehören Munch, Picasso, Warhol oder Christo.
Jolanda Riedener
Jeder Griff sitzt: Würth-Mitarbeiter platzieren eine Bronze-Skulptur von Hans Arp. Ein Gemälde von Pablo Picasso (rechts) hat seinen Platz bereits gefunden, ebenso der Frauenkopf von Fernand Léger aus dem Jahr 1953 (links). (Bild: Jolanda Riedener)Jeder Griff sitzt: Würth-Mitarbeiter platzieren eine Bronze-Skulptur von Hans Arp. Ein Gemälde von Pablo Picasso (rechts) hat seinen Platz bereits gefunden, ebenso der Frauenkopf von Fernand Léger aus dem Jahr 1953 (links). (Bild: Jolanda Riedener)
Den Werken von Fernando Botero widmete das Forum Würth bereits einmal eine eigene Ausstellung. In «Von Kopf bis Fuss» ist eines seiner Werke(rechts) ebenfalls präsent.Den Werken von Fernando Botero widmete das Forum Würth bereits einmal eine eigene Ausstellung. In «Von Kopf bis Fuss» ist eines seiner Werke(rechts) ebenfalls präsent.
Max Ernst gilt als Vertreter des Surrealismus und Dadaismus. Max Ernst gilt als Vertreter des Surrealismus und Dadaismus.
Die Skulptur aus Bronze und Kunststoff ist Aushängeschild der neusten Ausstellung. Geschaffen hat sie Marc Quinn 2009, der ihr auch den Namen AAA GTATA GGCAG gab. (Bild: PD)Die Skulptur aus Bronze und Kunststoff ist Aushängeschild der neusten Ausstellung. Geschaffen hat sie Marc Quinn 2009, der ihr auch den Namen AAA GTATA GGCAG gab. (Bild: PD)
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«Von Kopf bis Fuss »- die neue Ausstellung im Forum Würth befasst sich mit dem Menschen

Eine Handvoll Arbeiter sind am Freitagnachmittag in den Ausstellungsräumen des Forums Würth in Rorschach beschäftigt. Hier noch ein Pinselstrich, dort wird ein Schriftzug platziert – die Zeit drängt, denn am Sonntagvormittag wird die Ausstellung «Von Kopf bis Fuss» eröffnet. Nach «Waldeslust» und «Menagerie» wird es menschlich. Zu sehen ist die dritte Hauptausstellung am Standort Rorschach voraussichtlich bis im Februar 2021.

In der Stadt sind die aktuellen Wegweiser bereits montiert: Sie zeigen Nicht-Ortskundigen den Weg zur Ausstellung. Ein bronzefarbenes Baby darauf zieht alle Blicke auf sich. Es ist das Aushängeschild der Kunstausstellung. Die Skulptur aus dem Jahr 2009 stammt von Marc Quinn. «Sie ist schwerer, als sie jetzt vielleicht aussieht», sagt Sonja Klee. Sie ist verantwortlich für den Umbau, für diesen nur eine Woche Zeit bleibt. Am Sonntag waren die Werke der «Menagerie» zum letzten Mal für das Publikum zugänglich, am Mittwoch kamen die 78 Stücke für die aktuelle Ausstellung bereits aus dem deutschen Künzelsau an, wo auch die Kuratorin normalerweise tätig ist.

Goldener Knabe zwischen Realität und Science-Fiction

Auf dem Sockel des Bronze-Babys von Marc Quinn sind Spielzeug-Dinosaurier und fleischfressende Pflanzen platziert. Um die Schultern trägt es einen DNA-Strang. «Das Werk zeigt die aktuelle Problematik des Menschseins», sagt Sonja Klee. Deshalb eigne sich die Skulptur als Titelbild der Ausstellung. «Sie zeigt eine bedrohliche, neue Welt und wirft Fragen auf.»

Am Sonntag ist Vernissage

Am Sonntag, 10. Februar lädt das Forum Würth zur Vernissage. Danach ist die Hauptausstellung wie folgt geöffnet: von Oktober bis März, dienstags bis sonntags, jeweils von 11 bis 17 Uhr. Ab April jeweils von 10 bis 18 Uhr.

Die Ausstellung «Von Kopf bis Fuss» zeigt ausschliesslich Werke aus der Sammlung Würth. Erstmals zu sehen war sie 2012 in Schwäbisch Hall, konzipiert für die Kunsthalle Würth. Klee adaptierte sie auf die Räumlichkeiten des Forums Würth. Das beutet auch, eine Auswahl zu treffen, da nicht alle Werke in Rorschach Platz finden. Zwar hat die Kunsthistorikerin im Vorfeld anhand eines Modells bereits alles geplant. «Es kann immer sein, dass wir vor Ort etwas umplatzieren. Das ist ganz normal.»

Krieg hat Einfluss auf die Farbgebung

Wenn es um Menschenbilder geht, darf das Porträt nicht fehlen. Zu sehen ist auch eines von Carmen Würth. Gemalt hat es der Appenzeller Carl Walter Liner. Sonja Klee sagt:

«Das klassische Porträt hat sich gewandelt. Die Kunst wurde abstrakter.»

Deutlich zu sehen sei das etwa anhand des Werks von Pablo Picasso aus den 40er-Jahren: Hals und Hand sind mehr geometrische Formen als menschliche Körperteile. Es habe damals eine Loslösung und Abstraktion vom antiken Idealbild stattgefunden.

Ausserdem habe der Künstler bewusst gedämpftere, düstere Farbtöne in den Kriegsjahren gewählt. Gemäss Klee ist Picassos «sitzende Frau im Lehnstuhl» einer der Höhepunkte der Ausstellung. Allerdings gebe es schlicht einige herausragende Arbeiten. «Zum Beispiel Edvard Munchs ‹Madonna›, Christos verhülltes Porträt von Jeanne-Claude oder Fernando Boteros ‹Guten Tag, Herr Botero›.»

Die Ausstellung «Bi öös deheem» - Gemaltes Appenzeller und Toggenburger Landleben, ist noch bis am 28. April zu sehen:

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