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Musik in Rorschach: Im «Treppi» darf jeder mal ran

Die Rorschacher Bar Treppenhaus lädt immer wieder zu Jamsessions. Das heisst, jeder darf auf die Bühne und spielen. Organisator Andreas Diethelm ist zufrieden, wie sich die Open Stage entwickelt hat.
Lisa Wickart
Diese Musiker standen noch nie zusammen auf der Bühne. Umso leidenschaftlicher scheinen sie bei ihrem spontanen Auftritt. (Bild: Lisa Wickart)

Diese Musiker standen noch nie zusammen auf der Bühne. Umso leidenschaftlicher scheinen sie bei ihrem spontanen Auftritt. (Bild: Lisa Wickart)

«Manche Leute bringt man kaum mehr von der Bühne runter», sagt Andreas Diethelm und lacht. Der 28-Jährige sitzt an einem der Holztische in der Rorschacher Bar Treppenhaus und nimmt einen Schluck von seinem Bier.

Im Hintergrund ist rockige Musik zu hören. Wo normalerweise professionelle Musiker auftreten, spielt heute eine bunt zusammengewürfelte Band. An der Open Stage darf jeder auf die Bühne, sich ein Instrument schnappen oder mitsingen.

Die Band improvisiert und harmoniert

Ein Bassist, Gitarrist, Pianist, Schlagzeuger und eine Sängerin spielen zusammen, mal macht einer ein Solo, mal ein anderer. Die Band improvisiert und harmoniert dabei so, als würden die Mitglieder schon lange zusammen Musik machen. Im Publikum sind mehrheitlich Freunde und Bekannte. Sie jubeln ihnen zu, klatschen und tanzen mit.

Andreas Diethelm und sein Kollege Georg Neufeld haben die Open Stage vor ein paar Monaten ins Leben gerufen. An einem Abend im Monat darf im «Treppenhaus» jeder auf die Bühne, egal ob Profi oder nicht. Vergangenen Donnerstag fand der Anlass erneut statt. Diethelm ist zufrieden, wie sich das Konzept entwickelt hat. Mittlerweile würden mehr Leute mitspielen, als noch bei den ersten Jamsessions. «Meist läuft am Anfang des Abends nicht viel, bis sich die Ersten auf die Bühne trauen», sagt er. Es komme jedoch nie vor, dass nichts laufe. Wer spielen will, muss sein eigenes Instrument mitnehmen. Bereits in der Bar sind ein E-Piano und ein Schlagzeug. Technische Geräte wie Verstärker stellt das Rorschacher Musikgeschäft Musik Leumann zur Verfügung.

«Eine coole Erfahrung»

Im Publikum ist auch Darran Murray, der selbst schon Teil der Jamsession war. «Es war sehr spontan und eine coole Erfahrung», sagt der 21-Jährige. Mit seinem Bruder ist er vor einem Monat zum ersten Mal auf der Treppenhausbühne gestanden. «Wir machen eh oft Musik mit Gitarre und Bass, dann haben wir uns gedacht, wieso nicht auch mal hier.» Die Stimmung sei mitreissend gewesen und es habe ihn erstaunt, wie viele Leute sich auf die Bühne gewagt hätten.

Die Musiker haben aufgehört zu spielen und geben die Bühne frei. Auf sie wartet nun ein Bier als Belohnung. Nach wenigen Minuten spielen schon wieder neue Leute, dieses Mal Reggae. Die Musikrichtung kann laut Diethelm jeder selbst entschieden: «Wir haben jedes Mal etwas anderes, von Rock oder Pop bis zu Jazz oder eben Reggae.» Den Anlass mache aus, dass man nie wisse, was herauskommt. Und toll sei, wie immer wieder neue Bandkonstellationen zusammen Musik machen.

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