Im Mörschwiler «Sprözähüsli »beginnt das erste Jahresprogramm

Nach einem euphorischen Start und der Winterpause beginnt Ende Monat das erste Jahresprogramm im alten Mörschwiler Feuerwehrdepot. Es soll sich an möglichst unterschiedliche Besucher richten.

Johannes Wey
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Vereinspräsidentin Claire Guntern im Treppenhaus des «Sprözähüsli». (Bild: Urs Bucher)

Vereinspräsidentin Claire Guntern im Treppenhaus des «Sprözähüsli». (Bild: Urs Bucher)

Claire Guntern kann es kaum erwarten, bis es im «alte Sprözähüsli» wieder losgeht. Nur gerade während dreier Monate hatte das neue Veranstaltungslokal nach seiner Eröffnung im September geöffnet, dann ging es auch schon in die Winterpause. Das ehemalige Feuerwehrdepot ist nämlich nicht beheizt, das Wasser musste über den Winter abgestellt werden.

«Beim Marronifest, dem Adventskranzen und dem Kerzenziehen war es von der Kälte her bereits kritisch. Trotzdem wurden wir regelrecht überrannt, das ‹Sprözähüsli› war von morgens bis abends voll», sagt Guntern. Auf Grund des grossen Echos sei darum auch schnell klar gewesen, dass die drei Anlässe auch im ersten Jahresprogramm (siehe Kasten) nicht fehlen dürfen. Die ersten drei Monate hätten nicht besser laufen können.

Es gibt noch Baustellen

Viel hat sich getan im und um das historische Gebäude. Das Treppenhaus im Turm dient wieder seinem ursprünglichen Zweck: Rote Feuerwehrschläuche hängen von der Decke, wenn auch nur zur Zier. «Die Feuerwehr hat uns diese ausgemusterten Schläuche zur Verfügung gestellt», sagt Guntern. Seit kurzem ist die Webseite online, der Trägerverein ist auf 130 Mitglieder angewachsen. «Bis im September werden wir noch vom Generationenkreis unterstützt. Danach müssen wir den Betrieb selber stemmen.»

Die 77-Jährige ist nicht nur Präsidentin des Vereins, sondern auch im Generationenkreis-Stiftungsrat. Und es gibt noch immer viel zu tun. Bis das Jahresprogramm am 30. März startet, sollen im oberen Stock noch Stromanschlüsse gelegt werden, damit man dort beispielsweise bald auch Kaffee zubereiten kann. Auch die kleine Gartenfläche hinter dem Haus werde noch umgestaltet. Das Bauamt helfe dabei unbürokratisch. Überhaupt spüre man viel Wertschätzung und Hilfsbereitschaft von der Gemeinde Mörschwil.

Viele Vorschläge für das Jahresprogramm

Für das Jahresprogramm hat jedes Vorstandsmitglied Ideen beigesteuert. Aber auch Inputs von aussen wurden aufgenommen. Die Auswahl reicht vom Turnier mit «Aucho-Jass» über das Repair Café bis hin zu Gesprächen mit Mörschwiler Persönlichkeiten. Denn das Ziel sei, grundverschiedene Besuchergruppen anzusprechen. Die breite Abstützung und das Aufeinandertreffen verschiedener Generationen seien wichtig für den Verein.

Zuhören und selber machen

Beim alten «Sprözähüsli» handelt es sich um das ehemalige Mörschwiler Feuerwehrdepot. Während über 30 Jahren diente das Bijou als private Einstellhalle. Im vergangenen September wurde dann das Veranstaltungslokal vom gleichnamigen Verein eröffnet. Ende Monat beginnt das erste reguläre Jahresprogramm im «Sprözähüsli». Das Angebot ist breit. Was auffällt: Es soll nicht nur konsumiert werden, die Besucher sind auch zum Mitmachen eingeladen. Nisthilfen für Wildbienen bauen, Repair-Café, gemeinsames Kranzen, Tanzabende mit Schnellbleichen oder ein Jassturnier samt Trainings. Auch die ­Kultur kommt nicht zu kurz. Zu hören gibt es Klassik und Popmusik, auch eine Bilderausstellung ist vorgesehen. Und es gibt verschiedene­ Bildungsangebote wie einen Heilkräutertag und schlicht gemütliche Anlässe wie das weisse Dinner oder das Marronifest, das bereits im Herbst 2018 durchgeführt wurde. (jw)

www.sprözähüsli.ch

Vorstand steht immer im Einsatz

Für den Vorstand bedeute nicht nur die Organisation viel Arbeit. «Bei den Anlässen sind praktisch alle von uns anwesend, weil alle mithelfen.» Sie sei «extrem zuversichtlich» dass sich das «Sprözähüsli» auch im zweiten Jahr grosser Beliebtheit erfreuen wird. «Die Leute fragen uns ständig, wann es denn wieder aufgeht», sagt Claire Guntern.