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So viel wird das Gossauer Hallenbad Rosenau bis zu seinem Abriss noch kosten

Der Gossauer Stadtrat will das Hallenbad Rosenau nicht rundum erneuern, sondern bis zu dessen Schliessung 2025 etappenweise sanieren. Das geht aus einem Postulatsbericht hervor.
Daniel Wirth
Schwimmunterricht im Hallenbad Rosenau in Gossau, das 1971 eröffnet wurde. (Bild: Benjamin Manser (13. Dezember 2017))

Schwimmunterricht im Hallenbad Rosenau in Gossau, das 1971 eröffnet wurde. (Bild: Benjamin Manser (13. Dezember 2017))

Den Auftrag für den Postulatsbericht fasste der Stadtrat im Januar dieses Jahres, als das Stadtparlament den Vorstoss aus der Feder Felix Kollers (FDP) und Gallus Hälgs (SVP) erheblich erklärte. Die Postulanten beauftragten den Stadtrat, die voraussichtlichen Kosten für die Aufrechterhaltung des Betriebs des 1971 eröffneten Hallenbads Rosenau bis zur Fertigstellung des Hallenbad-Nebaus im Gebiet Buechenwald zu schätzen.

Koller und Hälg wollten mit einem Best- und einem Worst-Case-Szenario die notwendigen Unterhalts- und Investitionskosten auf einer Zeitachse von 8 bis 15 Jahren aufgezeigt bekommen. Die beiden bürgerlichen Parlamentarier wollten auch geklärt haben, ob eine etappenweise Ausgabe der Ersatzinvestitionen einer geplanten Rundumerneuerung des Hallenbads vorzuziehen sei.

Der Stadtrat hat für die Beantwortung dieser Fragen ein Planungsbüro beauftragt, die Statik, die Technik sowie die Gebäudehülle des Hallenbads zu analysieren, Massnahmen zu empfehlen und Kosten abzuschätzen. Gemäss Postulatsbericht haben diese Untersuchungen ergeben, dass diverse Bauteile und Anlagenkomponenten die theoretische Lebensdauer erreicht oder sogar überschritten haben. Diese entsprächen mehrheitlich nicht mehr, dem Stand der heutigen Technik seien aber noch funktionstüchtig. Mit jedem weiteren Jahr steige das Ausfallrisiko der Gebäudetechnik aber weiter an.

In acht Jahren soll Schluss sein

Gemäss Stadtrat empfehlen die Fachleute, die das Hallenbad untersuchten, in dieses nur das Nötigste für die nächsten acht Jahre zu investieren. Von einem Betrieb über die nächsten 15 Jahre soll, in Anbetracht der Wirtschaftlichkeit und der kaum möglichen Amortisation der hohen Kosten, abgesehen werden. Weiter heisst es im Postulatsbericht: Würde entgegen dieser Empfehlung das Hallenbad Rosenau noch 15 Jahre betrieben, da heisst, bis 2033, sollte ein Vorgehensplan für dessen Sanierung erstellt werden.

Dabei sollte der Fokus auf das Ausfallrisiko und geringe Unterhaltskosten gelegt werden. Zudem sei zu beachten, dass bei einer allfälligen 15-jährigen Betriebszeit das Kostenrisiko weiter steige und die hohen Investitionskosten nicht amortisiert werden könnten. Die totalen Betriebskosten (Investitionen, baulicher Unterhalt, Betriebskosten, Energiekosten) werden bei einem Betrieb bis 2025 im besten Fall auf rund 3,6 Millionen und bei einem Betrieb bis 2033 im schlechtesten Fall auf gut neun Millionen Franken geschätzt.

Vor dem Hintergrund dieser Summen schreibt der Stadtrat im Postulatsbericht, aus seiner Sicht sollten die Investitionskosten im Hallenbad Rosenau möglichst tief gehalten werden. Das Ausfallrisiko technischer Anlagen sei in Kauf zu nehmen. Fazit: Der Stadtrat zieht eine etappenweise Ausgabe für Ersatzinvestitionen vor und wird auf einen Antrag für eine Rundumerneuerung verzichten.

Postulant fühlt sich bestätigt

Bauunternehmer Felix Koller ist Ende 2017 aus dem Stadtparlament zurückgetreten. Er attestiert dem Stadtrat, mit dem Postulatsbericht gute Arbeit geleistet zu haben. Er ist aber dezidiert der Ansicht, dass die Investitionskosten bei einem Betrieb bis 2025 von zwei Millionen Franken (Worst-Case-Szenario) dem fakultativen Referendum unterstellt werden müssten.

2013 sagten die Gossauer in einer Grundsatzabstimmung Ja zu einem Hallenbad-Neubau im «Buechenwald». Es soll 2025 das Hallenbad Rosenau ersetzen.

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