In Rorschach soll ein neuer Treffpunkt für Familien entstehen

Der gemeinnützige Verein «Familienzentrum Rorschach am See» will im kommenden Jahr einen Ort schaffen, wo sich Eltern austauschen und ihre Kinder betreuen lassen können. Wo dieser sein wird, ist allerdings noch offen.

Sandro Büchler
Drucken
Teilen
Der neu gegründete Verein will im geplanten Familienzentrum Rorschach mit einem Elternkaffee und einem Kinderhütedienst starten. (Bild: Getty)

Der neu gegründete Verein will im geplanten Familienzentrum Rorschach mit einem Elternkaffee und einem Kinderhütedienst starten. (Bild: Getty)

Rorschach mit seinen 9318 Einwohnerinnen und Einwohnern, davon über 800 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, soll ein Familienzentrum erhalten. Diese Idee hat sich der kürzlich gegründete Verein «Familienzentrum Rorschach am See» auf die Fahne geschrieben.

In der Stadt bestehe bereits eine grosse Anzahl an Institutionen mit einer Vielfalt an Dienstleitungen für Familien. Was jedoch fehle, so der Verein, sei ein zentraler Ort, wo sich Eltern informieren können und sich einen Überblick über die Angebote verschaffen können. Der Verein erhofft sich einen zentralen Treffpunkt, wo sich Familien ungezwungen kennen lernen und vernetzen können. Grossen Wert legt der Verein bereits zu Beginn darauf, dass das neu geschaffene Angebot «Hand in Hand» mit den anderen Institutionen für Kinder- und Familienbetreuung der Region zusammenarbeite.

«Wir wollen Ideen und Kräfte bündeln»

Rebecca Ferraro-Perin, Vizepräsidentin Verein Familienzentrum Rorschach am See (Bild: PD)

Rebecca Ferraro-Perin, Vizepräsidentin Verein Familienzentrum Rorschach am See (Bild: PD)

Das zukünftige Familienzentrum solle keine Konkurrenz zu den bestehenden Angeboten darstellen, der Verein versteht sich als Ergänzung. «Viel mehr wollen wir Ideen und Kräfte bündeln», sagt Rebecca Ferraro-Perin, Vizepräsidentin des neu gegründeten Vereins.

Die Rorschacherin, die auch in der Ortsbürgergemeinde engagiert ist, will zusammen mit Giuseppa Lanzarone, Jolanda Lerch und Lisa Carvalho den neuen Treffpunkt aufbauen. In einem ersten Schritt will das Frauenquartett ein Elternkaffee und einen Kinderhütedienst eröffnen.

Dieser solle den Familien die Möglichkeit geben, ihre Kinder spontan für eine gewisse Dauer in professionelle Obhut zu geben, während Eltern Besorgungen oder Termine wahrnehmen können. Schritt für Schritt will das Familienzentrum seine Aktivitäten ausbauen: Neben der stundenweisen Kinderbetreuung sollen generationenübergreifende Angebote entstehen und Eltern sollen sich weiterbilden und vom Netzwerk profitieren können.

Zugezogenen Familien erlaube der Treffpunkt, erste Kontakte zu knüpfen. Dadurch erleichtere sich die Integration und Partizipation der Neuzuzüger, schreibt der Verein auf seiner Homepage. Sowieso werde das Zentrum allen Familien offen stehen – unabhängig von deren Herkunft und religiöser Grundhaltung. Der Verein agiert zudem politisch und konfessionell neutral. Auch arbeiten die vier Frauen allesamt ehrenamtlich.

Verein sucht zentralen Standort

Noch ist es nicht so weit: Denn wo der neue Begegnungsort in Rorschach seinen Platz findet, ist noch offen. Ferraro sagt: 

«Wir sind auf der Suche.»

Die Räumlichkeiten sollen sich an einer zentralen Lage in der Stadt befinden. Das Projekt stecke jedoch noch in den sprichwörtlichen Kinderschuhen. Man habe Gespräche mit Schlüsselpersonen geführt und habe andere Familienzentren im Kanton besucht. Am Bummelsonntag hatte sich der Verein erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Nun bestimmt der Verein die kommenden Schritte. «Wir handeln überlegt und bestimmen miteinander in der Gruppe das weitere Vorgehen», fasst es Rebecca Ferraro zusammen.

Für das Projekt in Rorschach gäbe es aber noch einige offene Fragen zu klären, man müsse vieles erst konkretisieren. Der Verein möchte deshalb Anfangs des kommenden Jahres weiter informieren und bekanntgeben, wo in Zukunft Familien, Kinder und Eltern treffen und austauschen können.

Hörtipps für Kinder: Herzwärmende Wintermärchen

In der Zeit vor Weihnachten geht manches Kind zum ersten Mal in die Oper. Es muss aber nicht «Hänsel und Gretel» sein: «La Bohème», «Fell und Feder» oder die zauberhafte Geschichte «Sternenstaub» kann man auch gemütlich zu Hause mit den Kleinen hören und entdecken.
Bettina Kugler