Im Architekturforum sind Gemälde zu sehen, die sich in den Raum wölben

Priska Rita Oeler hat einen Werkbeitrag erhalten. Nun stellt die Künstlerin im Architekturforum Ostschweiz aus.

Marlen Hämmerli
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Ein Ausschnitt einer Arbeit von Priska Rita Oeler.

Ein Ausschnitt einer Arbeit von Priska Rita Oeler.

Bild: PD

Trägt man Farbe aufs rohe Leinengewebe auf, verändert sich der Stoff. Er zieht sich zusammen, schrumpft und wölbt sich. Diese Wirkung untersucht Priska Rita Oeler mit ihrer Kunst. Welche Wirkung hat der Farbauftrag auf Bewegung und Statik? Welche auf Licht und Schatten und wie verändern sich Fläche und Volumen? «Das sind die physischen Begriffe, mit denen ich arbeite und die Wirkungen, die ich untersuche», sagt die Künstlerin.

Dazu bearbeitet Priska Rita Oeler das Leinengewebe am Boden, spannt es danach auf einen Rahmen, pinnt es an die Wand oder hängt es sackartig auf. Die Bilder werden dadurch zu Objekten.

Künstlerin hat nun mit grossen Tüchern gearbeitet

Die Stadt St.Gallen wollte die Untersuchungen von Oeler fördern und hat sie deshalb vergangenen November mit einem Werkbeitrag ausgezeichnet. Oeler hat nun an grösseren Bildern und grossformatigen hängenden Tüchern gearbeitet. Wie wirken sich Formatänderungen auf das Bild aus? Wie beeinflussen sich roh belassene Flächen und Farbflächen und wie interagieren unterschiedliche Farbtöne, Farbmischungen und ihre Dichte mit dem Leinengewebe?

Das Ergebnis dieser Untersuchungen ist ab morgen Donnerstag, 18.30 Uhr, im Architekturforum Ostschweiz. Dann feiert die Ausstellung «Priska Rita Oeler – schräg vis-à-vis» Vernissage. Kristin Schmidt, Co-Leiterin der städtischen Kulturförderung wird in die Ausstellung einführen. Am Sonntag, 22. März, 14 Uhr, führt Priska Rita Oeler selbst durch die Ausstellung. Diese endet am Sonntag, 5. April. Mehr Infos, etwa zu den Öffnungszeiten, gibt es auf der Webseite des Architekturforums

Vergangene Orte aufsuchen

Die Veranstaltungsreihe Tisch hinter den Gleisen lädt Interessierte morgen Dienstag, 19 Uhr, zu einem Rundgang durch das Quartier ein. Es wird eine Spurensuche nach vergangenen Momentaufnahmen von Priska Rita Oeler.