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In Tübach werden Grenzen durch Sport überwunden

Bei der ersten Durchführung von «Sport und Spass grenzenlos» in Tübach machen 
Menschen mit und ohne Handicap zusammen Sport. Bei dem Anlass sind auch viele Prominente dabei.
Maria Keller
Beim Mikado sollten Hemmungen abgebaut werden. (Bild: Maria Keller)
Christian Lohr zusammen mit Medienverantwortlicher Fredi Kurth. (Bild: Maria Keller)
Paralympicsportlerin Sandra Graf (Bild: Maria Keller)
FCSG Spielerlegende Marc Zellweger nahm auch an der Veranstaltung teil. (Bild: Maria Keller)
Bei den Spielen ging es nicht um den Gewinn, sondern um den Spass und Grenzen zu überwinden. (Bild: Maria Keller)
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Tübach bringt bei "Sport und Spass grenzenlos" Menschen mit und ohne Behinderung zusammen

«Oft wissen die Leute nicht, wie sie auf mich zugehen sollen.» Paralympicsportlerin Claudia Hüttenmoser sitzt links von Nationalrat Christian Lohr und Blindensportler Virgil Desax. Die Podiumsdiskussion zum Auftakt der Veranstaltung «Sport und Spass grenzenlos» ist gut besucht. Das Motto des heutigen Anlasses geben OK-Präsident und Tübacher Gemeindepräsident Michael Götte und Moderator Erwin Ganz bekannt: «Grenzen überwinden.»

Christian Lohr moderiert die Talkrunde. Die Curlingspielerin Hüttenmoser und der Blindensportler Desax, der sich für zahlreiche Sportarten begeistert, bestätigen: Sport mit Handicap, das geht. Das beweist auch der sogenannte inklusive Anlass auf dem Sportplatz Kellen. 16 gemischte Teams wurden gebildet, mit je fünf Teilnehmern mit und ohne Behinderung und einer prominenten Persönlichkeit. So stehen an diesem Sonntag neben Hüttenmoser und Desax auch FCSG-Spielerlegende Marc Zellweger, Paralympicsportlerin Sandra Graf oder Nationalrat Markus Hausammann auf dem Spielfeld. Letzterer ist motiviert. «Ausser dass ich mich auf dem Weg hierher verlaufen habe, stimmt alles. Das Wetter ist wie bestellt.» Zahlreiche weitere bekannte Persönlichkeiten laufen einem beim Schlendern über den roten Platz über den Weg.

Sportarten der 
etwas anderen Art

etwas anderen Art Fussball oder Volleyball werden hier vergebens gesucht. Stattdessen spielen die Teams Riesen-Mikado, Glücksstafette oder testen ihre Sinne an verschiedenen Stationen des Parcours «gemeinsam grenzenlos». Bei «Tipp-Kick» wird mit zweifarbigen Bällen gespielt, die jeweils nur von der Mannschaft gespielt werden darf, deren Farbe gerade oben liegt.

Einen Einblick in die Wahrnehmung einer sehbehinderten Person gibt das Dunkelzelt des Blindenfürsorgevereins obvita. Mit der Hand an der Schulter, einer Nicht-Sehenden, tappen Sehende innerhalb des Zeltes im Dunkeln. Dort ist man froh um die wegweisende Schulter an der rechten Hand. Die blinde Begleiterin sagt:

«Die Leute erleben die Einschränkung am eigenen Leib und werden so auf das Thema sensibilisiert.»

Die Spiele sind in vollem Gange und Michael Götte zieht ein erstes positives Fazit. «Durch meine politische Position sind mir Menschen mit Behinderung nicht fremd, doch hier komme ich in einen viel direkteren Kontakt mit ihnen. Als Mitspieler lerne ich selbst unglaublich vieles zum konkreten Umgang mit dem Thema Handicap.»

Anlass in Tübach
feierte Premiere

Vor fast zwei Jahren wurde er für die Organisation des Events angefragt. «Nach dem heutigen Tag bereue ich die Zusage definitiv nicht», sagt Götte und lacht. Dass alles wie geplant verlaufen sei, bestätigt auch Medienverantwortlicher Fredi Kurth. «Nur die Leute könnten noch ein bisschen mehr sein.» Erwartet worden seien etwa 1000 Anwesende, der Stand sei tiefer. «Besonders an regulären Zuschauern mangelt es», sagt Götte. Das liege auch daran, dass der Anlass in Tübach Premiere feiert. Die Stimmung auf dem Sportplatz könnte friedlicher nicht sein. Bei den Spielen wird gelacht, gejubelt und einander geholfen. An den Sieg scheinen die wenigsten zu denken, geht es doch darum, miteinander in Kontakt zu kommen. In der Mittagspause singen die «Sunsingers» aus dem Rheintal, bestehend aus 45 Menschen mit Behinderung und 20 Betreuern. Nachmittags verteilen die beiden FCSG-Spieler Musah Nuhu und Kekuta Manneh Autogramme. «Das ist bisher das Beste am ganzen Tag», sagt ein Junge mit Downsyndrom.

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