Im Sand ist Rorschach die klare Nummer 1

Der grösste Beachevent der Schweizer Turnier-Serie bleibt in der Verantwortung von Peter Thoma und Michi Bleiker. Nun hoffen sie, dass auch die einmalige Location in Rorschach weiterhin zur Verfügung steht. Geplante Änderungen beim Hafenplatz gefährden den grössten Sportanlass der Stadt.

Rudolf Hirtl
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Michi Bleiker (links) und Peter Thoma sind die Wegbereiter für den grössten Rorschacher Sportanlass. (Bild: Rudolf Hirtl)

Michi Bleiker (links) und Peter Thoma sind die Wegbereiter für den grössten Rorschacher Sportanlass. (Bild: Rudolf Hirtl)

Die Coop-Beachtour startet jeweils im Mai in Genf, und macht danach auch in Locarno, Olten, Zürich, Basel, Rorschach und Bern halt. Seit 2015 haben die Rorschacher Veranstalter Peter Thoma und Michi Bleiker mit ihrer Swiss Beachevent GmbH die ganze nationale Turnier-Serie, die Coop-Beachtour, vermarktet und organisiert.

Im Vorfeld des Rorschacher Turniers im vergangenen Jahr wurde dann bekannt, dass die beiden die bisherige Zusammenarbeit mit Swiss Volley neu organisieren werden. «Die Auflagen solcher Anlässe werden immer anspruchsvoller. Komponenten wie Sicherheit, Abfallbeseitigung und Lärmvorschriften engen die Möglichkeiten für Veranstalter ein und führen zu ständig steigenden Kosten», sagt Peter Thoma. Gleichzeitig werde es auf nationaler Ebene aufgrund der Fülle von Veranstaltungen immer schwieriger, Sponsoren zu finden.

Rorschach ist das Juwel unter den Turnierstandorten

Bevor Beacherinnen den Spielzug mit dem Aufschlag eröffnen, sprechen sie die Taktik ab - per Zeichensprache. (Bild: Rudolf Hirtl)

Bevor Beacherinnen den Spielzug mit dem Aufschlag eröffnen, sprechen sie die Taktik ab - per Zeichensprache. (Bild: Rudolf Hirtl)

Aus diesem Grund hätten sie sich entschlossen, die Verantwortung für die ganze Serie abzugeben. Swiss Volley als Rechteinhaber sei es mit der Firma TIT-PIT GmbH gelungen, einen neuen Partner zu verpflichten und damit auch die Durchführung an den sieben Standorten und allen drei bisherigen Landesteilen zu gewährleisten. Peter Thoma und Michi Bleiker ihrerseits konnten mit TIT-PIT für die Turniere in Rorschach und Olten eine Kooperationsvereinbarung abschliessen. Aber wieso haben sie grosse Städte wie Zürich oder Genf abgegeben? «Dort finden das ganze Jahr über verteilt zahlreiche Topveranstaltungen statt. Ein Beachvolleyballturnier ist da weit hinten gereiht. Es war abzusehen, dass die Finanzierung in den grossen Städten nicht gesichert ist. Das Risiko war uns zu gross», so Peter Thoma. Die TIT-PIT GmbH habe als eine der grössten Eventagenturen der Schweiz eine ganz andere Einkaufsmacht und viel mehr Connection zu möglichen nationalen Sponsoren.

In mittelgrossen Städten habe die Beachtour einen viel grösseren Stellenwert. In Rorschach sei sie beispielsweise sportlich-gesellschaftlich die Nummer 1. Hier falle daher auch das Sponsoring um einiges leichter. «Nicht nur das», ergänzt Michi Bleiker. «Der Rorschacher Anlass ist mit 1600 Tribünenplätzen doppelt so gross wie der zweitgrösste auf der Tour, der VIP-Bereich ist sogar dreimal so gross. Das Turnier ist sehr beliebt. Vor allem das Konzept mit Spitzenvolleyball, Plauschturnier, Beach-Village und der Einbindung lokaler Vereine überzeugt.» Auch der Bodensee spiele eine grosse Rolle. «Die Lage direkt am Seeufer ist genial und auch die Anbindung des öffentlichen Verkehrs könnte nicht besser sein. Das führt dazu, dass wir hier auch sehr viele Spontanbesucher haben.»

Sportlicher Stellenwert ist sichergestellt

Durch die Zusammenarbeit mit Swiss Volley und TIT-PIT sei ausserdem sichergestellt, dass während des Turniers in Rorschach kein anderes gleichzeitig in der Schweiz stattfinde. Die Teilnahme von Schweizer Beachvolleyball-Stars und internationalen Topteams sei dadurch sichergestellt.

Abgesehen vom Erscheinungsbild – erstmals werden LED-Werbebanden eingesetzt –, bleibt für Zuschauer alles gleich. So bleibt auch der Eintritt für den Sportanlass, der von Donnerstag, 22. August, bis Sonntag, 25. August, auf dem Hafenplatz in Rorschach stattfinden wird, weiterhin kostenlos. «Das Turnier soll insbesondere auch für Familien zugänglich und günstig bleiben, etwa durch die auch von lokalen Vereinen gesicherte Verpflegung im Beach-Village», sagt Peter Thoma. Lücken auf den Zuschauerrängen würden durch freien Eintritt erfahrungsgemäss rasch geschlossen. Dass so garantierte «volle Haus» sei auch für Sponsoren interessant.

Ein Wasserspiel könnte zum Problem werden

Die Zusammenarbeit mit der Stadt bezeichnen Bleiker und Thoma als unkompliziert und zuvorkommend. «Wir fühlen uns hier sehr willkommen.» Eine Sorge bleibt freilich. Auf dem Hafenplatz sind Restaurant, Wasserspiel und fixe Verankerungen geplant. Nicht zuletzt durch die klimatischen Veränderungen muss die Infrastruktur sturm­sicher im Boden verankert werden können. «Wir hoffen, dass dies auch nach der Neugestaltung des Platzes möglich sein wird und wir das Beachturnier weiterhin in dieser Grössenordnung hier durchführen können.»

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