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Jesus, Siri und verkohlter Fleischkäse im Projektraum 4 ½

Im Projektraum Viereinhalb widmet sich das Künstlerkollektiv Fad ab Freitag alten und neuen Ikonen.
Sandro Büchler
Im Fokus der Ausstellung an der Lämmlisbrunnenstrasse stehen auch religiöse Motive. (Bild: Nana Do Carmo)

Im Fokus der Ausstellung an der Lämmlisbrunnenstrasse stehen auch religiöse Motive. (Bild: Nana Do Carmo)

Was ist eine Ikone? Diese Frage steht im Zentrum der Ausstellung, die am Freitag im Projektraum Viereinhalb eröffnet wird. Im Raum an der Lämmlisbrunnenstrasse – zwischen der Hausnummer 4 und 5 – hat das Künstlerkollektiv Fad seine Gedanken zu Skulpturen, Fotocollagen und Gemälden verarbeitet.

Organisator Axel Oberstrass hat einen im Backofen vergessenen Fleischkäse als Ausgangspunkt für seine Skulptur genommen. Dass der Fleischkäse als Kunstobjekt just im Viereinhalb ausgestellt wird, sei ein schöner Zufall. Denn der Projektraum war früher eine jüdische Metzgerei. Oberstrass sagt:

«Das ist mit einem leichten Schalk zu verstehen, aber nur ein Aspekt der Plastik.»

Vielmehr gehe es ihm um Biochemie und die genetische Ähnlichkeit von Mensch und Tier.

Eine Computerstimme spricht mit

Blick ins Atelier von Ramon Brun, wo die bewegliche Installation entstanden ist. (Bild: PD)

Blick ins Atelier von Ramon Brun, wo die bewegliche Installation entstanden ist. (Bild: PD)

Traditionell stelle man Götter und Heilige oft als Ikonen dar, sagt Ramon Brun, einer der Künstler. «Jesus am Kreuz ist so ein Sinnbild.» Die Betrachtung einer Ikone sei deshalb oft mit Emotionen verbunden. Diesen Gedanken habe er in seiner beweglichen Installation in einen aktuellen Kontext gesetzt.

Unter Ikonen kann man auch Idole im weitesten Sinn verstehen. Manche denken dabei an Nelson Mandela, Janis Jop­lin oder Muhammad Ali. In der Ausstellung widmet sich einer der Künstler hingegen einer digitalen Ikone: der Computerstimme Siri. «Sie wird in einer Rauminstallation zu Wort kommen», sagt Brun.

Hinweis

Vernissage am Freitag, 6. September ab 18 Uhr; anschliessend ist die Ausstellung folgendermassen geöffnet: Samstag, 7. Sept. 14–24 Uhr; Sonntag, 8. Sept. 11–16 Uhr; Montag, 9. Sept. bis Mittwoch 11. Sept., je von 17–21 Uhr. Weitere Infos unter www.viereinhalb.ch

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