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«Ich empfehle niemandem, ein Restaurant in Wittenbach zu eröffnen»: Jungwirte müssen ihren Traum nach wenigen Monaten bereits wieder begraben

Das Restaurant Quadrifoglio in Wittenbach ist nach wenigen Monaten Betrieb bereits wieder geschlossen. Joel Jenzer spricht über die Gründe für das Aus – und gibt sich dabei auch selbstkritisch.
Laura Manser
Da waren sie noch voller Optimismus: Francesco Fusco (links) und Joel Jenzer, hier vor der Neueröffnung ihres Lokals, waren die beiden Gastronomen des Restaurants Quadrifoglio. (Bild: Yann Lengacher, 7. Februar 2019)

Da waren sie noch voller Optimismus: Francesco Fusco (links) und Joel Jenzer, hier vor der Neueröffnung ihres Lokals, waren die beiden Gastronomen des Restaurants Quadrifoglio. (Bild: Yann Lengacher, 7. Februar 2019)

Zwei St.Galler eröffneten Mitte Februar dieses Jahres im ehemaligen «Il Brigante» in Wittenbach das Restaurant Quadrifoglio. Die beiden erst 20-jährigen Geschäftsleiter Joel Jenzer und Francesco Fusco wollten damit zeigen, dass auch junge Leute schon Topleistungen vollbringen können. Die Jungunternehmer wollten nebst gutbürgerlicher Küche eine Pizza mit Blattgold servieren.

Dazu kam es aber nie. Denn das Restaurant ist seit dem 30. Juni schon wieder geschlossen.

Jenzer sagt:

«Aufgrund von geschäftlichen und persönlichen Differenzen mussten wir den Betrieb aufgeben.»

Lange leer stehen soll das Restaurant an der Hofenstrasse aber nicht: Im November eröffnet eine Nürnberger Familie ein griechisches Lokal.

Küche und Restaurant alleine geführt

Jenzer ist gelernter Koch, Fusco hat eine Ausbildung zum Maler gemacht und kocht gerne. Ein Restaurant zu führen hatten sich die beiden aber anders vorgestellt. «Weil das Lokal im Industriegebiet liegt, dachten wir, dass vor allem das Mittagsgeschäft mit den Arbeitern boomen würde», sagt Jenzer. Unter der Woche sei das Restaurant nicht gut besucht gewesen.

Nach rund drei Monaten verliess Fusco den Betrieb, und Jenzer führte das Restaurant und die Küche alleine. Er hätte auch gerne weitergemacht, konnte sich eine weitere Arbeitskraft aber nicht leisten. Letztlich wurde Jenzer alles zu viel.

«Wir sind einfach noch zu jung und haben zu wenig Erfahrung in der Geschäftsführung und bei Büroarbeiten.»

Auch der Standort in Wittenbach sei ein Problem gewesen. «Ich empfehle niemandem, ein Restaurant in Wittenbach zu eröffnen. Es ist schwierig, hier Erfolg zu haben», sagt Jenzer.

Seit gut zwei Wochen arbeitet er nun im Hotel und Restaurant Blaue Krone in Brülisau. Und es gefällt ihm gut. «Ich bin glücklich, obwohl ich meinen Traum aufgeben musste.» Jetzt müsse er sich einfach wieder an das Leben eines Angestellten gewöhnen.

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