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In Rorschach diskutieren Spitzensportler was nach der Karriere kommt

Wie geht es für Spitzenathleten nach dem Rücktritt weiter? Diese Frage haben Ex-Profihandballerin Karin Weigelt, Eiskunstlauf-Weltmeisterin Denise Biellmann und Ex-Fussballer Marc Zellweger am Podium im Würth Haus in Rorschach beantwortet.
Lisa Wickart
Die ehemaligen Profi-Sportler Marc Zellweger, Karin Weigelt und Denise Biellmann mit Moderator Fritz Bischoff (am Mikrofon) am Podium im Würth Haus in Rorschach. (Bild: Lisa Wickart)

Die ehemaligen Profi-Sportler Marc Zellweger, Karin Weigelt und Denise Biellmann mit Moderator Fritz Bischoff (am Mikrofon) am Podium im Würth Haus in Rorschach. (Bild: Lisa Wickart)

«Wenn man das Privileg hat, seine Leidenschaft zum Beruf zu machen, ist es schwierig, davon loszulassen», sagt Karin Weigelt. Vor einem Jahr hat die Ex-Profihandballerin ihren Rücktritt bekannt gegeben. Sie musste sich fragen, wie es weiter gehen soll.

Über das Leben nach der Sportlerkarriere haben die Gäste des Podiums im Haus Würth in Rorschach diskutiert. Vergangenen Montag haben neben Karin Weigelt auch die Eiskunstlauf-Weltmeisterin Denise Biellmann und Ex-Fussballer Marc Zellweger über ihre Erfahrungen gesprochen. Der Anlass war Teil der Podiums-Reihe «Prominente Gäste – persönlich erleben».

Einmal Eis, immer Eis

Denise Biellmann ist beruflich beim Sport geblieben. Einen offiziellen Rücktritt gab die 56-Jährige nie, Profiwettkämpfe macht sie jedoch keine mehr. Für sie habe es bis heute nie eine Alternative zum Eiskunstlauf gegeben: «Ich stehe immer noch täglich für Shows auf dem Eis», sagt sie. Als Trainerin unterrichte sie zudem Nachwuchstalente.

Anders erging es Marc Zellweger. Nach unter anderem 13 Jahren beim FC St. Gallen und einem Jahr als Spieler beim FC Köln habe er zuerst Abstand vom Fussball gebraucht. Ihm fiel es nicht leicht, einen neuen Beruf zu finden. Aber eins habe er gewusst:

«Ich wollte auf keinen Fall einen Bürojob.»

Gegen Ende seiner Fussballkarriere habe er gespürt, dass es bald vorbei sein werde. «Der Entscheid für den Rücktritt kam schliesslich vom Verein, der lieber auf jüngere Spieler setzte.» Zellweger machte nach seinem Rücktritt eine Pause und nahm sich zwei Jahre lang Zeit, um herauszufinden, was ihm Spass machte.

Auch er blieb beim Sport, denn er entschied sich für eine Ausbildung zum Fitnessinstruktor. Heute leitet der 46-Jährige ein Fitnesscenter in Rorschach. Als Spitzensportler sei ein zweites Standbein enorm wichtig. Schon zu Beginn seiner Zeit als Profifussballer habe er nebenbei die Handelsschule besucht. «Man sollte sich absichern, denn das Risiko für eine Verletzung gibt es immer.»

Marketingstudium neben dem Sport

Auch Karin Weigelt hat sich ein zweites Standbein neben dem Sport aufgebaut. Schon vor ihrem Entscheid, sich im Profisport zu versuchen, hat sie Marketing und PR studiert. Während sie als Handballerin in Norwegen und Frankreich spielte, absolvierte sie zudem ein Fernstudium mit Schwerpunkt Sportmanagement. Bis 2018 spielte Weigelt in verschiedenen Mannschaften im In- und Ausland. Der Rücktritt sei ihr sehr schwer gefallen:

«Von klein auf war ich Handballerin, damit aufzuhören hat weh getan.»

Nach ihrem Karriereende hat die 35-Jährige ihre eigene Marketingfirma gegründet. Zusätzlich arbeitet sie im Schweizer Handballverband als Projektleiterin an der Handball-Akademie der Frauen. «So lebe ich meine Leidenschaft weiter.»

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