Immer wieder tropft es in die Steinacher Schulzimmer: Nun soll das undichte Hausdach saniert werden

Im Schulhaus Steinach tritt seit Jahren Wasser ins Gebäude ein. Das Problem ist eine rissige Kunststoffabdichtung im Übergang vom Dach zur Fassade. Der Gemeinderat ermittelt aktuell die Kosten für die Sanierungsarbeiten.

Basil Schnellmann
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Das Schulhaus Steinach wurde vor 15 Jahren gebaut.

Das Schulhaus Steinach wurde vor 15 Jahren gebaut.

Bild: Jolanda Riedener (6. Oktober 2020)

Immer wieder tritt Wasser ins Steinacher Primarschulhaus ein. In der Vergangenheit ergriff man deswegen bereits verschiedene Sanierungsmassnahmen. Unter anderem wurden Fenster neu abgedichtet oder Reparaturen auf der Terrasse ausgeführt. Der Steinacher Gemeindepräsident Michael Aebisegger sagt:

«Da das Problem weiter bestand, beauftragte die Bauverwaltung deshalb ein Spezialistenteam mit der Analyse der Ursache.»

Im Anschluss erstellten zwei Experten je ein Gutachten.

An verschiedenen Stellen wurde die oberste Dachschicht geöffnet und die darunterliegenden Schichten auf Schäden überprüft. Dabei stellten die Experten fest, dass im Übergang zwischen Dachfläche und Fassade Risse in der Kunststoffabdichtung entstanden sind. Deshalb fliesst Wasser ins Gebäudeinnere.

So wird ein erneuter Wasserschaden dauerhaft verhindert

Gemeindepräsident Michael Aebisegger

Gemeindepräsident Michael Aebisegger

Bild: Jolanda Riedener

Laut Michael Aebisegger empfehlen beide Gutachten eine vollständige Sanierung des Dachrandes, in dem die Dichtung repariert und der Dachrand durch eine Mauerkrone ergänzt wird. Diese Mauerkrone fungiert als Abdeckung und verhindert, dass Feuchtigkeit in die darunterliegende Mauer eindringt. Zusätzlich soll eine Notentwässerung eingebaut werden.

Mit diesen Massnahmen soll ein erneuter Wasserrückstau verhindert werden. Als geplante Sofortmassnahme werde wahrscheinlich noch diesen Herbst die Dachbegrünung sowie die Photovoltaikanlage entfernt, heisst es im «Steinach Aktuell». Das soll den ungehinderten Abfluss des Dachwassers ermöglichen.

Der Gemeinderat entscheidet, wie es weitergeht

Auf die Frage, ob die Bauherrschaft haftbar gemacht werden könne antwortet Michael Aebisegger:

«Aufgrund einer Erstbeurteilung ist davon auszugehen, das juristische Massnahmen leider keinen Erfolg haben werden.»

Der Gemeinderat habe aber diesbezüglich noch nicht abschliessend entschieden.

Aufgrund der zwei Gutachten ist ebenfalls noch unklar, ob das gesamte Dach einer Sanierung unterzogen wird und ob dafür die Photovoltaikanlage demontiert wird. Je nachdem werden die Sanierungskosten, die nächsten Frühling der Bürgerschaft im Budget 2021 unterbreitet werden, höher oder tiefer ausfallen.