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Frust in Häggenschwil: Adventskalender fällt ins Wasser

In Häggenschwil gibt es dieses Jahr keinen Adventskalender auf der Dorfwiese. Die Frauengemeinschaft sucht jedes Jahr im Herbst Mitwirkende. Beim Adventskalender handelt es sich eigentlich um Schubladen in aufgestellten Tannen und Sternen. Da sich dieses Jahr nur acht Freiwillige gemeldet haben, bleibt die Dorfwiese jedoch leer. Katja Mucnjak, Präsidentin der Frauengemeinschaft, ist enttäuscht.
Elena Fasoli
Der Adventskalender in Häggenschwil fällt dieses Jahr aus. (Bild: Coralie Wenger, 12. Dezember 2014)

Der Adventskalender in Häggenschwil fällt dieses Jahr aus. (Bild: Coralie Wenger, 12. Dezember 2014)

Was denken Sie, woran liegt das geringe Interesse am Adventskalender?

Ich glaube, jeder möchte den Adventskalender anschauen, aber keiner will sich darum kümmern. Viele Leute sagen, sie hätten keine Zeit.

Wie viel Aufwand ist es, eine Schublade zu schmücken?

Meiner Meinung nach ist der Aufwand nicht gross. Ich habe selber jeweils eine Schublade mit meinen Kindern gestaltet und dafür einen Mittwochnachmittag benötigt. Die Schubladen haben etwa A3-Grösse. Womit man sie füllt, ist jedem selber überlassen. In vergangenen Jahren hatten wir beispielsweise Fenster, die mit Lebkuchenhäusern, Engel-Sujets oder Serviettentechniken geschmückt waren.

Wie haben Sie versucht, Freiwillige zu finden?

Wir haben zwei Informationsanlässe veranstaltet, um die Leute über den Kalender, die «Chranzete» und unseren Weihnachtsverkauf zu informieren. Damit wollten wir auch neue Leute ansprechen, die noch nie mitgemacht haben. Es kam aber nur eine Person.

Katja Mucnjak ist Präsidentin der Frauengemeinschaft Häggenschwil; Bild: PD

Katja Mucnjak ist Präsidentin der Frauengemeinschaft Häggenschwil; Bild: PD

Was haben Sie dann gemacht?

Wir haben zweimal im Gemeindeblatt von Häggenschwil aufgerufen. Schlussendlich meldeten sich Freiwillige für acht Schubladen des Adventskalenders: die Gemeindeverwaltung, drei Jugendliche und vier Familien. Wir haben wirklich nicht erwartet, dass nur so wenige Leute mitmachen wollen.

Haben Sie in anderen Jahren immer genügend Leute gefunden?

In der Regel waren nach dem Aufruf nie alle Schubladen vergeben. Es waren jedoch meistens drei bis vier Fenster, die fehlten. Wir von der Frauengemeinschaft haben dann telefonisch Leute angefragt. Da wir dieses Jahr deutlich mehr Personen hätten finden müssen, haben wir schweren Herzens entschieden, dies nicht zu tun. Ich bin überzeugt, dass wir über unsere persönlichen Kontakte genügend Leute gefunden hätten. Doch wenn sich niemand von selbst meldet, ist es nicht unsere Pflicht, jeden anzurufen.

Haben Sie Rückmeldungen erhalten, als bekannt wurde, dass es keinen Adventskalender gibt?

Ja, die Leute finden es alle schade und können es nicht glauben. Ich bin selber enttäuscht.

Werden Sie 2019 wieder einen Adventskalender organisieren?

Wir haben beschlossen, es erneut zu versuchen. An der Hauptversammlung der Frauengemeinschaft werde ich auf den Adventskalender hinweisen. So werden nächstes Jahr hoffentlich mehr Leute mitmachen. (elf)

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