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In Rorschach suchten Frauen nach Lösungen gegen die weibliche Altersarmut

Bei einem überparteilichen Podium sprachen Frauen über ihre Schwierigkeiten in der Arbeitswelt uns suchten nach Lösungen, diese zu verringern.
Ramona Riedener
Von links nach rechts: Monika Scherrer, Barbara Gysi, Moderatorin Sybille Stillhart, Susanne Vincenz-Stauffacher, Franziska Ryser. (Bild: Ramona Riedener)

Von links nach rechts: Monika Scherrer, Barbara Gysi, Moderatorin Sybille Stillhart, Susanne Vincenz-Stauffacher, Franziska Ryser. (Bild: Ramona Riedener)

Tiefe Löhne, fehlende Angebote für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und tiefe Renten im Alter: Am Samstag trafen sich Frauen aus verschiedenen politischen Lagern in der Feldmühle, um über diese Themen und ihre Auswirkungen zu sprechen. Der Anlass wurde von den St.Galler SP Frauen und der SP Rorschach organisiert.

An der überparteilichen Podiumsdiskussion beteiligten sich die Nationalratskandidatinnen Barbara Gysi (SP), Franziska Ryser (Grüne), Monika Scherrer (CVP) und Susanne Vincenz-Stauffacher (FDP) unter der Moderation der Buchautorin Sybille Stillhart.

«Zurückversetzt in vergangenes Zeitalter»

Einführend ins Thema berichtete die Juristin und Mutter Nexhla Medii aus Rorschach von ihren persönlichen Erfahrungen. Trotz Uniabschluss hatte es die junge Muslimin als Studienabgängerin schwer, eine Stelle zu bekommen. «Als ich schwanger wurde, fühlte ich mich zurückversetzt in ein vergangenes Zeitalter», sagte sie.

«So wie es aussieht, haben Frauen mit Babybauch oft heute noch keine Existenzberechtigung in der Arbeitswelt.»

Nach der Geburt musste die Familie Medii zwei Jahre auf einen Krippenplatz warten. Nur dank familieninterner Regelung konnte die Anwältin weiter ihrem Beruf nachgehen. Zur Bewältigung dieser Probleme schlug sie vor, einen Blick in andere Länder zu machen. «Es gibt viele Modelle, die in anderen Ländern funktionieren. Wir könnten sie uns doch einfach mal genauer ansehen», sagte Medii.

Frauenberufe müssten aufgewertet werden

Bei der anschliessenden Podiumsdiskussion sind sich die Frauen aus den verschiedenen politischen Lagern einig: «Die Forderungen des Frauenstreiks müssen anerkannt und endlich umgesetzt werden.» Die zuvor genannten Faktoren niedrige Löhne, fehlende Angebote für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, tiefe Renten im Alter seien alles Faktoren, welche Frauen in die Altersarmut führen könnten. Doch welche Massnahmen sind nötig, um dies zu verhindern?

Das Patentrezept hat keine der anwesenden Frauen. Lösungsansätze sind da und werden in allen politischen Ebenen heiss diskutiert. Passend dazu sagte die Imputrefferentin Medii zuvor: «Wir müssen nicht alles zusammen umsetzen. Ein paar kleine Lösungsansätze sind ein guter Anfang.» Das Fazit der Diskussionen: Es brauche mehr sowohl bezahlbare Krippenplätze als auch familienergänzende Kinderbetreuungsangebote. Ausserdem müssten Frauenberufe aufgewertet und die Löhne angepasst werden. Zudem dürfe berufliches Weiterkommen nicht nur den Vollzeitarbeitenden vorbehalten sein. Frauen, die seit ihres Lebens benachteiligt waren, dürften nicht auch noch in der dritten Lebenshälfte darunter leiden.

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