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In Mörschwiler Sprözähüsli kehrt Leben ein

Das Sprözähüsli in Mörschwil erstrahlt in neuem Glanz. Vier Monate lang haben Freiwillige das ehemalige Feuerwehrdepot umgebaut und neu eingerichtet. Am Samstag wird das Haus mit einem Fest eröffnet.
Perrine Woodtli
Claire Guntern und Willi Rüedi im Sprözähüsli. Nach monatelanger Renovationsarbeit eröffnet das Haus am Samstag. (Bild: Thomas Hary)

Claire Guntern und Willi Rüedi im Sprözähüsli. Nach monatelanger Renovationsarbeit eröffnet das Haus am Samstag. (Bild: Thomas Hary)

Von aussen sieht das Sprözähüsli aus wie immer. Ganz im Gegensatz zum Inneren des schmucken Backsteinhauses mit der rot-grünen Fassadenverzierung. Seit Frühling ist die Stiftung Generationenkreis die Mieterin des ehemaligen Feuerwehrdepots. Die Stiftung will aus dem Haus einen Ort des Austausches und der Begegnung zwischen Jung und Alt machen. Dazu haben die Mitglieder das Haus in den vergangenen vier Monaten umgestaltet.

Auch an diesem Morgen ist einiges los im Sprözähüsli. Es wird aufgeräumt, geputzt und alles an den richtigen Platz gerückt. Soeben ist die Küche geliefert worden. Diese wird bis Freitag eingebaut. Denn am Samstag muss alles fertig sein. Dann öffnet das Sprözähüsli seine Türen. «Es herrscht ein wenig Hektik so kurz vor Schluss», sagt Claire Guntern. Sie ist die Präsidentin des Vereins «S’alt Sprözähüsli», der im Juli gegründet wurde und für den Betrieb zuständig ist. Nun könne man zeigen, was in der vergangenen Zeit alles geschaffen wurde.

Rote Feuerwehrschläuche und ein Fenster als Tisch

Fotos an den Wänden zeigen, wie es vor den Arbeiten aussah. Das Sprözähüsli wurde über 30 Jahre als Einstellhalle von einer Spenglerei genutzt. Die Räume waren zugestellt und von einer dicken Staubschicht bedeckt. Vieles wurde entsorgt, vieles konnte der Verein aber auch behalten. «Wir haben etwa Schränke und Regale auseinander gebaut und das Holz wiederverwendet», sagt Vorstandsmitglied Willi Rüedi.

Im Erdgeschoss wurden die Wände und die Türen neu gestrichen sowie die rustikalen Dachbalken geputzt und geschliffen. Nebst Tischen und Stühlen aus Holz lädt eine Holzbank zum Verweilen ein. Der Weg in den ersten Stock und in den Turm des alten Feuerwehrdepots führt über die neue Holztreppe, die kürzlich eingebaut wurde. Weil die alte Treppe nicht mehr sicher war, musste eine neue her. «Das war für uns die grösste Herausforderung», sagt Rüedi.

«Zum Glück kam die Gemeinde für die Kosten auf.»

Von der Dachdecke des Turms hängen im Treppenhaus bis zum Boden hinunter rote Feuerwehrschläuche – eine Idee von Guntern. «An Ideen hat es hier nie gefehlt.» Davon zeugen auch die Details im oberen Raum. So steht dort anstelle eines Salontischs ein Fenster auf einer Holzkiste. Beim Fenster handelt es sich um ein altes des Restaurants Adler. Aus dem Raum, der vorher an eine Gerümpelkammer erinnerte, ist ein kleines Bijou geworden. Rote Sessel, ein Sofa, ein grosser Tisch mit Stühlen sowie Lampen sorgen für Wohnzimmercharakter. Die Möbel erhielt der Verein von einigen Mörschwilern und aus der Brockenstube.

«Es ist toll, wie uns alle unterstützen, und dass das Haus auf so viel Sympathie stösst», sagt Guntern. Ein Teil der Einrichtung stammt auch aus dem ehemaligen Hotel Walhalla in St. Gallen, zu dem ein Bekannter den Kontakt herstellte. Guntern begutachtet den Raum.

«Ich hätte nie gedacht, dass in so einer kurzen Zeit so etwas entsteht.»

Schliesslich seien sie alle keine Fachleute, sondern Laien. Gebaut haben sie alles alleine. Sogar das WC.

Ideen kamen Schritt für Schritt

Bei den Umbauarbeiten haben rund 20 Helfer, darunter auch einige Flüchtlinge, mitgewirkt. Es seien zeitintensive Monate gewesen – «aber schöne», sind sich Guntern und Rüedi einig. Zu Beginn konnte sich keiner der beiden vorstellen, wie das Sprözähüsli aussehen würde. «Wir wussten, dass wir etwas daraus machen wollen», sagt Rüedi. «Was es aber genau wird, wussten wir nicht. All die Ideen kamen Schritt für Schritt.»

Nach dem Fest startet diesen Monat das Programm im Sprözähüsli. Geplant sind unter anderem Konzerte, ein Most-Marroni-Fest und Polittalks. Man wolle mit derselben Begeisterung und demselben Schwung weitermachen wie bisher, sagt Guntern.

«Wir haben nun die Vorarbeit geleistet. Jetzt freuen wir uns, wenn Leben ins Sprözähüsli einkehrt.»

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