Im St.Galler Tröckneturm sind acht Frauen und ein Toter zu sehen

Der Kulturverein Scaena zeigt «Acht Frauen». Am Freitag findet die Premiere statt.

Fabio Fornito
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Auf der Suche nach der Mörderin kommen ständig neue Geheimnisse ans Licht.

Auf der Suche nach der Mörderin kommen ständig neue Geheimnisse ans Licht.

Bild: PD

Die Dame im teuren Abendkleid blickt schockiert und schlägt die Hände vor dem Gesicht zusammen; eine weitere Frau starrt fassungslos auf das Bild, das sich ihr bietet, während im Hintergrund eine dritte Person scheu und doch voller Neugier um die Ecke lugt. Angst und Nervosität stehen im Raum. Dabei sollte der Abend doch ein glückliches Beisammensein in der Familie werden.

Wer hat den einzigen Mann auf dem Landsitz ermordet?

«Acht Frauen» handelt von einer neunköpfigen Familienzusammenkunft (darunter acht Frauen), die zusammen die Osterfeiertage auf einem abgelegenen Landsitz verbringt. Als der einzige Mann im Haus tot aufgefunden wird und der Rest der Familie feststellt, dass die Mörderin unter ihnen weilt, beginnt ein Versteckspiel aus Beschuldigungen, Heimlichtuerei und Lügen, dass in Emotionen und Tod gipfelt.

Die acht Frauen, gespielt von professionellen und semiprofessionellen Schauspielerinnen, erkennen bald, dass jede von ihnen ein Motiv und keine ein Alibi hat. Der Mix zwischen Kriminal-Komödie und Psycho- Drama wird begleitet von der Bühnenmusik von Franz Wittenbrink.

Der Tröckneturm ist ein spezieller Ort für eine Theateraufführung

Die Aufführung des Theaterstücks «Acht Frauen» feiert am Freitag um 19.30 Uhr Premiere. An einem speziellen Ort: Im Tröckneturm führt der Kulturverein Scaena das Schauspiel in den nächsten vier Wochen noch 14 weitere Male auf.

Regie führt Bruno Broder. Er hat in den vergangenen 35 Jahren bereits zahlreiche Musicals und Theaterstücke auf St.Galler Bühnen gebracht. Bereits jetzt wurde aufgrund der hohen Nachfrage eine Zusatz-Vorstellung für den 12. März angekündigt.

Das Schauspiel, das der Kulturverein Scaena ausgwählt hat, stammt vom französischen Regisseur und Schriftsteller Robert Thomas. Es wurde unter dem Originaltitel «Huit Femmes» 1961 in Paris uraufgeführt und mehrfach ausgezeichnet. Bekanntheit erlangte es, als es 2002 unter der Regie von François Ozon mit Catherine Deneuve verfilmt wurde.