Vor dem ersten Wahlgang sprang ein Kandidat ab: Jetzt kämpfen zwei Häggenschwiler um den vakanten Gemeinderatssitz

Noch immer ist ein Sitz im Häggenschwiler Gemeinderat neu zu besetzen. Nachdem sich niemand für den ersten Wahlgang zur Verfügung stellte, treten im zweiten Wahlgang am 29. November zwei Kandidaten an: Roger Frischknecht und Roland Fässler.

Melissa Müller
Drucken
Teilen
Der Gemeinderatssitz von Gemeindepräsident Raffael Gemperle muss neu besetzt werden.

Der Gemeinderatssitz von Gemeindepräsident Raffael Gemperle muss neu besetzt werden.

Bild: Michel Canonica

Da Raffael Gemperle zum neuen Gemeindepräsidenten von Häggenschwil gewählt wurde, muss sein Sitz im Gemeinderat neu besetzt werden. Im ersten Wahlgang hat das nicht geklappt, weil sich ein Kandidat frühzeitig zurückgezogen hatte. «Er hat uns einen Strich durch Rechnung gemacht», sagt Markus Brunner (SVP) von der überparteilichen Findungskommission.

Nun präsentiert die Kommission gleich zwei Kandidaten, um den vakanten Sitz im zweiten Wahlgang am 29. November neu zu besetzen: Roger Frischknecht, Ergotherapeut und Mitinhaber der Praxis «Hand und Ergotherapie» in St.Gallen, ist verheiratet und Vater von zwei Kindern. Auch der zweite Kandidat Roland Fässler, Projektleiter Anlagen Engineering, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Beide Kandidaten seien gradlinig und integer, sagt Markus Brunner.

«Sie können sich gut ausdrücken und haben keinen Tolggen im Heft.»

Die zwei Kandidaten sind parteilos. «Wir haben ihnen empfohlen, sich vor der Wahl einer Partei anzuschliessen», sagt Brunner.

Warum nur Raffael Gemperle fürs Präsidium kandidierte

Auch für das Häggenschwiler Gemeindepräsidium hatte die Findungskommission mit mehreren Personen Gespräche geführt. «Ein paar Leute konnten wir nicht mit gutem Gewissen empfehlen», sagt Brunner. Jene, die einen kompetenten Eindruck machten, hätten sich frühzeitig aus dem Rennen genommen. So kam es, dass Raffael Gemperle als einziger Kandidat antrat. Einige Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern bedauerten, dass sie keine Auswahl hatten. «Wir müssen uns keine Vorwürfe machen», sagt Brunner.