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Im Walter Zoo liegt Liebe in der Luft: Gibt es bei den Löwen bald Nachwuchs?

Die drei Berberlöwen, die seit vergangenem August im Gossauer Walter Zoo leben, wurden diese Woche zum ersten Mal zusammengeführt. Zwischen Löwe Atlas und Löwin Lin scheint es bereits gefunkt zu haben. Lins Schwester Jumina geht hingegen lieber auf Abstand.
Stephanie Martina
Die Berberlöwen Lin und Atlas. (Bild: Walter Zoo)Die Berberlöwen Lin und Atlas. (Bild: Walter Zoo)
Die Berberlöwen Lin und Atlas. (Bild: Walter Zoo)Die Berberlöwen Lin und Atlas. (Bild: Walter Zoo)
Die Berberlöwen Lin und Atlas. (Bild: Walter Zoo)Die Berberlöwen Lin und Atlas. (Bild: Walter Zoo)
Die Berberlöwen Lin und Atlas. (Bild: Walter Zoo)Die Berberlöwen Lin und Atlas. (Bild: Walter Zoo)
Die Berberlöwen Lin und Atlas. (Bild: Walter Zoo)Die Berberlöwen Lin und Atlas. (Bild: Walter Zoo)
Die Berberlöwen Lin und Atlas. (Bild: Walter Zoo)Die Berberlöwen Lin und Atlas. (Bild: Walter Zoo)
Die Berberlöwen Lin und Atlas. (Bild: Walter Zoo)Die Berberlöwen Lin und Atlas. (Bild: Walter Zoo)
Die Berberlöwen Lin und Atlas. (Bild: Walter Zoo)Die Berberlöwen Lin und Atlas. (Bild: Walter Zoo)
Die Berberlöwen Lin und Atlas. (Bild: Walter Zoo)Die Berberlöwen Lin und Atlas. (Bild: Walter Zoo)
Die Berberlöwen Lin und Atlas. (Bild: Walter Zoo)Die Berberlöwen Lin und Atlas. (Bild: Walter Zoo)
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Die Löwen im Walter Zoo sind vereint

Im Löwengehege knistert es seit ein paar Tagen. Bereits letzte Woche, als Lin und Atlas das erste Mal seit vielen Monaten Gitterkontakt hatten, zeigte sich, dass es zwischen den beiden Raubtieren gefunkt haben könnte. Vor ein paar Tagen war es dann soweit: Der Schieber wurde geöffnet und das rollige Weibchen Lin machte den ersten Schritt und suchte den Kontakt zu Atlas. Zoodirektorin Karin Federer sagt zum Aufeinandertreffen:

«Für Laien sieht es etwas ruppig aus, aber für Löwenverhältnisse lief die Begegnung glimpflich ab.»

In Löwen-Beziehungen sagt das Weibchen, wo es langgeht. Meistens sind es deshalb die Löwinnen, die den ersten Schritt machen. Sie sind es aber auch, die sich mit gezielten Prankenhieben wehren, wenn ihnen das Männchen zu dominant wird. «Wir haben mit der Zusammenführung extra etwas länger gewartet, weil Atlas sehr aufdringlich wirkte und wir wussten, dass die Löwin ihn zurechtweisen würden. Da Lin nun aber rollig und erstmals paarungsbereit ist, wuchs auch ihr Interesse», erklärt Federer.

Lin und Atlas wollen zusammen bleiben

Ob es bereits zu Paarungsakten kam, ist laut Federer schwer zu sagen. Auf den Bildern (siehe Galerie) sei ein Teil des Paarungsaktes zu sehen, sagt sie, aber eine eigentliche Paarung habe noch nicht stattgefunden. Die Zootierärztin fügt an:

«Allerdings wissen wir nicht, was in der vergangenen Nacht passiert ist.»

Lin und Atlas wurden bisher über Nacht immer getrennt. Doch am Mittwochabend haben sich die beiden Turteltäubchen nicht mehr voneinander trennen wollen. «Die zwei sind inzwischen stark aufeinander fixiert und sind immer gemeinsam unterwegs», sagt Federer.

Nachwuchs könnte auf sich warten lassen

Ob es nach den Tigern nun auch bald Nachwuchs bei den Löwen geben wird? Nach einer erfolgreichen Paarung könnten rund 110 Tage später junge Berberlöwen geboren werden. «Wir erwarten nicht, dass es gleich bei der ersten Paarung einschlagen wird», sagt Karin Federer. Da das Weibchen noch sehr jung sei, könne dies eine Weile dauern. Man werde ab jetzt aber nicht andauernd medizinische Tests durchführen, um zu überprüfen, ob Lin trächtig sei.

«Für uns ändert es im Umgang mit den Tieren nichts. Deshalb warten wir gespannt und lassen uns überraschen.»

Ab dem letzten Schwangerschaftsviertel werde sich Lins Bauch wölben – dann wisse man Bescheid, sagt Federer.

Keine Eifersucht unter den Löwen-Schwestern

Neben Lin und Atlas lebt auch Jumina, Lins Schwester, im Walter Zoo. Sie wurde ebenfalls vor ein paar Tagen mit dem Männchen zusammengeführt – allerdings scheint Jumina von Atlas nicht allzu angetan. Die Löwin verletzte das Männchen mit ihren scharfen Krallen an der Nase. Federer erklärt:

«Jumina hat noch immer etwas Angst vor dem Löwen. Er ist ja auch ziemlich gross. Aber langsam merkt sie, dass er nichts Böses will.»

Vorläufig lebt erst Lin mit Atlas zusammen. Den Schieber zu Juminas Gehege öffnen die Pfleger jeden Morgen für ein bis zwei Stunden, damit sich die Löwin an Atlas gewöhnen kann. Jumina hält sich jedoch eher im Hintergrund und schaut, dass sie dem Löwen nicht zu nahekommt. Sie sei noch nicht paarungsbereit, sagt Federer. Deshalb sei unter den beiden Löwinnen Eifersucht momentan auch kein Thema.

Die Berberlöwen im Walter Zoo

Jumina und Lin sind Geschwister im Alter von zwei Jahren und kamen aus dem deutschen Zoo Neuwied. Atlas ist vier Jahre alt und kam aus dem Zoo in Paris. An den Walter Zoo vermittelt wurden sie durch eine Stelle, welche die Zucht der Berberlöwen international koordiniert. Die Hoffnung ist, dass die drei Tiere Nachwuchs zeugen und so helfen, die Population dieser seltenen Löwen wieder zu stärken. Diese Art ist in freier Wildbahn nämlich ausgestorben. In weltweit rund 30 Zoos leben heute Berberlöwen.

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