Regionalfussball
Für den FC Abtwil-Engelburg ist jede Partie ein Finalspiel

Der FC Abtwil-Engelburg nimmt als erster Klub aus der Region die Meisterschaft in der 2. Liga wieder auf.

Ives Bruggmann
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Der FC Abtwil-Engelburg und Dominik Höhener (Mitte) gastieren am Sonntag in Rapperswil.

Der FC Abtwil-Engelburg und Dominik Höhener (Mitte) gastieren am Sonntag in Rapperswil.

Michel Canonica

Weil der FC Abtwil-Engelburg noch ein Nachtragsspiel zu absolvieren hat, steht er als erster Klub der Region wieder in der 2. Liga im Einsatz. Die verkürzte Saison mit nur elf Partien bringt für das Team von Trainer Marc Blumer eine brisante Ausgangslage mit sich. Es kann sowohl aufsteigen als auch absteigen – so nahe sind in der Tabelle (siehe Kasten) alle Equipen beieinander. Die Gefahr eines Abstiegs in die 3. Liga ist zugegebenermassen minim, da einerseits alle Mannschaften hinter Abtwil-Engelburg punkten, andererseits die St.Galler noch fleissig Strafpunkte in Form von Karten sammeln müssten.

Spannende Ausgangslage für Abtwil-Engelburg.

Spannende Ausgangslage für Abtwil-Engelburg.

football.ch/ofv

Deshalb kann Abtwil in den restlichen drei Partien eigentlich nur gewinnen. Holen die Gaiserwalder dreimal drei Punkte, steigen sie in die 2. Liga interregional auf – aber nur dann. Setzt es zum Auftakt am Sonntag gegen Rapperwil-Jona II keinen Auswärtssieg ab, sind die Aufstiegsträume bereits wieder geplatzt.

Achtungserfolg gegen Uzwil

Abtwil-Engelburg liess sich von den Einschränkungen aufgrund der Coronavorschriften im Trainingsbetrieb nicht bremsen. Im Gegenteil. Trainer Blumer arbeitete mit seinen Fussballern viel in den Bereichen Technik, Ausdauer und Passgenauigkeit. Gemäss Blumer baute die Mannschaft dadurch die Qualität im Passspiel und mit dem Ball am Fuss weiter aus. Seit Anfang Juni üben die Abtwiler – wie alle anderen Teams – wieder ohne Einschränkungen. Die Zeit reichte sogar noch für zwei Testspiele, in denen die St.Galler resultatmässig überzeugten. Gegen Uzwil, den souveränen Leader der 2. Liga interregional, holten sie ein 2:2-Unentschieden. Dank der Treffer von Silvan Spescha und Mattias Gröli drehte das Team von Trainer Blumer den frühen 0:1-Rückstand und führte bis in die Schlussviertelstunde. Gegen das 3.-Liga-Team des FC Appenzell liess Abtwil am Dienstagabend beim 3:1-Sieg nichts anbrennen.

Der Erfolgstrainer bleibt auf der Spiserwies

Eine weitere positive Nachricht verkündete der Verein kürzlich. Erfolgstrainer Blumer bleibt dem FC Abtwil-Engelburg auch in der nächsten Saison erhalten – ligaunabhängig. Er ist seit 2016 im Amt und entwickelte die Mannschaft in dieser Zeit trotz zahlreicher Abgänge immer weiter. In der kommenden Saison wird der Cheftrainer neu von Tomislav Mijatovic assistiert, Torhütertrainer wird dann Gilberto Marcazzan sein. Sie folgen auf Roman Schmid und Martin Rechsteiner.

Doch zuerst steht nun das verlockende Saisonfinale der verkürzten Coronaspielzeit an. Abtwil-Engelburg nimmt die Aussenseiterrolle gerne an, denn sowohl Frauenfeld als auch Rapperswil stehen unter Siegzwang. Trainer Blumer sagt: «Wir müssen nicht gewinnen, wir dürfen.»