Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Mörschwiler bringen ihre Ideen ein für den neuen Dorfkern

In einer Onlineumfrage konnten sich die Mörschwiler zur Zentrumsgestaltung äussern. Ob Begegnungsplatz, Generationenhaus oder Alterswohnungen – die Wünsche wären vielfältig.
Perrine Woodtli
Das dreieckförmige Areal zwischen Post-, Kirch- und St. Gallerstrasse in Mörschwil soll umgestaltet werden. (Bild: Ralph Ribi)

Das dreieckförmige Areal zwischen Post-, Kirch- und St. Gallerstrasse in Mörschwil soll umgestaltet werden. (Bild: Ralph Ribi)

Mörschwils Zentrum wird überbaut und neugestaltet. Wie der Dorfkern dereinst aussehen soll, ist noch völlig offen. Klar ist hingegen, dass die Mörschwiler bei der Neugestaltung mitreden und ihre Ideen einbringen können. Deshalb hat die Gemeinde im Juni eine Onlineumfrage aufgeschaltet, bei der die Bürger erstmals sagen konnten, wie im Dorfzentrum in Zukunft gewohnt, gelebt und gearbeitet werden soll.

Nun hat die Gemeinde die ersten Ergebnisse der Umfrage mitgeteilt. 111 Einzelpersonen und 16 Organisationen, unter anderem Vereine und Parteien, haben teilgenommen und sich zur künftigen Zentrumsüberbauung geäussert. Zufrieden über diese rege Beteiligung zeigt sich der Mörschwiler Gemeindepräsident Paul Bühler. Es sei erfreulich, dass den Mörschwilern das Dorfzentrum nicht egal sei. Gemäss Umfrage gaben knapp 67 Prozent der Befragten an, dass ihnen ein lebendiges Dorfzentrum sehr wichtig ist.

Gleiche Vorstellungen vom Dorfzentrum

Beim Areal, das umgestaltet wird, handelt es sich um die Zone zwischen der Post-, Kirch- und St. Gallerstrasse. Das Dreieck ist rund 4000 Quadratmeter gross und in vier Grundstücke unterteilt. Zwei davon sind im Besitz der Gemeinde. Die Grundeigentümer der beiden anderen Flächen sind die Immo69 GmbH und die Zeblas GmbH. Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass sich die Vorstellungen der Bürger nur wenig von jenen der Eigentümer unterscheiden. Wie Paul Bühler vor der Umfrage sagte, schwebt den drei Parteien auf dem Areal eine Mischung aus Wohn-, Gewerbe- und Gemeinschaftsnutzung vor. «Die Umfragergebnisse decken sich grösstenteils mit den Vorstellungen des Gemeinderats», sagt Bühler.

Paul Bühler, Gemeindepräsident Mörschwil

Paul Bühler, Gemeindepräsident Mörschwil

Bezüglich Wohnnutzung favorisiert die Mehrheit Familien- und Alterswohnungen. Knapp die Hälfte der Befragten wünscht sich auch Kleinwohnungen. Aber auch Generationenwohnungen werden genannt. Etwas über die Hälfte der Teilnehmer ist der Meinung, dass es im Dorfkern vor allem Mietwohnungen braucht. Knapp 30 Prozent wünschen sich Genossenschaftswohnungen, während fast 16 Prozent Eigentumswohnungen vorziehen. «Diese Ergebnisse entsprechen im Grossen und Ganzen dem, was ich erwartet habe», sagt Bühler. Überrascht habe ihn aber der mehrheitliche Wunsch nach Mietwohnungen.

«Ich habe erwartet, dass mehr Eigentumswohnungen gewünscht werden und nicht bloss ein kleiner Teil dies vorzieht.»

Nebst Wohnraum soll bei der Neugestaltung genügend Raum für das Gewerbe entstehen. Als sinnvolle Gewerbenutzung nannten die Befragten unter anderem eine Bäckerei, Detailhändler, einen Velomechaniker oder ein Alterszentrum. Beim gemeinschaftlichen Nutzen stehen eine Kita, ein Begegnungs- und Spielplatz sowie ein Generationenhaus an oberster Stelle.

Stunde der Wahrheit kommt erst noch

Die Umfrage sei wichtig und ernst zu nehmen, sagt Paul Bühler, betont aber gleichzeitig: «Es handelt sich erst um ein grobes Stimmungsbild.» Die Stunde der Wahrheit komme erst, wenn der Überbauungsplan öffentlich aufliegt. Erst dann würden viele sagen, was sie tatsächlich wollen oder eben nicht. «Der Teufel liegt im Detail.» Dies hätten andere Projekte immer wieder gezeigt.

Über die Hälfte der Befragten kann sich vorstellen, sich weiterhin am Prozess zu beteiligen. Die nächste Möglichkeit dazu erhalten sie im Februar an einer öffentlichen Mitwirkungskonferenz. Dann werden die Umfrageergebnisse laut dem Gemeindepräsidenten detailliert präsentiert und weiterentwickelt. «Einzelne Punkte und Anliegen können zudem vertieft besprochen werden. Es gibt auch die Möglichkeit für weitere Inputs», so Bühler. Die Ergebnisse aus der Konferenz sollen den drei Grundeigentümern als Grundlage für die Erarbeitung eines Sondernutzungsplans dienen. Wann die Konferenz genau stattfindet, wird noch bekanntgegeben.

Bis dahin werde sich der Gemeinderat Gedanken machen und die Bedürfnisse der Gemeinde vertieft anschauen, sagt Bühler. Als Gemeinde müsse man sich vor allem entscheiden, wie die öffentliche Nutzung im Mörschwiler Dorfkern dereinst aussehen soll.

«Wir müssen uns nun damit befassen, was wir wollen und was nicht, etwa ob ein Generationenhaus das Richtige ist. Das ist ein langer Prozess.»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.