In Rorschacherberg sind vor Baustart bereits 16 Lofts verkauft

Auf dem Kopp-Areal schreiten die Arbeiten voran. Dabei wurden geschützte, aber kranke Bäume gefällt.

Jolanda Riedener
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Auf dem Rorschacherberger Kopp-Areal sollen 34 Eigentumswohnungen entstehen. (Bild: Lisa Wickart)

Auf dem Rorschacherberger Kopp-Areal sollen 34 Eigentumswohnungen entstehen. (Bild: Lisa Wickart)

Exklusiver Wohnraum direkt am See: Die Eigentumswohnungen auf dem Kopp-Areal in Rorschacherberg adressieren gut betuchte Bürger. Die Firma Selectivbau erstellt auf dem Gelände der ehemaligen Textilveredelungsfabrik 34 Eigentumswohnungen in vier Wohnhäusern. Die Bagger sind schon länger aufgefahren. Der Abbruch der Fabrikhallen ist mittlerweile abgeschlossen. «In den nächsten Wochen erwarten wir die Baubewilligung», sagt Hans Bereuter, der zusammen mit Patrick Thoma die Überbauung realisiert.

Abbruch und Neubau sind in zwei Verfahren unterteilt, da das Areal einem Sondernutzungsplan unterstellt ist und mehrere Ämter betroffen sind. Bereuter sagt:

«In einem nächsten Schritt werden Erdsonden erstellt.»

Diese Arbeiten werden am kommenden Montag starten. Die Gegebenheiten direkt am Seeufer sind speziell. Die Bauten müssen mit Auf- und Abtrieb klarkommen, sowie den Druck im Fall von Hochwasser ausgleichen.

Beinahe die Hälfte der Wohnungen ist verkauft

Anschliessend folgt der Aushub. Damit verbunden ist auch die Entsorgung von belastetem Boden. Durch die Tätigkeit der ehemaligen Textilveredelungsfabrik sind vor allem Schwermetalle im Boden gelandet. Die Belastung auf dem Areal ist gemäss Kanton allerdings nicht erheblich umweltschädigend. Gegen Herbst wollen die Planer den tiefen Seepegel dazu nutzen, die Tiefgaragen zu bauen. Bereuter rechnet mit einer Bauzeit von zwei Jahren. Die Eigentumswohnungen würden aber bereits jetzt «auf erfreuliches Interesse stossen». Patrick Thoma ergänzt:

«16 der 34 Wohnungen sind bereits verkauft.»

Dies ohne aktives Bewerben. Im Herbst werde man die Verkaufsaktivitäten fördern. In den Visualisierungen ist bereits der geplante Seeuferweg zu sehen. Diesen sehen die Planer nicht als Hemmnis, sondern werten den Fussweg positiv in der Umgebungsgestaltung.

Ersatzbepflanzung am Seeufer folgt

Weichen mussten auf dem Areal der ehemaligen Textilfabrik auch mehrere Bäume. Das Gehölz im Uferbereich wurde im Januar gefällt, trotz ihres schützenswerten Status. Der Rorschacherberger Richard Häberli hat sich beim Kanton beschwert und verweist auf die Bauminventarliste.

«Die Kompetenz darüber, ob diese Bäume gefällt werden dürfen, liegt beim Kanton und nicht bei der Gemeinde», sagt Häberli.

Gemeindepräsident Beat Hirs bestätigt das Vorgehen. Ein Landschaftsarchitekt habe sich der Bepflanzung angenommen und festgestellt, dass deren Zustand schlecht ist und es durch die teils abgestorbenen Pflanzen zu einer Gefährdung kommen kann. «Der Rat hat deshalb die Fällbewilligung erteilt, unter der Bedingung, eine Ersatzbepflanzung vorzunehmen», sagt Hirs. Diese besteht unter anderem aus Ahorn und Kirschbaum. Sie wird erst mit der Umgebungsgestaltung der Wohnbauten in Angriff genommen.