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Im Landwirtschaftsmuseum Ruggisberg erlernen Besucher das Handwerk des Flachsbrechens

Gertrud Schniders Leidenschaft ist das Flachsbrechen. Ihr Wissen darüber gab sie lange an Schüler weiter. Am Sonntag zeigt sie das Handwerk am Tag der offenen Tür im Landwirtschaftsmuseum Ruggisberg.
Manuela Bruhin
Gertrud Schnider möchte nicht, dass das Flachsbrechen in Vergessenheit gerät. (Bild: Urs Bucher)

Gertrud Schnider möchte nicht, dass das Flachsbrechen in Vergessenheit gerät. (Bild: Urs Bucher)

«Den Faden verlieren» – dieser Ausdruck passt keinesfalls zu Gertrud Schnider, wenn es ums Thema Flachs geht. Seit über 30 Jahren verarbeitet sie die Pflanze zu Decken, Wandbehängen oder Sofakissen. Und dies nach wie vor mit grosser Leidenschaft, wie sie sagt:

«Mich fasziniert die Flachspflanze, weil jeder Arbeitsschritt ersichtlich ist.»

Diese Leidenschaft hat sie regelmässig in Kursen an Schüler weitergegeben. Nun hat sie die Leitung an ihre Nachfolgerin übergeben.

Am Sonntag zeigt Gertrud Schnider, zusammen mit anderen Handwerkerinnen, die Flachsbrecherei im Regionalen Landwirtschaftsmuseum Ruggisberg in Häggenschwil. Zwischen 10 und 16 Uhr werden den Besucherinnen und Besuchern die verschiedenen Arbeitsschritte, vom Hecheln bis hin zum Spinnen und Weben, gezeigt. «Mit so einer Veranstaltung wollen wir verhindern, dass das Ganze in Vergessenheit gerät», sagt Schnider. Nebst solchen Anlässen ist sie unter anderem auch auf Mittelaltermärkten vor Ort. Dabei sei das Interesse der Besucher jeweils spürbar.

Aus Freude an der Sache

Betritt man das Landwirtschaftsmuseum Ruggisberg, wird man kurzerhand in die Vergangenheit entführt. Vom Webstuhl bis hin zum Riffelkamm sind sämtliche Werkzeuge rund um die Flachspflanze untergebracht. Das Thema ist zwar nicht neu, sondern wurde bereits einige Male im Museum gezeigt. «Wir suchen im Vorfeld Themen, die zur Landwirtschaft passen. Und Flachs kam in der Vergangenheit gut bei den Besuchern an», sagt Kustos Guido Sieber. Über die Zusammenarbeit mit den Frauen, die am Sonntag ihr Handwerk zeigen, sei man sehr erfreut.

«Man merkt, dass sie es aus Freude an der Sache machen.»

Diese Freude ist auch bei Gertrud Schnider spürbar. Nach wie vor ist ihre Leidenschaft für die Pflanze ungebrochen – die grosse Vielfältigkeit, mit der sie eingesetzt werden könne, sei faszinierend. Ihr Wissen reicht von der Geschichte der Flachspflanze bis hin zu deren Verwendung.

«Eine Frau, die früher nicht spinnen konnte, war der Heirat kaum würdig.»

Doch nicht nur die Flachsbrecherei steht im Mittelpunkt am Tag der offenen Tür, der von 10 bis 16 Uhr stattfindet. Auch die Ostschweizer Weinkultur wird näher beleuchtet. Die Weine werden präsentiert von Felix Tschirky, der seinen kleinen Familienbetrieb den Besuchern vorstellt. Seit 35 Jahren entstehen in behutsamer Kellerarbeit fruchtige Weine, die am Sonntag degustiert werden können.

Auch die restlichen Zeitzeugen, die im Landwirtschaftsmuseum Ruggisberg untergebracht sind, können sich die Besucher näher anschauen. Von der Kutsche bis hin zur Schlagmühle und Miniaturmühle gibt es einige Schätze zu entdecken – wovon alle Maschinen noch voll funktionstüchtig sind.

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