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Hunde-Hof in Rorschach: Jetzt interveniert der Kanton

Der Fall des "Hofs", der sich als Einzimmerwohnung entpuppte, geht in die nächste Runde. Der Veterinärdienst des Kantons St.Gallen hat Massnahmen eingeleitet.
Rossella Blattmann
Ein Rottweiler zieht an seiner Leine. (Bild: pd)

Ein Rottweiler zieht an seiner Leine. (Bild: pd)

Auf Facebook wirbt der Heart-Hof mit idyllischen Bildern um neue Mitglieder und Spenden, und bietet Hunde zum Verkauf an. Ein Augenschein gestern Dienstag zeigte: Das einzige Vorstandsmitglied des Vereins, eine 26-jährige Ostschweizerin, lebt mit einer Krähe und zwei Hunden zusammengepfercht in ihrer Einzimmerwohnung in Rorschach. Von einem Hof keine Spur.

"Das Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen des Kantons St.Gallen hat im Fall des Heart-Hofs in Rorschach und der Frau die entsprechenden Massnahmen ergriffen." Das sagt der stellvertretende Kantonstierarzt Stefan Siegmann am Mittwochnachmittag auf Anfrage des "Tagblatts". Wegen des Amtsgeheimnisses könne er keine weiteren Informationen zum Fall geben.

Müssen amtliche Massnahmen getroffen werden, so habe der Tierhalter die Kosten zu tragen, sagt Siegmann. "Die Person wird aufgefordert, die entsprechenden Auflagen zu erfüllen, wie zum Beispiel den Tieren genügend Platz zu bieten, sie zu chippen, zu impfen und zu registrieren. Bei einem besonders schweren Verstoss kommt es zu einer Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft."

"Die Leute sollen uns Verstösse melden"

Was tun, wenn der Nachbar in seiner Wohnung Tiere möglicherweise nicht gesetzeskonform hält? Siegmann sagt: "Die Leute sollen uns Verstösse melden." Und zwar nicht anonym, sondern mit Namen und Adresse. Nur so könne der Veterinärdienst gewährleisten, dass Missstände behoben werden. "Im Kanton St.Gallen kommt es regelmässig vor, dass auf diese Weise Fälle von Verstössen gegen das Tierschutzgesetz aufgedeckt werden", sagt er.

Der Import von Hunden und anderen Tieren aus dem Ausland sei ein Problem, sagt Siegmann. "Es ist ein Fass ohne Boden." Solange es Schweizer gebe, die im Internet günstig Hunde kaufen oder solche aus Tierliebe übernehmen wollen, werde es Leute geben, die dies zum Geschäft machen.

Keine Tiere aus den Ferien importieren

Auch wenn einem ein Tier leidtut: "Es ist keine gute Idee, einfach so einen Strassenhund aus den Ferien nach Hause zu bringen", sagt Siegmann. Die entsprechenden Bestimmungen - Impfschutz, Registrierung, und Chip - müssten in jedem Fall erfüllt sein. "Bis ein Impfschutz eintritt kann es aber bis zu drei Wochen dauern", sagt Siegmann. Sind alle Bedingungen erfüllt, ist ein Import aus dem Ausland kein Problem.

Wird ein aus den Sommerferien importiertes Tier am Zoll beschlagnahmt, hat das Folgen: "Für die Person, die es in die Schweiz einführen will, kann das teuer werden", sagt Siegmann. Das sei der Fall, wenn das Tier zurückgeführt oder in einer spezialisierten Quarantäne untergebracht werden müsse." Falls Tollwut nicht ausgeschlossen werden kann, muss es eingeschläfert werden, da sich Tollwut am lebenden Tier nicht diagnostizieren lässt."

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