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Im neuen St.Galler Restaurant Zur Werkstatt dürfen auch die Gäste kochen

Am Dienstag eröffnet das Restaurant Zur Werkstatt in der ehemaligen Schwyter-Backstube.
Laura Widmer
Der Betriebsleiter David Alfarè Lovo und Geschäftsführerin Simone Müller-Staubli vor der Bar im ersten Stock ein paar Tage vor der Eröffnung. (Bild: Ralph Ribi (9. August 2019))

Der Betriebsleiter David Alfarè Lovo und Geschäftsführerin Simone Müller-Staubli vor der Bar im ersten Stock ein paar Tage vor der Eröffnung. (Bild: Ralph Ribi (9. August 2019))

Vier Tage vor der Eröffnung herrschte am Marktplatz 11 noch Chaos. Mehrere Lastwagen standen vor dem Haus, im Innern wurden Lampen verkabelt, im Gang stapelten sich in Plastik verpackte Stühle. Am Dienstagmittag werden hier im Restaurant Zur Werkstatt die ersten Menus serviert. «Ich habe mir letzte Woche noch den Kopf zerbrochen, ob das klappen wird», sagt Fabian Fischer, Inhaber der Fischer Altbau AG und Mitinhaber der Liegenschaft.

Hinter dem Projekt steht die Müller-Fischer AG. Sie hat rund vier Millionen Franken in den Umbau investiert. Im Januar wurden Simone Müller-Staubli, Marcel Walker und Samuel Vörös als Pächter des Restaurants bekanntgegeben. Walker und Vörös sind in St.Gallen keine Unbekannten. Sie engagieren sich auch im Restaurant Lagerhaus und im «Brauwerk 1779».

Drei Einheiten wurden miteinander verbunden

In der Liegenschaft am Marktplatz 11 war bis 2014 die Backstube der Bäckerei Schwyter untergebracht. Bevor mit der Renovierung begonnen wurde, musste in monatelanger Arbeit die bisherige technische Ausstattung mit riesigen Öfen, Lüftungen und Kühlanlagen zurückgebaut werden. Um die drei Liegenschaften an der Neugasse 16 und 18 sowie am Marktplatz 11 zu verbinden, wurden Wände verschoben und Treppen neu eingebaut. «Wir mussten drei Einheiten miteinander verbinden», sagt Fischer.

Im Erdgeschoss ist stellenweise noch die Wand zu sehen, hinter der die alte Stadtmauer verborgen ist. Bollensteine wie beim Spisertor oder beim Pic-o-Pello-Platz sucht man jedoch vergeblich. «Die Stadtmauer wurde bei früheren Umbauten teilweise mit Beton verdeckt. Sie freizulegen, wäre nicht ohne grosse Beschädigung der alten Bausubstanz möglich gewesen», sagt Fischer. Ausserdem hätte das auch optisch nicht ins Konzept des neuen Restaurants gepasst. «Solche Restaurierungen wirken schnell kitschig.»

Gäste holen Gerichte vom Herd

Die Räume des Restaurants mit Blick auf den Blumenbergplatz sollen zum Konzept passen. Bei den Wänden wurde mit dem Sichtbeton aus den 1960er-Jahren gearbeitet. Der Name ist in der «Werkstatt» Programm: Gäste können sich im neuen Restaurant nicht nur bewirten lassen, sondern in speziellen Kochworkshops und Cocktailkursen selber hinter dem Herd stehen. Die drei Haushaltsküchen aus Chromstahl mit Induktionsherd, in denen auch die Köche arbeiten, sind deshalb nicht in einem separaten Raum untergebracht, sondern stehen im Gastrobereich.

Hier können auch die Gäste kochen.

Hier können auch die Gäste kochen.

«Profis arbeiten hier mit Geräten, die unsere Gäste auch zu Hause haben», sagt Geschäftsführerin Simone Müller-Staubli. Mit einem «Koch-Dinner» können Gruppen in der Küche aktiv werden. Für gemütlichere Runden gibt es die «Fest-Tafel», und wer einen Anlass mit bis zu 60 Personen plant, kann das ganze Obergeschoss mieten. Kulinarisch setzt das Restaurant Zur Werkstatt auf Essen «wie zu Hause». «Bei uns kommt nur auf den Tisch, was uns selbst Freude macht», sagt Müller-Staubli. Das Hauptgericht holen Gäste am Mittag direkt am Herd. Abends gibt es jeweils ein serviertes Überraschungsmenu, das um weitere Gänge ergänzt werden kann.

Die «Werkstatt» gibt es auch in Luzern

Das Restaurant Zur Werkstatt hat einen Namensvetter in Luzern, der seit drei Jahren von den gleichen Pächtern geführt wird. «Wir sind aber keine Kette», betont Geschäftsführerin Simone Müller-Staubli.

Statt das erfolgreiche Konzept aus Luzern zu kopieren, habe sich das Team inspirieren lassen. «Die Mottos für den Mittag sind die gleichen.» Die Ladenfläche in Luzern ist kleiner, und erlaubt es den Gastgebern nicht, grosse Gruppen zu verköstigen. Das wurde in St.Gallen nachgeholt. Simone Müller-Staubli fiebert der Eröffnung entgegen – und hofft, «dass auch die St.Galler Freude am entschleunigten Geniessen haben».

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