Drei Kandidaten: In Rheineck kommt es zur Kampfwahl

Zwei weitere haben ihre Kandidatur für die Rheinecker Stapi-Ersatzwahl bekannt gegeben und fordern damit den bisherigen Kandidaten, Urs Müller, heraus.

Gert Bruderer
Drucken
Teilen

Angelika Margadant, die Lehrerin

Margadant hat Erfahrung auf verschiedenen Schulstufen. (Bild: PD)

Margadant hat Erfahrung auf verschiedenen Schulstufen. (Bild: PD)

Angelika Margadant möchte Stadtpräsidentin von Rheineck werden. Sie tritt somit gegen den bereits bekannten Kandidaten Urs Müller an. Nachdem die Findungskommission bloss einen Kandidaten vorgeschlagen hat, bringt die 51-Jährige nun Schwung in die Debatte.

Angelika Margadant, die seit gut zehn Jahren mit ihrer Familie in Rheineck lebt und sich als unabhängig beschreibt, ist im Ort keine Unbekannte. Jahrelang hat sie als Co-Leiterin und Redakteurin das «Rhynegger Blättli» mitgeprägt, sich in die politische Diskussion um den Erhalt der Oberstufe eingebracht und für ein familienfreundliches, quartiernahes, modernes Kindergartenkonzept gekämpft. Mit über 27 Jahren Unterrichtserfahrung auf verschiedenen Schulstufen, in der Erwachsenenbildung und der Beratung von Lehrpersonen, kennt sie einerseits die kantonalen Verwaltungsabläufe und hat sich andererseits ein grosses Beziehungsnetz aufgebaut. Diese Fachkompetenz sei gerade in einer Einheitsgemeinde wie Rheineck von Vorteil, schreibt die Kandidatin, zumal ein neues Kindergartenkonzept anstehe und familiengerechte Strukturen diskutiert werden müssten.

Aufgrund des Masterstudiums Schulentwicklung verfügt Margadant über strategisches Know-how in den Bereichen Evaluation, Organisations- und Personalentwicklung. Der parteilosen Kandidatin ist es wichtig, für die Lebensqualität in Rheineck, für eine gesunde Finanz- und Regionalpolitik sowie zu Gunsten von Familie und Bildung tätig zu sein, wobei sie Offenheit und Transparenz als Voraussetzung für gute, respektvolle Kommunikation betrachtet

Marco Ramsauer, der Hafenmeister

Ramsauer ist Subunternehmer und wohnt in Buchs. (Bild: PD)

Ramsauer ist Subunternehmer und wohnt in Buchs. (Bild: PD)

Der neue Hafenmeister im Städtli, Marco Ramsauer will ebenfalls Nachfolger von Hans Pfäffli werden. Somit bewerben sich nun zwei Männer und eine Frau um das Amt des Stadtpräsidenten. Marco Ramsauer ist seit 2004 verheiratet, parteilos und wohnt in Buchs. Er ist Bürger von Buchs und Herisau.

Der 43-Jährige hatte sich als Präsidentschaftskandidat schon bei der überparteilichen Findungskommission beworben. Diese entschied sich aber, den in Thal wohnhaften Urs Müller als einzigen Kandidaten zur Wahl vorzuschlagen. Ramsauer tritt trotzdem an. Er fühlt sich verbunden, zumal er seit zehn Jahren ein Boot in Rhein­ecks Sportboothafen Steinlibach hat und Kontakte zu Rhein­eckern pflegt. Seit diesem Jahr ist er nebenamtlich als Hafenmeister in Rheineck tätig.

Marco Ramsauer ist gelernter Metzger und Technischer Kaufmann und hat sich bei der Bildungsinstitution Akad weitergebildet – sowohl im Projektmanagement als auch im Führen mit Gesamtverantwortung. Ramsauer ist Subunternehmer für eine Grossmetzgerei und erbringt mit seinen rund 40 Mitarbeitern Metzgerei-Dienstleistungen. Ramsauer sagt, er sei spezialisiert auf die Arbeitsprozessoptimierung und entspreche dem von der Findungskommission publizierten Stellenbeschrieb. Er sei eine vernetzt denkende Führungsperson mit Durchsetzungsvermögen, die darin geübt sei, Lösungen für Probleme zu finden. Der erste Wahlgang findet am 19. Mai statt.

Ein Kandidat ist bereits bekannt

Der dritte Kandidat, das ist bereits bekannt, ist der 53-jährige Thaler Urs Müller, der in Diepoldsau als Geschäftsführer des Zweckverbands Rheintaler Binnenkanalunternehmen tätig ist und in Thal der GPK angehört. Er ist der Wählerschaft bereits an einer öffentlichen Veranstaltung vorgestellt worden.