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In den Ferien werden in St.Gallen die Strassen geflickt

Rund 20 Strassenabschnitte in der Stadt St.Gallen werden in den Sommerferien auf Vordermann gebracht. Das bringt Herausforderungen mit sich.
Christoph Renn
Christian Hasler, Bereichsleiter Verkehr vom St.Galler Tiefbauamt, beobachtet die Verkehrssituation vor der Baustelle bei der Parkgarage UG 25. (Bild: Benjamin Manser)

Christian Hasler, Bereichsleiter Verkehr vom St.Galler Tiefbauamt, beobachtet die Verkehrssituation vor der Baustelle bei der Parkgarage UG 25. (Bild: Benjamin Manser)

Die Fahrt mit dem Auto durch die Stadt St.Gallen gleicht im Moment einem Slalomlauf. Umfahrungen und Beschränkungen zeichnen die Fahrbahnen aus. Das städtische Tiefbauamt nutzt die Sommerferien, um die Strassen auf Vordermann zu bringen. Rund 30 Baustellen gibt es derzeit in der Stadt, davon sind 15 Strassenbaustellen. Diese zu koordinieren, bringt verschiedene Herausforderungen mit sich. Auch für Christian Hasler, den Bereichsleiter Verkehr beim städtischen Tiefbauamt.

Die Sommerferien sind deshalb als Bauzeit beliebt, weil dann 15 bis 20 Prozent weniger Verkehr fliesst. «Wir versuchen, in dieser Zeit die Baustellen an den Hauptverkehrsachsen durchzuführen», sagt Christian Hasler. Zu den grossen und sichtbaren Baustellen wie jene an der Rosenberg- und der Torstrasse und auf der Autobahn sowie die Pflästerungen in der Engelgasse, kommen etliche kleinere in den verschiedenen Quartieren hinzu.

Die Planung für
den Sommer 2022 laufen

Das kurze Zeitfenster fordert die Planer. «Wir haben für Planung und Bewilligung der Projekte oft eine Vorlaufzeit von zwei bis drei Jahren.» Sprich: Hasler und sein Team planen bereits die Strassenarbeiten für den Sommer 2022. Deshalb sind die Sommerferien für den Verkehrsplaner trotz reger Bautätigkeit auf seinem Strassennetz keine hektische Zeit. Er werde sogar noch Ferien nehmen. Der Grund ist einfach: «Unsere planerische Arbeit muss vorher erledigt sein.» Nun seien die Bauleiter vor Ort gefragt.

Bei den aktuellen Arbeiten an der Parkgarage UG 25 war aber die Expertise seines Teams gefragt – obwohl es sich um eine private Baustelle handelt. «Sie beeinflusst den Verkehr. Eigentlich wollten wir diesen auch während der Ferien dreispurig führen.» Die grossen Maschinen, die momentan im Einsatz seien, könnten auf dem zur Verfügung stehenden Platz nicht optimal arbeiten. «Deshalb haben wir die Strasse vorübergehend während der Arbeitszeiten auf zwei Spuren reduziert.»

Nun beobachteten Mitarbeiter die Situation an der Rosenbergstrasse. «Wir müssen überprüfen, ob der Verkehr auch mit zwei Spuren funktioniert.» Hasler gibt sich zuversichtlich, weil vor allem in der dritten und vierten Woche der Sommerferien am wenigsten Autos in der Stadt unterwegs seien. Die Baustelle beim UG 25 zeige aber ein Problem für das städtische Tiefbauamt auf:

«Wir können jeweils nur unsere eigenen Arbeiten einplanen. Baustellen von Privaten kommen deshalb manchmal in Konflikt mit unseren Arbeiten.»

Eine weitere Schwierigkeit ist für Hasler die Koordination sämtlicher Baustellen in der Stadt. «Die verschiedenen Dienststellen versuchen ihre Arbeiten bestmöglich auf die anderen abzustimmen», sagt er. Wenn also Rohre oder Kabel verlegt werden müssen, können im Optimalfall danach Deckbelagsarbeiten durchgeführt werden. «Leider ist das aus verschiedenen Gründen nicht immer möglich.» Beispielsweise, wenn es gegen ein Projekt Einsprachen gebe.

Das Wetter bringt
 die Planung durcheinander

Der grösste Unsicherheitsfaktor für die Planung und Durchführung der Strassenarbeiten ist das Wetter. «Im Winter können wir beispielsweise auf dem Asphalt keine Markierungen anbringen, weil es dafür einige Tage trocken sein muss», sagt Christian Hasler.

Auch Regentage im Sommer können einige Arbeiten erschweren, ebenso die Hitze: «Der Belag muss dann länger abkühlen. Deshalb können gewisse Baustellen länger dauern als geplant. Wir müssen dann abwägen, wann wir die Strasse wieder öffnen», sagt Hasler. Es gebe immer einen Zeitdruck. «Die Leute fordern, dass wir die Strassen bald möglichst wieder freigeben.» Doch die Qualität sei das Wichtigste.

Welche Strassen saniert werden müssen, ist laut Hasler eine Wissenschaft. Im Durchschnitt müsse eine Strasse alle 25 Jahre leicht und alle 50 Jahre gründlicher ausgebessert werden. «Eine Rolle spielt, welche Fahrzeuge auf der Strasse unterwegs sind.» So seien jene, auf denen Busse und Lastwagen verkehren, schadensanfälliger. Deshalb seien die Mitarbeiter stets mit offenen Augen unterwegs. «Manchmal sehen wir sanierungsbedürftige Strassen, die wir noch nicht auf dem Radar hatten.»

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