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In Waldkirch werden dieses Jahr rund 2000 Tonnen weniger Äpfel und Birnen abgeladen

Seit Mitte August ist die Obstannahmestelle in Betrieb. Schneefälle im Frühling und Hagel haben die diesjährige Ernte beschädigt. Die Bauern der Region laden in dieser Saison deshalb weniger Obst ab.
Alexa Maier
In jeder Saison nutzen rund 200 Landwirte die Obstannahmestelle in Waldkirch. (Bild: Alexa Maier)

In jeder Saison nutzen rund 200 Landwirte die Obstannahmestelle in Waldkirch. (Bild: Alexa Maier)

Der Geruch von Äpfeln nimmt Richtung Towerhotel in Waldkirch immer mehr zu. Eine Bäuerin fährt auf einem blauen Traktor an die Obstannahmestelle. Auf ihrem Anhänger hat sie 1,6 Tonnen Äpfel geladen. Sie öffnet die Ladefläche und Tausende grüne, rote und braunfleckige Äpfel purzeln in die Mulde. «Rund 450 Franken bekomme ich von Möhl für diese Ladung», sagt die Bäuerin.

Damit nicht jeder Landwirt aus der Region mit seinen Kleinmengen an Äpfeln und Birnen nach Arbon zur Mosterei Möhl fahren muss, steht in Waldkirch eine Obstannahmestelle. «Diese gibt es schon seit rund 80 Jahren», sagt Sepp Oberholzer, Verantwortlicher der Annahmestelle.

Seit Mitte August ist die Annahmestelle in Betrieb. Bis vor kurzem wurden aber nur Fallobst und die frühen Apfelsorten wie Gravensteiner zur Annahmestelle gebracht. «Erst jetzt läuft es richtig», sagt Sepp Oberholzer.

Hagel, Schnee und eine zu lange Kaltperiode

Wegen Hagels und Schneefällen im Frühling fiel die Ernte dieses Jahr nicht sonderlich gut aus. Ein bisschen Schnee ist laut der Bäuerin kein Problem, jedoch war die Kaltperiode im letzten Frühling zu lange.

«Dieses Jahr habe ich nur ein Drittel der Äpfel im Vergleich zum letzten Jahr ernten können.»

2018 wurden knapp 5000 Tonnen Obst von Waldkirch nach Arbon gebracht – ein Spitzenjahr. Sepp Oberholzer bezeichnete es als «ganz verrückt». Lange Warteschlangen und Traktoren, die aufs Trottoir ausweichen müssen, gäbe es dieses Jahr nicht. In dieser Saison wird mit rund 2500 bis 3000 Tonnen Obst gerechnet.

«Es ist nicht schlecht, dass die Ernte in diesem Jahr nicht gleich gut ausfällt wie letztes Jahr»

Sonst gibt es laut Oberholzer zu viel Obst in der Schweiz. Möhl habe wegen des letztjährigen Spitzenjahrs noch genug Obstsaftkonzentrat für die nächsten Jahre.

120000 Franken verdient ein Bauer mit seinen Äpfeln

Die rund 200 Bauern, die in jeder Saison ihr Obst in die Mulde in Waldkirch schütten, werden von der Mosterei Möhl entlohnt. 100 Kilogramm geben rund 25 bis 30 Franken. Biobauern verdienen ein wenig mehr. «Der Bauer mit dem grössten Betrieb bringt jeweils rund 400 Tonnen Äpfel», sagt Oberholzer. Er verdient also rund 120000 Franken. Bis Anfang November können die Landwirte ihr Obst noch abladen. Nicht nur in Waldkirch, sondern auch im Nachbardorf Bernhardzell.

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