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Im Riethüsli wird die katholische Kirche abgerissen, im Grossacker wird die evangelisch-reformierte Kirche für 3,5 Millionen Franken saniert

Für die Sanierung der Kirche Grossacker wurde ein Kredit von 3,5 Millionen Franken gutgeheissen.
Miguel Lo Bartolo
Die Sanierungsbedürftigkeit der Kirche Grossacker zeichnet sich schon lange ab. Der Kredit wurde kürzlich gutgeheissen. (Bild: Ralph Ribi)

Die Sanierungsbedürftigkeit der Kirche Grossacker zeichnet sich schon lange ab. Der Kredit wurde kürzlich gutgeheissen. (Bild: Ralph Ribi)

«Den Kirchen laufen die Gottesdienstbesucher davon. Wozu also noch Kirchen sanieren?» So formulierte Johannes von Heyl, Kirchenvorsteher der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Tablat-St. Gallen, den Antrag für die Sanierung der Kirche Grossacker. Und dieser kam durch: Die Kirchgemeindeversammlung hat den Kredit von rund 3,5 Millionen Franken gutgeheissen. Im Januar 2020 soll mit den Sanierungsarbeiten begonnen werden.

Seit der Erstellung vor rund 50 Jahren wurde das Kirchengelände sich selbst überlassen. Die Narben der Zeit sind je länger je sichtbarer. Von Heyl rechnete dem Sanierungsvorhaben bereits an der Kirchgemeindeversammlung im April dieses Jahres gute Chancen an (Ausgabe vom 18. April). «Wir sind erleichtert, dass nun Gewissheit besteht», sagt von Heyl.

Das Budget von 3,5 Millionen ist knapp

Sanierungsbedürftig ist in erster Linie der Turm sowie das äussere Erscheinungsbild des Kirchgemeindehauses. Im Innenraum bleibt laut von Heyl fast alles beim Alten. Einzig aus technischer Sicht wird renoviert. «Die sanitären Anlagen, Lüftungen und die Küche müssen erneuert werden», sagt von Heyl. Ausserdem brauche es in den Sitzungszimmern Leinwände und Beamer. Konferenzräume müssten zeitgemässen technischen Ansprüchen genügen. Die Akustik im Foyer und Bullingersaal wird ebenfalls entsprechend heutiger Standards optimiert.

Der Grossacker ist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar. Für ältere Besucherinnen und Besucher bleiben aber die Treppen von der Rorschacherstrasse hinauf zur Kirche eine Herausforderung. Das Terrain wird deshalb im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten angepasst. Auch die bescheidenen Parkmöglichkeiten sollen erweitert werden. Dafür muss aber ein separater Antrag gestellt werden. «Die Kirchgemeinde versucht das Maximum aus dem beschränkten Budget zu holen», sagt von Heyl.

Über die neue Rolle der Kirche

Wie jede Organisation muss laut von Heyl auch die Kirche mit der Zeit gehen.

«Dass die Gottesdienste immer weniger Leute anziehen, ist wohl wahr. Wahr ist aber auch, dass dies bei weitem nicht die einzige Dienstleistung ist, die wir anbieten.»

Die Leute würden die vielen wohltätigen Projekte vergessen, die innerhalb der Kirchgemeinde stattfinden. So finden soziale Projekte wie «Koala» oder «Warenkorb» – um nur wenige zu nennen – sogar über die Stadtgrenzen hinaus Anklang. Ersteres ermöglicht finanziell benachteiligten Familien eine preiswerte Erstausstattung für ihren Nachwuchs. Im Rahmen des «Warenkorb» werden Lebensmittel an Bedürftige abgegeben.

Der Aufgabenbereich der Kirche habe sich verlagert.

«Das Bedürfnis der Bevölkerung nach Religiosität wächst, obwohl die Besucherzahl am Sonntagsgottesdienst stetig abnimmt.»

Von Heyl prophezeit der Kirche gerade deswegen eine bedeutende Zukunft. Wenn die Gratwanderung zwischen ihrer neuen Rolle und ihren Traditionen erfolgreich sein soll, müssen die christlichen Konfessionen Hand in Hand, also im Sinne christlicher Werte, arbeiten.

Die Sanierung soll die Begegnungsstätten für Jung und Alt, Familien und Alleinstehende attraktiver und einladender machen. Während der Umbauarbeiten, also zwischen Januar und Juni, findet der Gottesdienst in Stephanshorn, womöglich auch in St.Fiden, statt.

Weitere Informationen zur Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Tablat-St.Gallen können hier abgerufen werden.

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