330 haben unterschrieben: In Rorschacherberg lancieren Bürger eine Initiative zur Schulwegsicherheit

Das Komitee Schulwegsicherheit hat dem Rorschacherberger Gemeinderat die Initiative mit 330 Unterschriften überreicht. Es folgt eine Abstimmung an der Urne.

Jolanda Riedener
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Stefan Biehle (von links), Gregor Thurnherr und Madeleine Hilfiker vom Initiativkomitee überreichen die Initiative zur Schulwegsicherheit an Schulpräsident Markus Fässler und Gemeindepräsident Beat Hirs.

Stefan Biehle (von links), Gregor Thurnherr und Madeleine Hilfiker vom Initiativkomitee überreichen die Initiative zur Schulwegsicherheit an Schulpräsident Markus Fässler und Gemeindepräsident Beat Hirs.

Bild: Jolanda Riedener

Elterntaxis sind ein Problem. Auch in Rorschacherberg und insbesondere bei der Primarschule Klosterguet. Weil an der Bürgerversammlung 2018 ein Kreiselprojekt abgelehnt wurde, das die Situation hätte entschärfen sollen, haben sich einige Eltern und Betroffene zusammengetan. Entstanden ist die Initiative «zur Verkehrsberuhigung rund um das Schulhaus Klosterguet in Rorschacherberg».

Am Donnerstag haben einige Mitglieder des Komitees nun 330 Unterschriften an den Gemeinderat Rorschacherberg übergeben. Mindestens 218 gültige Unterschriften wären nötig gewesen. Das ambitionierte Ziel der Initianten waren 1000 Unterschriften. Im Nachhinein sei dieses wohl etwas gar optimistisch gewesen. «Dass es in Rorschacherberg keinen wirklichen Dorfkern gibt, hat das Unterschriftensammeln erschwert», sagt Madeleine Hilfiker, Präsidentin des Komitees. Gute Erfahrungen habe man dafür bei Unterschriftenaktionen vor der Bäckerei Motzer gemacht. Dabei seien viele gute Gespräche entstanden.

Kreisel ist für die Bürger ein Reizwort

«Wir sind auf viel Verständnis gestossen, es gab aber auch kritische Stimmen», sagt Gregor Thurnherr. Auch er hat Schwierigkeiten beim Unterschriftensammeln festgestellt. Insbesondere an Anlässen in der Vorweihnachtszeit sei man nicht erwünscht gewesen. Beeindruckt habe ihn, dass auch Gegner des damaligen Kreiselprojekts ihre Unterstützung bekundeten. Gleichzeitig sieht das Komitee im Kreisel den grössten Knackpunkt. «Viele der Bürger wünschen sich eine andere Lösung», sind sich die Initianten einig, das habe sich aus den vielen Gesprächen herauskristallisiert. Dieses Anliegen geben sie auch Gemeindepräsident Beat Hirs mit.

«Wir müssen dahingehend gut kommunizieren», sagt Hirs. Er sehe dies als Chance, der Bürgerschaft das Anliegen näher zu bringen und bedankt sich beim Initiativkomitee für die geleistete Arbeit. Nun sei es Aufgabe der Gemeinde, die Unterschriften zu bereinigen – nur Unterschriften von Stimmberechtigten sind gültig. Hirs ist zuversichtlich, dass die Initiative zu Stande kommt, schliesslich haben die Beteiligten einen Puffer von 112 Unterschriften. Ist die Initiative gültig, arbeitet der Gemeinderat eine Abstimmungsvorlage aus. Dabei bleibe man im Austausch mit dem Initiativkomitee. Darauf folgt eine Urnenabstimmung. Ins aktuelle Budget nimmt der Rat vorsorglich bereits einen Betrag zur Realisierung des Projekts auf.