«Jetzt gebe ich alles, auch wenn ich dabei sterbe»: Stadt Gossau ehrt Triathlon-Doppelweltmeisterin Sandrine Benz 

Die Sportlerin Sandrine Benz ist am Mittwoch von der Stadt Gossau geehrt worden.

Timon Reich
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Sandrine Benz wurde am Mittwoch von der Stadt Gossau geehrt. Auch Schulratspräsident Urs Blaser (links) gratulierte. (Bild: Timon Reich)

Sandrine Benz wurde am Mittwoch von der Stadt Gossau geehrt. Auch Schulratspräsident Urs Blaser (links) gratulierte. (Bild: Timon Reich)

Unter tosendem Applaus und mit dem Song «Whatever you want» von Status Quo ist Sandrine Benz am Mittwochabend im Gossauer Treff 13 empfangen worden. In der gefüllten Markthalle haben sich Verwandte und Freunde, Lehrkollegen und Vorgesetzte, Mitarbeiter der Stadt sowie Fans eingefunden, um die erfolgreiche 35-Jährige zu ehren.

Benz hat Ende August an der Weltmeisterschaft in Lausanne gleich zweimal Gold im Triathlon gewonnen: im Sprint und in der Olympischen Distanz. Der Sprint besteht aus 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Velofahren und 5 Kilometer Laufen, bei der Olympischen Distanz sind die Distanzen jeweils doppelt so lang.

Beide Disziplinen bestritt Benz in der Amateurliga Age-Group innerhalb von nur 24 Stunden. Neben ihrem Engagement im Triathlon arbeitet die Wittenbacherin am OZ Buechenwald in Gossau als Sportlehrerin. Aufgrund ihres Erfolgs entschied sich die Stadt, die Mitarbeiterin zu ehren.

Nächstes Ziel: Bei den Profis mitmachen

In der Markthalle erhält Sandrine Benz viele Gratulationen zu ihrer Leistung. Unter anderem beglückwünschen sie Schulpräsident Urs Blaser und Schulleiter Thomas Eberle. Beide zeigen sich stolz, die Doppelweltmeisterin an ihrer Schule zu wissen.

Immer wieder kommt auch Benz zu Wort. Sie erzählt davon, wie sie unbedingt in Lausanne teilnehmen wollte, nachdem sie verletzungsbedingt einige Schweizer Wettkämpfe versäumt hatte. Auch spricht sie vom Moment, als sie bei der Sprint-Distanz mit der Spitzengruppe aus dem Wasser kam: 

«Ab da dachte ich mir: Jetzt gebe ich alles, auch wenn ich dabei sterbe».

Stolz präsentiert sie ihre zwei Goldmedaillen, während sie erwähnt, dass sie sich nun bei den Profis durchsetzen will. Dann bedankt sich noch bei ihrem Team und allen anderen Unterstützern: «Ich hätte nie gedacht, dass es mehr als eine Fussballmannschaft für eine Einzelsportlerin braucht.»

Vom Nobody zur Weltmeisterin

STEINACH. Wenig deutete in der Jugend auf eine Sportkarriere hin. 30jährig ist die Sportlehrerin Sandrine Benz Sprint-Triathlon-Weltmeisterin geworden.
Fritz Heinze