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Im Kampf um Rosen und ein Herz: Ein
St. Galler ist Teilnehmer der Kuppel-Show «Bachelorette»

Er ist einer von 21 Männern, die um die Aufmerksamkeit einer jungen Frau buhlen. Die Suche nach der grossen Liebe und Neugierde haben Jeremy Tschurtschenthaler zur Teilnahme in der 3Plus-Sendung bewogen.
David Grob
Der St. Galler Jeremy Tschurtschenthaler bereut seine Teilnahme in der 3Plus-Kuppelsendung «Bachelorette» nicht. (Bild: Urs Bucher)

Der St. Galler Jeremy Tschurtschenthaler bereut seine Teilnahme in der 3Plus-Kuppelsendung «Bachelorette» nicht. (Bild: Urs Bucher)

Er ist ein Kavalier, der Rosen will. Sein olivgrünes Hemd spannt sich um seinen trainierten Oberkörper, sein Blick ist wach, der Bart braun und an einer Stelle rotschimmernd. Jeremy Tschurtschenthaler ist einer der 21 Männer, die in der Kuppelsendung «Bachelorette» des Privatsenders 3Plus um Aufmerksamkeit, Rosen und das Herz einer Frau buhlen. Sein Körper scheint dem St. Galler wichtig zu sein. Er zählt Crossfit, Fitness und Bouldern zu seinen Hobbys.

Doch warum nimmt ein junger Mann an einer Sendung teil, die Liebe verspricht, aber hauptsächlich nackte Haut und Peinlichkeiten verkauft? «Warum nicht?», fragt Tschurtschenthaler zurück.

«Ich bin ein offener und neugieriger Mensch.»

Er versuche immer, ohne Vorurteile auf neue Situationen und fremde Menschen zuzugehen. Ausserdem fände er es sehr interessant, hinter die Kulissen einer solchen Sendung zu blicken und zu beobachten, wie sich die Teilnehmer über die Zeit verändern. Eine psychologische Feldstudie mit teilnehmender Beobachtung also? Nicht nur. Jeremy Tschurtschenthaler bewarb sich auch wegen des eigentlichen Sinnes der Sendung: Die grosse Liebe zu finden und das Herz von Bachelorette Andrina Santoro zu erobern.

Keine Auskunft zu den Dreharbeiten

«Es geht um die grosse Liebe, es ist alles echt», sagt Tschurtschenthaler mit einem Augenzwinkern. Er wirkt reflektiert und scheint zu wissen, worauf er sich eingelassen hat.

«Die Gruppe der Kandidaten wurde wohl nicht ganz zufällig zusammengesetzt, um gewisse Konflikte zu generieren.»

Die Sendung ist bereits abgedreht, doch auf die Bedingungen beim Dreh in Südafrika möchte er nicht eingehen, Nachfragen blockt er ab, scheint vertraglich keine Auskunft geben zu dürfen. «Ich drücke es mal so aus: Wenn ich eine solche Sendung drehen würde, hätte ich wohl einen Leitfaden.» Man müsse sich deshalb als Teilnehmer bewusst sein, dass man Teil einer Show sei, die sein Publikum unterhalten will.

Und doch: Die Hauptdarsteller der Sendung sind echte Menschen – und keine Schauspieler. «Ich bin mir sicher, dass Gefühle und Emotionen echt sind», sagt Tschurtschenthaler. Jedenfalls bereut er seine Teilnahme nicht und blickt positiv auf die Zeit in Südafrika zurück. «Es war wie ein Klassenlager. Wir hatten immer viel Spass.» So steht er auch weiterhin mit seinen Mitkandidaten im Kontakt. «Wir machen uns über die Online-Kommentare lustig.»

Eine schwierige Vergangenheit

Tschurtschenthalers Vergangenheit war nicht immer einfach. Bei der Geburt wickelte sich die Nabelschnur um sein Bein. Dadurch konnte sich der Wadenbeinknochen nicht richtig entwickeln. Das Knochenwachstum wurde mechanisch angeregt. Ringe ums Bein fixierten dabei Schrauben, die den Knochen Jahr für Jahr zusammenwachsen liessen. Von Neun bis Zwanzig trug Tschurtschenthaler ein solches Exoskelett. Mit positivem Ausgang: Beschwerden bemerkt der 27-Jährige heute nicht mehr. Bei der Anmeldung habe er nicht an seinen Leidensweg gedacht.

Dennoch: Tschurtschenthaler versteht sich auch als Mutmacher. «Ich möchte nicht erzählen, dass man alles erreichen kann. Doch man sollte immer versuchen, sich selbst zu übertreffen.» Dies war jeweils auch sein Anspruch in den Wettkämpfen, welche die Bachelorette ihren Umwerbern stellt.

Jeremy Tschurtschenthaler freut sich auf die Ausstrahlung ab nächstem Montag. Das Ende kennt er zwar bereits. Doch die fertige Sendung hat auch er noch nicht gesehen.

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