In den Fiorino-Kitas waschen Eltern und Kinder gemeinsam die Hände: So organisieren sich die Kindertagesstätten in der Stadt St.Gallen

Kindertagesstätten in der Stadt St.Gallen müssen nach Weisung des Kantons offen haben. 

Marlen Hämmerli
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Garderobe mit Kinderkleidern: Eine der Kitas in St.Gallen bittet die Elern, den Aufenthalt in der Kindertagesstätte beim Bringen und Holen kurz zu halten.

Garderobe mit Kinderkleidern: Eine der Kitas in St.Gallen bittet die Elern, den Aufenthalt in der Kindertagesstätte beim Bringen und Holen kurz zu halten.

Bild: Hanspeter Schiess

Die Kindertagesstätten müssen offen bleiben. Das hat der Kanton St.Gallen am Samstag entschieden. Die Weisung des Kantons kommt kurzfristig. Entsprechend ist am Sonntagnachmittag vieles noch unklar. 17 von 25 subventionierten Kindertagesstätten in der Stadt St.Gallen haben auf ihrer Website keine Information aufgeschaltet.

Mit vier Kitas gehört die Fiorino AG zu den grössten Anbietern in der Stadt. Dazukommen Standorte in Abtwil, Engelburg, Waldkirch, Steinach und Tübach. Fiorino war gemäss einer Mitteilung auf eine Pandemie vorbereitet. Ziel sei es, die Gesundheit aller Kinder, Eltern und Mitarbeitenden sicherzustellen sowie den Kita-Alltag aufrechtzuerhalten. Dazu seien seit Anfang März zusätzliche Massnahmen ergriffen worden.

So hat die Fiorino AG ein «Team Corona» gebildet, das alle Aktivitäten koordiniert und mit den Kita-Leitungen verantwortlich ist, die Sicherheit sowie den Kita-Betrieb zu gewährleisten. Zudem werden die Hygienemassnahmen umgesetzt. Kinder und Eltern waschen beim Bringen und Abholen gemeinsam die Hände und die Standorte werden vermehrt gereinigt und desinfiziert. Die Situation wird zudem mit den Kindern thematisiert. Die Eltern werden gebeten, Kinder mit Krankheitssymptomen zu Hause zu pflegen.

Die Fiorino AG hat sich zudem auf personelle Ausfälle vorbereitet, um die Betreuung weiterhin sicherzustellen. Die Ressourcen sind gemäss Mitteilung aufgestockt worden. Bei kurzfristigen Personalengpässen würden Mitarbeiter anderer Standorte eingesetzt.

Kindergruppen sollen möglichst klein bleiben

Bei der Kinderkrippe der Sprachheilschule heisst es auf Anfrage, die Kita bleibe für gesunde Kinder geöffnet. Die Kindergruppen würden wenn möglich sehr klein gehalten.

Anders bei der Kindertagesstätte Trip-Trap an der Oberstrasse 49. Präsident Thomas Link teilt auf Anfrage mit, eine Verkleinerung der Gruppen sei nicht zielführend, da in der Betreuungssituation keine Distanzierung möglich sei.

Jedoch werden die Kinder vermehrt draussen statt drinnen spielen. Die Zahl Kinder und Betreuungspersonen im selben Raum wird - neben weiteren Massnahmen - möglichst klein gehalten, schreibt Link. Eltern sind gebeten, den Aufenthalt in der Kita möglichst kurz zu halten. 

Manche Kindertagesstätten gehen jetzt mehr nach draussen, da dort die Ansteckungsgefahr geringer ist.

Manche Kindertagesstätten gehen jetzt mehr nach draussen, da dort die Ansteckungsgefahr geringer ist.

Bild: Hanspeter Schiess

In der Kindertagesstätte Zwergenland an der Lindenstrasse 160 wird besonders auf die Hygiene geachtet, schreibt Kita-Leiterin Monika Geiser. So dürfen die Kinder nur noch mit Spielzeug spielen, das zuvor mit Desinfektionsmittel gereinigt worden ist. Bei Ausflügen wird der öffentliche Verkehr nicht mehr genutzt und der Waldmorgen fällt aus, da dort die Hände nicht genügend gewaschen werden können. 

In der Lachen hat das Kinderlokal tiRumpel reagiert. Man versuche, die Angebote weiterzuführen. Die Kinderbaustelle an der Schönaustrasse – ein Ferienangebot – öffnet bereits zwei Wochen früher, am 23. März.

Waldkinder St.Gallen schliessen einige Angebote

Ausserdem haben Kinderkrippe und Schülerhort Löwenzahn sowie die Waldkinder-Krippe über ihre Massnahmen informiert. Beide öffnen gemäss Website heute Montag normal. Eltern, die sowieso zu Hause sind, werden gebeten, ihre Kinder selbst zu betreuen, um die Gruppen klein zu halten.

Die Waldkinder-Krippe in der Notkersegg hat gemäss Website offen. Geschlossen bleiben die Waldspielgruppen in Rotmonten, St.Georgen und im Riethüsli. Auch die Vorspielgruppe und die Basisstufe in der Notkersegg sowie der Kindergarten im Riethüsli und in St.Georgen bleiben zu. Der Eltern-Kind-Waldmorgen findet nicht statt.