«Ihr Kind soll im Garten oder im Haushalt helfen»: Die Schule Rorschach gibt Tipps an Eltern

Was tun, damit Kinder trotz Ausfall des Präsenzunterrichts lernen und sich sinnvoll beschäftigen? Die Schule Rorschach liefert Antworten.

Sheila Eggmann
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Gemäss einem Elternbrief von der Schule Rorschach sollen Kinder jetzt auch im Garten mithelfen.

Gemäss einem Elternbrief von der Schule Rorschach sollen Kinder jetzt auch im Garten mithelfen.

Markus Bormann / fotolia

Ab Anfang dieser Woche sollen alle Schülerinnen und Schüler zu Hause bleiben. Das stellt Eltern vor Herausforderungen: Was tun, damit die Kinder trotz gestrichenem Präsenzunterricht lernen und sich sinnvoll beschäftigen?

Stadtrat und Schulratspräsident Guido Etterlin.

Stadtrat und Schulratspräsident Guido Etterlin.

Urs Bucher

Guido Etterlin weiss die Antwort. Der Schulratspräsident und Stadtrat in Rorschach hat im Namen der Schule Rorschach einen Elternbrief verfasst, in dem er 13 Tipps auflistet. Er weist die Eltern und Erziehungsberechtigten darauf hin, dass die Kinder bis zu den Ferien weiter lernen und Hausaufgaben machen sollen. Damit dies gelingt, greift er auch auf kreative Vorschläge zurück: Die Schüler sollen zwar Freiraum für Eigenaktivitäten haben, doch auch im Haushalt mithelfen. Ausserdem sollen sie nicht zu lange vor dem Fernseher sitzen.

Die Vorschläge aus dem Elternbrief:

  • Verfolgen Sie aufmerksam die Anordnung der Behörden. Diese können jederzeit ändern.
  • Bleiben Sie mit Ihren Kindern zu Hause und verlassen Sie das Haus, wenn Sie zur Arbeit gehen oder Einkäufe machen müssen.
  • Sorgen Sie bitte für einen geregelten Tagesablauf (Aufstehen, klare Essenszeiten, Schlafen).
  • Planen Sie mit Ihrem Kind vorbildliche Arbeitszeiten.
  • Ihr Kind soll sich jeden Tag genügend bewegen. Achten Sie aber auf allfällige Unfallgefahren.
  • Gehen Sie mit Ihrem Kind an die frische Luft, vermeiden Sie und Ihr Kind Gruppenansammlungen.
  • Ihr Kind soll im Haushalt oder im Garten helfen (Ämtli).
  • Lassen Sie Ihrem Kind Freiraum für Eigenaktivitäten.
  • Ermuntern Sie Ihr Kind zum Lesen, für Gemeinschaftsspiele, etc.
  • Motivieren Sie Oberstufen-schüler und schülerinnen für einen Einsatz in der Nachbarschaftshilfe.
  • Spiele mit anderen Kindern sind möglich, wenn alle gesund sind, keine Risikokontakte hatten und nicht mehr als fünf Kinder in einer Gruppe sind.
  • Beschränken Sie bitte den Medienkonsum von Ihrem Kind pro Tag (Handy, Fernsehen, Gamen...).
  • Das Schweizer Fernsehen bietet an den Vormittagen Schulfernsehen: www.srf.ch/myschool