Waldkirch: Im Herbst sollen die Schüler ins neue Schulhaus zügeln

Die Bauarbeiten am Schulhaus Breite in Waldkirch schreiten voran. Der Baukommissionspräsident ist zuversichtlich, dass der Zeitplan eingehalten werden kann und der Neubau in vier Monaten übergeben wird.

Perrine Woodtli
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Wo bis im Winter 2018 das alte Schulhaus Breite stand, entsteht heute das neue. (Bild: Michel Canonica (17. Mai 2019))

Wo bis im Winter 2018 das alte Schulhaus Breite stand, entsteht heute das neue. (Bild: Michel Canonica (17. Mai 2019))

Mitten in Waldkirchs Zentrum, direkt an der Arneggerstrasse, wird derzeit gebohrt, gehämmert und geschliffen. Denn dort entsteht für 17,5 Millionen Franken das neue Schulhaus Breite. Mit dem Neubau will die Gemeinde den Anforderungen des heutigen Schulbetriebs gerecht werden. Nebst Klassen- und Gruppenräumen entstehen im dreistöckigen Schulhaus unter anderem auch ein Mehrzwecksaal und die Gemeindebibliothek.

Seit knapp anderthalb Jahren dauern die Bauarbeiten bereits an. Und mit deren Fortschritt sei man sehr zufrieden, sagt Andreas Bolzern, Präsident der Baukommission, auf Anfrage. «Es läuft alles so ab, wie geplant», fasst er zusammen. Trotz des dichten Zeitplans ist er zuversichtlich, dass das Schulhaus wie geplant im Herbst fertig ist. Am 20. September soll das Gebäude übergeben werden.

Solaranlage bald fertig erstellt

Bis zur Einweihung gibt es aber noch einiges zu tun. Kürzlich konnte im ganzen Haus der Unterlagsboden fertiggestellt werden. Derzeit sind die Bauarbeiter damit beschäftigt, die hellgraue Fassade hochzuziehen. Diese soll laut Andreas Bolzern Mitte Juni fertig sein, inklusive der Beschattung. Danach steht als Nächstes der Innenausbau an. Die Montage der Fotovoltaikanlage, zu der die Stimmbürger im März 2017 ebenfalls Ja gesagt hatten, befindet sich bereits in der Endphase.

Von unerwarteten Zwischenfällen blieben die Verantwortlichen bislang verschont. Einzig bei den Fenstern für die grossen Fensterfronten gab es eine kleinere Komplikation. Diese liessen etwas länger auf sich warten als gedacht. Die Fenster hätten eigentlich im Februar geliefert werden müssen. Aufgrund von Verspätungen erreichten sie die Baustelle aber erst im März.

Schulbetrieb in Containern hat sich schnell eingependelt

Die Baukommission besuche die Baustelle vor allem dann, wenn es um Bemusterungen gehe, sagt Bolzern. «Dann können wir jeweils gleich vor Ort entscheiden.» Er selbst schaue sporadisch beim Schulhaus vorbei. Es sei immer interessant, die einzelnen Entwicklungen zu beobachten. Der Baukommissionspräsident ist nach wie vor überzeugt vom Neubau. «Alles wird heller und offener. Ich denke, das wird eine gefreute Sache.» Er ist sich sicher, dass sich auch die Waldkircher Bevölkerung freuen wird. Schon am Tag der offenen Tür Anfang Jahr seien die Rückmeldungen positiv ausgefallen und der Bau habe Gefallen gefunden, sagt Bolzern. «Und damals sah man ja erst den Rohbau.»

Mit der Zustimmung für den Neubau mussten die Waldkircher dem alten Schulhaus Adieu sagen. Dieses wurde nach etwa 60 Jahren im Januar und Februar letzten Jahres dem Erdboden gleichgemacht. Für den Unterricht während der Bauzeit wechselten die Schulklassen und ihre Lehrpersonen in Provisorien. Seit Anfang 2018 werden die Schüler in Containern unterrichtet. Wie die Bauarbeiten laufe auch der Schulbetrieb nach wie vor reibungslos, so Bolzern. Und auch die Schulwegführung funktioniere. «Dank der Signalisation können die Kinder gut an der Baustelle vorbeigeführt werden», so Bolzern. Er ergänzt: «Die Containerlösung war eine gute Entscheidung.» Läuft alles nach Plan, steht für die Schüler und Lehrer bereits in vier Monaten erneut Zügeln auf dem Stundenplan.