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Das Glasfasernetz in Gossau wird immer grösser - noch ist man aber nicht am Ziel

Der Ausbau des flächendeckenden Glasfasernetzes in Gossau läuft planmässig. Bei der Vermarktung sind die Gossauer Stadtwerke dabei, anfängliche Startschwierigkeiten wettzumachen.
Roger Fuchs
Mit Glasfaser wird der Datenverkehr schneller. Bild: Urs Bucher (19.5.2014)

Mit Glasfaser wird der Datenverkehr schneller. Bild: Urs Bucher (19.5.2014)

Schnelle Leitungen gewinnen zunehmend an Bedeutung: Für ein leistungsfähiges Datennetz braucht es die Glasfasertechnologie. Zur Erstellung eines flächendeckenden Glasfasernetzes hat die Gossauer Bevölkerung im 2013 einen Kredit von 15,8 Millionen Franken gesprochen. Bei der Umsetzung sei man sowohl zeitlich als auch von den Kosten und vom Ausbau her auf Kurs, sagt Gabriel Hotz. Er ist seit letztem August Projektleiter bei den Stadtwerken Gossau.

Den Ausbau des Glasfasernetzes nehmen die Stadtwerke zusammen mit der Swisscom vor. Hierbei werden im Vorfeld an die jeweiligen Eigentümer Hausanschlussverträge verschickt. Kommen diese unterschrieben zurück, werden die entsprechenden Liegenschaften ans Glasfasernetz angeschlossen. Gemäss Gabriel Hotz ist der Rücklauf der Verträge sehr hoch. Über den Daumen gepeilt spricht er von 98 Prozent.

Aktuell laufen entsprechende Netzausbauen in den Gossauer Gebieten Gotzenberg-Buechenwald, an der Industriestrasse und auch in der Region Ruppen, Arnegg. Das Dorf Arnegg steht auch im kommenden Jahr im Fokus der Arbeiten. 2021 ist es gemäss Gabriel Hotz das Ziel, das Gossauer Gebiet Niederdorf und den Hirschberg mit seinen zahlreichen Einfamilienhäusern zu erschliessen. Was mit dem Ausbau verbundene Strassensperrungen betrifft, so spricht der Projektleiter von viel Verständnis seitens der Bevölkerung.

Verschiedene Gründe für Umstellung

Hotz ist überzeugt, dass sich ein Anschluss ans Glasfasernetz auf jeden Fall lohnt. Zum einen sei es eine Aufwertung der Immobilie, zum andern erhalte der Kunde eine extrem schnelle Leitung und könne schliesslich für Telefonie, Internet und Fernsehsignale zwischen zwölf Kommunikationsanbietern auswählen. Überdies sei es so, dass beim aktuellen Ausbau für die Kundinnen und Kunden mehrheitlich keine Kosten entstehen.

Ist ein Gebiet fertig erschlossen, werden die Eigentümer jeweils erneut per Brief informiert und auf die Angebote aufmerksam gemacht. Für Beratungen stehen verschiedene Anlaufstellen zur Verfügung und auf Wunsch wird auch direkt vor Ort Auskunft gegeben. Wie viele Endkunden tatsächlich auf das Glasfasernetz umsteigen, kann Gabriel Hotz aus Konkurrenzgründen nicht sagen. Aktuelle Zahlen im Geschäftsbericht 2018 der Stadt Gossau lassen allerdings erahnen, dass das schnelle Netz durchaus begehrt ist. Der Ertrag beim Glasfasernetz lag im vergangenen Jahr bei knapp 757000 Franken. Das sind rund 128000 Franken mehr als budgetiert. Hotz:

«Es ist natürlich so, dass zu Beginn des Netzausbaus noch viele die Vorteile dieser Technologie nicht gekannt haben.»

Mittlerweile würden sie von der Bevölkerung anerkannt und dadurch könnten auch die anfänglichen Startschwierigkeiten kompensiert werden. Die Stadtwerke Gossau bieten bewusst selber keine Kommunikationsdienstleistungen auf dem Glasfasernetz an. Solche würden eine personelle Aufstockung bedingen und sie müssten in Infrastruktur und Software investieren.

Kupferleitungen weiterhin in Betrieb

Endkunden, die nicht auf Glasfaser umstellen, bleibt weiterhin der Datenverkehr über das Kupferkabel. Gabriel Hotz ist nicht bekannt, wann dieses abgestellt wird. Doch auch wenn der Umstieg auf Glasfaser freiwillig ist, so betont der Fachmann die grössere Leistungsfähigkeit.

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