Internet der Dinge: Rorschacher Passanten halten 5G für unnötig

Schweizer Mobilfunkanbieter rüsten ihre Antennen für den neuen Standard 5G, auch in der Region Rorschach. Bezüglich Risiken und Nutzen sind sich Passanten uneins.

Rahel Jenny Egger
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Telekomanbieter machen vorwärts mit dem Bau von 5G-Antennen. (KEYSTONE/Leandre Duggan)

Telekomanbieter machen vorwärts mit dem Bau von 5G-Antennen. (KEYSTONE/Leandre Duggan)

Eine Umstellung vom jetzigen 4G Netz zu 5G würde die Reaktionszeit des Internets auf beinahe Echtzeit verkürzen. In der Umfrage mit Passanten zeigt sich, die Mehrheit der Rorschacher und Rorschacherinnen scheint persönlich kein schnelleres Netz zu brauchen. In Anbetracht des technischen Fortschrittes jedoch, befinden viele eine Umstellung für unumgänglich. Die dadurch verursachte Erhöhung der noch kaum erforschten elektromagnetischen Bestrahlung scheint zwar keine Panik zu verursachen. Eine Langzeitstudie zu den Auswirkungen würde aber dennoch nicht schaden

Franz Inauen: Für Privatpersonen wie mich ist ein schnelleres Netz nicht zwingend nötig. Ich bin zufrieden mit der Geschwindigkeit. Aber für Behörden und Amtsstellen ist ein 5G Netz von grossem Vorteil. In Bezug auf die Strahlung, fände ich eine Aufschiebung der Umstellung sinnvoll. Zumindest bis klare Ergebnisse zu den Auswirkungen vorliegen.

Andrina Hagmann: Es braucht kein schnelleres Internet. Der jetzige Netzstandard ist genügend. Ein schnelleres Internet bedeutet auch ein schnelleres Lebenstempo und somit mehr Stress. Zur Strahlung mache ich mir schon ein Stück weit Gedanken. Eine wissenschaftliche Langzeitstudie zu den Folgen wäre sehr wichtig,dauert aber zu lange für die Anbieter.

Lukas Herrmann: Mit dem jetzigen Surftempo bin ich sehr zufrieden. Allgemein braucht es kein schnelleres Netz, denke ich. Dass die Strahlung erhöht wird, macht mir ernsthafte Sorgen. Man sollte bei solchen Dingen lieber zuerst die wissenschaftlichen Ergebnisse abwarten. Diese Entscheidungen betreffen schlussendlich uns alle.

Davide De Martino: Wir hatten die gleichen Diskussionen schon bei der Umstellung auf das 4G Netz. Beim 5G Standard wird es deswegen nicht anders ablaufen, denke ich. Für mich persönlich braucht es aber kein schnelleres Internet. Die höhere Bestrahlung macht mir keine Sorgen. Bis jetzt gibt es noch keine offiziell bekannten Risiken.

Marina Samuilova: Ich bin für die Umstellung. Vor allem die junge Generation braucht ein schnelleres Internet und guten Empfang. Auch die vielen abgelegenen Gebiete in den Bergen könnten vom besseren Netz profitieren. Angst vor der Strahlung habe ich keine. Beweise für gesundheitliche Schäden gibt es noch nicht und es ist wichtig, sich an den Fortschritt anzupassen.

Alexandra Ravosio: Ich persönlich bin sehr zufrieden mit dem Netz. Meiner Meinung nach braucht es diese Entwicklung nicht, aber sie wird wohl zwingend kommen. Wegen der stärkeren Bestrahlung gerate ich nicht gleich in Panik, aber ich mache mir schon meine Gedanken. Man weiss noch viel zu wenig über die Langzeit Auswirkungen.

Raphael Peter: Es braucht meiner Meinung nach kein schnelleres Internet. Bis jetzt sind wir ja auch mit der langsameren Geschwindigkeit klar gekommen. Über die Strahlung mache ich mir auf jeden Fall meine Gedanken. Wir sind heute schon genug Strahlen ausgesetzt. Ich sage deswegen stets klar nein zu grösserer Bestrahlung.

Daria Hinder: Es ist mir eigentlich relativ gleichgültig, ob die Schweiz ihren Netzstandard verbessert. Ich bin zufrieden mit dem 4G Standard. Um die Folgen einer stärkeren Bestrahlung mache ich mir keine grossen Sorgen. Solange noch keine wissenschaftliche Studie vorliegt, glaube ich nicht an negative Auswirkungen

Edeltraud Längle: Umgehen können wir den 5G Standard nicht. Wenn die Digitalisierung so rasant weiterschreitet, brauchen wir das schnellere Netz. Vor allem für die Industrie oder zum Beispiel das Spitalwesen. Es gibt auch viele Orte, die teilweise immer noch sehr schlechten Empfang haben. An negative Auswirkungen der Bestrahlung glaube ich eher weniger.