Im «Schwarzen Adler» in Gossau kann man den Goldstaub-Cocktail mit Bitcoin bezahlen

Heute wird die Bar im Keller des «Schwarzen Adlers» eröffnet. Fabio De Tata will Kryptowährungen in die analoge Welt bringen.

Johannes Wey
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Fabio De Tata ist Fan von Kryptowährungen.

Fabio De Tata ist Fan von Kryptowährungen.

Bild: Johannes Wey

Erst im vergangenen August hat Stefan Bischof die Adler-Bar in Gossau nach längerem Leerstand neu eröffnet. Nun feiert schon der nächste Wirt seinen Einstand: «Leider musste Stefan das Lokal aus gesundheitlichen Gründen aufgeben», sagt Fabio De Tata. Er sei im Keller des «Schwarzen Adlers» selber oft eingekehrt. Deshalb wolle er vieles vom bisherigen Konzept beibehalten.

Die grundlegende Änderung zeigt sich bereits im Namen, der um den Zusatz «Cryptopoint» ergänzt wurde. Im Lokal kann nämlich nicht nur mit Franken, sondern auch mit Kryptowährungen wie dem Bitcoin bezahlt werden. Zudem steht am Eingang ein Kryptowährung-Geldautomat.

Kryptowährungen als Zahlungsmittel etablieren

«Ich will den Leuten klarmachen, dass Kryptowährungen keine obskuren Spekulationsobjekte sind, sondern parallele Alternativen zu staatlichen Währungen», sagt De Tata. Deshalb will er mit seiner Bar eine reale Anwendungsmöglichkeit schaffen und das Konzept wenn möglich als Franchising verbreiten. «Vielleicht als Cryptopoint-Restaurants, -Reisebüros oder -Shops.» Er verspricht sich von Kryptowährungen eine Demokratisierung des Finanzsystems.

Ein Bitcoin-Cocktail für 500 Franken

Der 53-Jährige hat als Pianist und Komponist viele Wellen der Digitalisierung von Beginn an miterlebt und war auch ein früher Nutzer des Internets. Mit seiner im vergangenen Sommer gegründeten GmbH hat er bereits eigene Kryptowährungen entworfen.

Ab heute Freitag hat die Adler-Bar donnerstags und freitags von 17 bis 1 Uhr und samstags bis 3 Uhr geöffnet. De Tata setzt auf Auftritte von Bands und anderen Künstlerinnen und Künstlern. Heute sind Déja-vu zu hören. Ausserdem gebe es verschiedene Cocktails mit Goldstaub, die nach Kryptowährungen benannt sind. Darunter der «Bitcoin» für 500 Franken  – «als Gag», sagt Fabio De Tata.